Softdrinks und Schorlen

Tipps zur optimalen Preiskalkulation von alkoholfreien Getränken

Mineralwasser, Apfelschorlen und Co. – alkoholfreie Getränke und Softdrinks machen oft einen beträchtlichen Teil des Umsatzes aus. Umso wichtiger ist es, dem Getränkeangebot eine solide Strategie zugrunde zu legen. Wir geben Ihnen Tipps für die richtige Preiskalkulation und stellen Produktneuheiten vor, mit denen Sie auf dieses veränderte Konsumverhalten optimal reagieren.

Nachdem sich Limonaden lange Zeit großer Beliebtheit bei den Deutschen erfreuten, geht der Trend inzwischen mehr zu gesünderen Alternativen mit natürlichen Zutaten und weniger Zucker
© CC0 Creative Commons | Pixabay

Getränke bewusst kalkulieren

Getränkepreise lassen sich in der Regel sehr viel leichter vergleichen als die Kosten von Speisen. Die Gefahr des direkten Vergleiches durch den Gast mit der Bar gegenüber lässt sich nicht vermeiden. Andererseits werden Apfelschorlen und Co. oftmals bereits bestellt, bevor der erste Blick auf die Karte geworfen wurde. Hier macht der Gast seine Bestellung oftmals weniger vom Preis abhängig als bei den angebotenen Speisen. Entsprechend können schon geringste Preiserhöhungen bei Softdrinks eine erhebliche Auswirkung auf den Jahresumsatz bedeuten: Es kann sich also rentieren, bei der Preisgestaltung der Getränke einen höheren Aufschlag zu wagen und lieber 20 Cent mehr als weniger für die Apfelschorle zu verlangen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Verkaufspreis vom Gast kritisch hinterfragt wird, ist hier relativ gering, während schon ein vermeintlich kleiner Aufschlag im Jahr zu Gewinnsummen im vierstelligen Bereich führen kann.

Vorsicht walten lassen sollten Gastronomen bei der Preisgestaltung jedoch bezüglich psychologischer Preisschwellen. Psychologische Komponenten der Preisgestaltung sollten miteinbezogen werden, und der Preis für ein 0,2 Liter Getränk beispielsweise möglichst lange unter der 3 Euro Grenze gehalten werden, um dann einen relativ großen Sprung bei einer Preiserhöhung vollziehen zu können.

Flaschen versus offener Ausschank

Handliche Flaschengrößen sind beliebt, sollten aber nicht unbedacht in das Getränkeangebot aufgenommen werden. Der Gastronom sollte beispielsweise hinterfragen, ob die 0,2 Liter Flasche dem Gast ausreicht, oder ob er mehr konsumieren würde, die gleiche Größe aber nicht nochmal bestellen möchte. Oft lohnt es sich, Zwischengrößen am Gästetisch auszuprobieren. So könnten sich ganz leicht mit der Einführung von 0,5 Liter Einheiten größere Umsätze erzielen lassen.

Auch logistische Aspekte sind bei der Warenkalkulation der Getränke ein wichtiger Faktor. Die Beschaffung, der Transport und die Lagerung von Getränkeflaschen beispielsweise bedeuten Aufwand, der zu definieren ist und sich an manchen Stellen gegebenenfalls durch den Offenausschank reduzieren lässt. Verändert der Gastronom das Ausschankmaß für seine offenen Getränke, fällt einerseits die Vergleichbarkeit mit der umliegenden Konkurrenz schwer, andererseits kann die Gewinnspanne erhöht werden: Vergrößern sich die Einheiten bei einer leichten Senkung des Literpreises, so könnten sich höhere Erträge einstellen und zugleich noch das Preis-Leistungs-Verhältnis zum Vorteil des Gastes reguliert werden.

Individualität aus der Flasche

Mit Hilfe von Softgetränken können Gastronomen eigene Trends setzen und sich durch individuelle Angebote von der umliegenden Konkurrenz absetzen. Umsatzchancen und die Gelegenheit auf neue Stammgäste bieten sich mit Szenegetränken aus der Flasche. Hier gibt es ein stets wachsendes Angebot und zahlreiche neue Produkte, die mit Individualität, neuen Geschmacksrichtungen und nachhaltiger Produktion punkten. Finden Sie heraus, wie experimentierfreudig Ihre Gäste sind und servieren Sie neben Fanta & Co. auch mal eine Gurken- oder Lavendellimonade.

Die ManuTeeFaktur bietet je 3 verschiedene Sorten raw KombuCha und Crafted Tees.

