Geld & Finanzen

Eigene Unternehmenskasse: Große Vorteile in der Altersversorgung

Betriebliche Altersvorsorge ist als Mittel der Vorsorge, aber auch zur Fachkräftebindung ein wichtiges Instrument. Doch nicht immer sind die Ergebnisse zufriedenstellend. Hoteliers und Gastronomen können deshalb die pauschal dotierte Unternehmenskasse als ältesten Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge für sich nutzen. Die Ergebnisse für die Begünstigten verbessern sich, und das Unternehmen schafft sich selbst eine neue Finanzierungsbasis.

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Spätestens mit dem neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz sind Unternehmer stärker als je zuvor in der Pflicht, ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu ermöglichen. Doch schon zuvor war dieses Instrument der vom Arbeitgeber geförderten Ruhestandsabsicherung in Hotellerie und Gastronomie weit verbreitet, wenn auch mit dem Wegfall der „hogarente“ Unternehmern und Arbeitnehmern ein wichtiges Produkt abhandengekommen ist.

Apropos Produkte: Für Frank Strehlau ist es wichtig, dass Unternehmer im Gastgewerbe sich auch mit den alternativen Durchführungswegen der bAV befassen und Optionen zu den typischen Direktversicherungen in Form von Lebens- beziehungsweise Rentenversicherungen kennenlernen. „Die pauschal dotierte Unternehmenskasse rückt immer mehr in den Fokus strategisch denkender Unternehmer. Sie ist der älteste Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland und seit ca. 1834 bekannt. Ein Weltkonzern wie die Siemens AG setzt die pauschal dotierte Unternehmenskasse seit rund 130 Jahren ein“, sagt der Vorstand der Berliner bacon pension trust AG, einer Unternehmensberatung für betriebliche Altersvorsorge mit Fokus auf die pauschal dotierte Unternehmenskasse. Frank Strehlau betont: „Als Berater für die Implementierung der Unternehmenskasse haben wir auch Konzepte für kleinere Unternehmen entwickelt. Hotel- und Gastronomiebetriebe mit 15 oder mehr Arbeitnehmern und selbstständigen Dienstleistern können das Instrument sinnvoll einsetzen, wie sich in der Praxis bereits bewährt hat.“

Bei der betrieblichen Altersvorsorge mittels Unternehmenskasse übernimmt das Unternehmen selbst die Verpflichtung, aus eigenen Mitteln dem Arbeitnehmer oder dessen Hinterbliebenen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses unter bestimmten Voraussetzungen einmalige oder laufende Versorgungsleistungen zu zahlen. Dafür wird die pauschal dotierte Unternehmenskasse als eigenständiges Rechts- und Steuersubjekt strukturiert, also als GmbH, Verein oder Stiftung.

Das Unternehmen entscheidet im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, ob und wann Zahlungen an die Unternehmenskasse geleistet werden. Diese Dotierungen sind als Betriebsausgaben steuerlich begünstigt und können rückwirkend bilanziert werden. Die Unternehmenskasse ist von Beginn an 100 Prozent steuerfrei und kann nach personal- sowie vor allem nach bilanz- und finanzpolitischen Vorgaben gesteuert werden. Dies ist durch § 4d Einkommensteuergesetz abgesichert.

„Die Unternehmenskasse benutzt die Dotierungen für eine professionelle externe Vermögensverwaltung, oder aber die Gelder fließen ins Unternehmen als Eigenfinanzierung zurück. Damit werden Erträge für die betriebliche Altersversorgung erwirtschaftet. Dadurch ist die Ruhestandsfinanzierung jederzeit abgesichert. Und Unternehmen erhalten durch die eigene UK eine umfassende Finanzierungsbasis, verbunden mit zusätzlicher Liquidität, und können sich so von den bislang üblichen Finanzierungsmethoden unabhängiger machen. Dementsprechend fallen auch zusätzliche Finanzierungen über die Bank oder am Kapitalmarkt leichter, weil die Substanz erheblich gestärkt wird. Denn bei der Eigenfinanzierung fließt keine Liquidität aus dem Unternehmen ab, die Dotierung bleibt ein steuerlich begünstigter Buchungsposten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung“, betont Frank Strehlau.

Die bacon pension trust hat für die bestmögliche Umsetzung das rechtlich geschützte System des „corporate cash fund®“ als betriebswirtschaftlich erfolgreichste Art der betrieblichen Altersvorsorge entwickelt. Dabei unterliegt der „corporate cash fund“ keinerlei staatlicher Aufsicht, ist aber dennoch durch den Pensionssicherungsverein gegen Insolvenz geschützt.

Aktuell setzen Frank Strehlau und bacon pension trust-Berater Kurt J. Wittmayer das Konzept bei einem Gastronomen aus Franken um, der nicht genannt werden möchte. „Er hat die Mehrwerte für die Mitarbeiter und das Unternehmen erkannt und will eine pauschal dotierte Unternehmenskasse implementieren“, sagt Frank Strehlau. „Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand. Neben den betriebswirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten können Hoteliers und Gastronomen ihren Ruf als guter Arbeitgeber ausbauen, einfacher Mitarbeiter gewinnen und Führungskräfte länger binden. Denn die Ergebnisse der pauschal dotierten Unternehmenskasse übersteigen die der typischen bAV-Durchführungswege erheblich. Damit erfahren Arbeitnehmer und selbstständige Auftragnehmer eine höhere Wertschätzung.“

Beispielrechnung für ein Unternehmen mit 25 Begünstigten

  • Investitionsaufwand über 40 Jahre 500.000 bis 700.000 Euro
  • Formale betriebliche Versorgungszusagen bis zu 2,7 Millionen Euro
  • davon an die Geschäftsleitung bis zu 400.000 Euro
  • Tatsächliche Auszahlungen bis zu 900.000 Euro
  • Zusätzliche Liquidität (Cash flow) für das Unternehmen bis zu 5,1 Millionen Euro

Bei den „tatsächlichen Auszahlungen“ handelt es sich um sogenannte Fluktuationsgewinne. Diese entstehen durch das Ausscheiden eines Mitarbeiters aus dem Unternehmen vor dem Eintritt in den gesetzlichen Ruhestand, also vor dem 65. beziehungsweise 67. Geburtstag. Verbleibt der Mitarbeiter beispielsweise bei einer Laufzeit der Zusage über 30 Jahre acht Jahre im Unternehmen, steht ihm ein Bezugsrecht von 8/30 der verzinsten Beitragszusage zu, 22/30 verbleiben als Gewinn fürs Unternehmen.

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