Personalführung

„Arbeit auf Abruf“ in Gefahr

Das Bundesarbeitsministerium hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der verschiedene Verschärfungen im Teilzeitrecht vorsieht. Die Gastronomie ist dabei besonders von der geplanten Regelung für „Arbeit auf Abruf“ betroffen.

Besonders Kellner werden gerne "auf Abruf" angestellt,.
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Geplant ist, dass 20 Stunden wöchentlich als vereinbart gelten und bezahlt werden müssen, wenn eine ausdrückliche Stundenabrede im Arbeitsvertrag fehlt – egal, ob diese Stunden geleistet werden oder nicht. „Die Absurdität der vorgesehenen 20-Stunden-Regelung zeigt sich schon allein darin, dass bei „auf Abruf“ arbeitenden Minijobbern, selbst bei Bezahlung mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro bei 20 Stunden pro Woche die 450-Euro-Monatsgrenze in jedem Fall überschritten würde“, hat der DEHOGA Bundesverband ausgerechnet. Deshalb werde die geplante 20-Stunden-Regelung dem Charakter der Abrufarbeit als „Aushilfsarbeit“ nicht gerecht. Besonders betroffen sind Betriebe, bei denen der Arbeitsanfall nicht planbar ist, also beispielsweise in Freizeiteinrichtungen oder Biergärten.

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„Der große und steigende Arbeitskräftebedarf im Gastgewerbe, insbesondere auch im Teilzeitbereich, besteht vor allem zu den Zeiten, zu denen der Gast die Leistung nachfragt – und das ist häufig in der Saison bzw. der Urlaubszeit, am Abend und am Wochenende, beim schönem Wetter, zu besonderen Events wie Familienfeiern, Messen oder Volksfesten. Solche Bedarfe kann man nur abdecken und mit den persönlichen Wünschen der einzelnen Mitarbeiter sowie Fairness und Ausgleich im Team in Einklang bringen, wenn die einzelnen Unternehmen und Mitarbeiter die Möglichkeit haben, individuelle arbeitsvertragliche Absprachen zur Arbeitszeit zu treffen. Neue komplizierte Rechtsansprüche lösen diese Herausforderung nicht, im Gegenteil!“, heißt es in einer Stellungnahme des DEHOGA Bundesverbandes.

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10 Comments on “„Arbeit auf Abruf“ in Gefahr”

  1. man merkt das in unserer regierung nur vollidioten sitzen, die den lieben langen tag nichts besseres zu tun wissen als die wirtschaft zu geißeln und drangsalieren, bis es der wirtschaft zu schlecht geht das man deren unnötige arbeitsplätze nicht mehr mit durchfüttern kann, armes deutschland, die politik und das beamtentum ein käfig voller narren. eine einzige schande für das so einst erfolgreiche deutschland

    1. Ein wenig derb ausgedrückt, aber das KuK-Gehabe ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäss, zieht sich aber nach wie vor durch alle politischen Strukturen dieses Landes. Die einzige Hoffnung ist der Generationenwechsel, dem aufgrund der vorgefundenen Situation nur noch pragmatisches, rasches Handel bleibt. Müssen wir darauf noch zehn Jahre warten?

  2. Wenn unsere Bürokraten so weiter machen mit realitätsfremden Vorschriften, werden sie in 10 Jahren ihr Essen wieder ausnahmslos selbst zubereiten müssen, weil alle Gastronomiebetriebe zugemacht haben.
    Außer ein paar wenigen großen Ketten kann sich niemand mehr diesen überbordenden bürokratischen Aufwand leisten und keiner will ständig die angedrohten extrem hohen Strafen riskieren.
    Das war’s dann auch mit dem Tourismus als Wirtschaftsfaktor, aber so weit scheint man in Berlin und Brüssel nicht zu denken.

  3. Um „compliant“ zu arbeiten nehmen wir seit 2017 keine Hochzeiten, Familienfeste etc. mehr an. Wir können leider nicht sicherstellen, dass am Abend tätige Mitarbeiter bis zum nächsten Arbeitsbeginn 11 Stunden Ruhepause haben.

    Sollte der Gesetzgeber die Flexibilität unserer Mitarbeiter weiter einschränken (die Mitarbeiter beklagen sich darüber nicht – sie sehen selbst, dass das notwendig ist), werden wir im Betrieb auch darauf mit entsprechenden Leistungseinschränkungen reagieren.

  4. Um es mit den Worten von „Burle“ von den Nullingers zu beantworten: „Von Idioten umzingelt“.

  5. Wir können den Ausführungen unserer Kollegen voll und ganz zustimmen.
    Wir sollten Deutschland weit in einem kollektiven Streik treten…vielleicht wachen die Schwachköpfe,die diesen Schwachsinn ersinnen und dafür noch von uns bezahlt werden, endlich mal auf.
    Es gibt viel Wichtigeres in Deutschland zu richten als uns die Luft und Lust abzudrehen.
    Armes Deutschland.

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