Die ManuTeeFaktur bietet je 3 verschiedene Sorten raw KombuCha und Crafted Tees. (Foto: ManuTeeFaktur Elixir GmbH)

Auf Nachhaltigkeit und gesunden Lifestyle setzt auch die ManuTeeFaktur mit ihren Raw KombuChas und Bio Craftes Tees. Die verschiedenen Getränke wie z.B. KombuCha Nanaminze oder Crafted Tea GenmaiCha-Japan haben eines gemeinsam: Sie sind vegan, bio und bieten den Menschen in ihrem urbanen und aktiven Leben eine gesunde Getränkealternative.
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Cucumis – Das Trendgetränk gibt es in den Sorten Lavendel, Gurke und Kamille.

Cucumis – Das Trendgetränk gibt es in den Sorten Lavendel, Gurke und Kamille. (Foto: Cucumis GmbH)

Cucumis will mit Gurken-, Lavendel-, und Kamillenlimonade neue Klassiker etablieren. Ob pur oder als Filler für Gin oder Sekt bieten die zuckerfreien Limonaden eine spannende Alternative zu den herkömmlichen Softdrinks. Die Zusatznoten wie Basilikum, Bergamott und Honig geben dem Produkt die unverkennbare Einzigartigkeit.
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25 % des Tagesbedarfs des Vitamins B12 werden mit nur einer Flasche Helga abgedeckt.

25 % des Tagesbedarfs des Vitamins B12 werden mit nur einer Flasche Helga abgedeckt. (Foto: evasis edibles GmbH)

Helga ist das erste Erfrischungsgetränk mit dem Superfood Chlorella Alge. Eine Flasche deckt ein Viertel des Tagesbedarfs an Vitamin B12 mit nur 13kcal/100ml. Aber Helga ist nicht nur kalorienarm, sondern auch gluten- und lactosefrei, vegan und auch frei von Allergenen. Durch das Getränk wird der gesamte Energiestoffwechsel angeregt und so ist Helga auch ein idealer Begleiter bei Entgiftungskuren.
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JAMU ist das erste ganzheitliche Wellnessgetränk auf dem Markt.

JAMU ist das erste ganzheitliche Wellnessgetränk auf dem Markt. (Foto: JAMU GmbH)

Ohne künstliche Zusatzstoffe und rein biologisch ist Jamu ein ganzheitliches und auf tausende Jahren alten Heilrezepturen basierendes Wellness-Getränk. Jamu No1, No2 und No3 lösen durch ihre verschiedene Rezepturen unterschiedliche Probleme des menschlichen Körpers.
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Limai ist ein beerig herbes Erfrischungsgetränk auf Schwarzteebasis mit Açai, Ingwer und Guarana.

Limai ist ein beerig herbes Erfrischungsgetränk auf Schwarzteebasis mit Açai, Ingwer und Guarana. (Foto: Fischer & Fenske GbR)

Auf Schwarzteebasis wurde Limai entwickelt, ein Erfrischungsgetränk mit Acai Beere und Ingwer. Weniger süß, mehr Geschmack. Für alle die, denen herkömmliche Limonaden zu süß sind.
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Tipps zum Wareneinsatz von Getränken

  • Überprüfen Sie das wirtschaftlichste Ausschankmaß für einzelne Getränke und Optimieren Sie gegebenenfalls die Einheiten Ihrer Getränkeklassiker
  • Schaffen Sie ein Alleinstellungsmerkmal durch individuelle Softgetränke.
  • Vergleichen Sie Aufwand und Kosten: Teilweise kann ein Offenausschank Kosten reduzieren.
  • Beachten Sie psychologische Preisschwellen bei der Preisliste der Getränke.
  • Softgetränke und Schorlen in Eigenkreation können zum Umsatzplus verhelfen.

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6 Comments on “Tipps zur optimalen Preiskalkulation von alkoholfreien Getränken”

  1. Gerade in den neuen kreativen Produkten steckt viel Potential – aber nur wenn es diese Produkte nicht auch schon im Handel gibt! Wie sich das auf die Gastronomie auswirkt sehen wir am Besten bei Eis – im Supermarkt z. Bsp. Schöller im Angebot billiger als es die Gastronomie jemals bekommt. Der Gast meint aber, wir kaufen es ja noch billiger und hinterfragt gleich unsere Verkaufspreise.

    1. und manche Gäste sind der Auffassung, dass der Gastronom horrende Rabatte beim Getränke-Einkauf bekommt.

  2. Dem Gast muss aber auch klar sein, dass nicht Geiz sondern Qualität und Service geil sind. Für die die das nicht verstehen gibt es immer noch Aldi.

  3. Herr Gerlach???
    Das war Frau Schumacher – Autorin von „Der clevere Gastronom“. Ich kämpfe schon seit Jahren genau mit diesen Herausforderungen – u. a. jetzt mit Deckungsbeitrag statt Multifaktor. Das ist gerade auch im Getränkebereich ganz wichtig. Wieviel Euro und Cent bleibt mir pro verkaufte Einheit? Übrigens ist die erste beachtete Schwelle beim Gast schon 2 Euro, dann 3, dann 5 ….da steckt der Teufel im Detail – und in der konsequenten Kassenauswertung.

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