Roadstop – Eine Erfolgsstory

USA-Feeling mitten in Deutschland

Wer auf amerikanisches Flair, Country Style und Barbecue steht, muss nicht unbedingt in die USA reisen. Das Road Stop bietet mit einem innovativen Gastro-Konzept, das es mittlerweile an fünf Standorten zwischen Münster und Mettmann gibt, das volle Programm.

Das Team rund um Carsten im Brahm
© Roadstop

Es handelt sich um eine Erfolgsgeschichte, die möglich wurde, weil sich die Macher nicht von ihrem Konzept haben abbringen lassen, sondern den Road House Gedanken konsequent umsetzen.

Carsten im Brahm ist einer der vier Inhaber von Road Stop. Er ist seit 2003 dabei und damit `im Sattel´ seit die Expansion so richtig ins Rollen kam. Los ging es mit dem ersten Road Stop im Jahr 1996 in Essen als American Bar&Grill. American Spirit mitten im Ruhrgebiet, mit allem, was dazugehört. „Man taucht bei uns in eine eigene Welt ein“, sagt im Brahm. „Atmosphärisch warm, gemütlich und authentisch ist diese Welt. Ein kleines Stück USA“.

Trend klar mit geprägt

Das Interieur bleibt dem Stil des Roadstop treu

Das Interieur bleibt dem Stil des Roadstop treu. (Foto: Roadstop)

Der Schritt zum Road Stop war mutig, denn vor 20 Jahren waren Gastro-Konzepte als Freestander, also einzelne Gebäude an stark frequentierten Straßen, noch die Ausnahme. „Wir waren anfangs eher eine Bikerbude, mit einem Getränkeanteil von 70 Prozent und jeder Menge Motorräder vor der Tür“, erinnert er sich. Das hat sich gewandelt. Road Stop ist heute ein Treffpunkt für alle Generationen und die ganze Familie. Der Speisen- und Getränkeanteil hat sich auf 70 zu 30 Prozent umgekehrt. Es dominiert die original amerikanische Küche: Steaks, zubereitet vor den Augen der Gäste am offenen Grill, Ribs, Wings, Wraps und Salate, und natürlich Burger. Die sind mehr denn je gefragt. Natürlich gab es Burger im Road Stop von Anfang an, sie wurden aber inzwischen weiterentwickelt. „Der Trend spielt uns in die Karten“, sagt Carsten im Brahm, habe aber auch neue Mitbewerber auf den Markt gebracht. „Wir mussten nachziehen, aber wir verbiegen uns nicht“, ist seine Ansage. Man habe sicherlich den einen oder anderen Trend mitgestaltet. Bei neuen Entwicklungen habe man genau abgewogen, was passt zu Road Stop und was nicht.

Dem US-Thema sei man treu geblieben. „Das zieht immer noch, weil die USA nach wie vor das Traumland für viele sind“. Im Road Stop kann man in diese Welt eintauchen – ein USA-Kurztrip zwischen Rhein und Weser. „Wir bringen das Feeling zu den Leuten.“ Deshalb betont im Brahm auch, dass „ein klares Konzept das A und O“ sei. Ein roter Faden müsse vorhanden sein, man müsse aber seiner Linie treu bleiben. Das sind die vier Macher vom Road Stop immer, auch wenn sie das Konzept konsequent weiterentwickelt, neue Bereiche aufgenommen und neue Zielgruppen erschlossen haben. Denn Stehenbleiben ist in der dynamischen Branche keine Option.

Aktuell entwickeln die Macher im Road Stop das Thema Hot Dog. „Das ist noch kein Trend, aber es passt zu unserem Konzept“, sagt der Chef, der hier Pionierarbeit leisten will. „Wir sehen ein Feld, dass uns Spaß macht und experimentieren damit. Wir glauben, dass es dem Gast Freude macht und vor allem richtig lecker ist“

Ergänzung durch Motel

Gemütliche Ecken sind überall im Roadstop zu finden.

Gemütliche Ecken sind überall im Roadstop zu finden. (Foto: Roadstop)

Inzwischen gehört zu einem Road Stop nicht nur das Restaurant, sondern in drei Fällen auch ein Motel. Am aktuellen Flagship-Store in Mettmann sind es 27 Zimmer, die alle ihren eigenen Stil haben – jedes Zimmer anders, jedes polarisiert auch ein bisschen. Es gibt ein Jail-Zimmer mit vergitterten Fenstern; Jailhouse Rock dagegen gibt es im Elvis-Zimmer, je ein Zimmer greift die Stimmung von Key West oder der Wall Street auf. „Jedes Thema wird ganz authentisch rübergebracht“, sagt im Brahm, gibt allerdings auch zu, dass man auf die Wünsche der Gäste eingegangen sei und sich in einigen Bereichen an die üblichen Standards von Hotels angenähert habe.

Die Motel-Zimmer seien eine wichtige Synergie für die Restaurants, indem sie z.B. die Betriebe beim Frühstück und bei Veranstaltungen auslasten. „Es ist halt immer was los“, sagt der Chef über das „Grundrauschen“ im Restaurant durch die Hotelgäste.

Darüber hinaus spielen verschiedene Veranstaltungsformate eine Rolle. Im Road Stop gibt es Grill- und Kochkurse, Tagungen sowie Lesungen und Sportangebote. Doch gerade größere Events werden immer schwieriger (siehe Kasten).

Expansion nicht um der Expansion willen

Bis zur heutigen Größe hat sich das Road Stop sehr gut entwickelt. Das sei – da ist sich Carsten im Brahm sicher – nur durch professionelle Strukturen und ein klares Management möglich. Eine weitere Expansion ist erst einmal nicht angedacht. „Wir wollen an den bestehenden Standorten wachsen, wollen Leerzeiten besser füllen und zusätzliche Umsätze generieren“, sagt er über die Planungen. „Expansion machen wir nur aus eigenen Mitteln und nicht um der Expansion Willen“, sagt er. Zudem werde die Expansion auch durch die heutige Personalsituation erschwert. „Expansion ist nicht nur das Projekt, sondern es sind auch die Menschen, die das Projekt realisieren“ Die Personalakquise stelle eine der größten Herausforderungen im Geschäft dar, betont Carsten im Brahm. Allerdings sei die authentische Atmosphäre ein großer Vorteil des Road Stops, denn es mache auch dem Team Spaß, bei der Arbeit das USA-Feeling in sich aufzunehmen.

> roadstop.de

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