Mindestlohn

Der Mindestlohn steigt in zwei Stufen

Die Mindestlohnkommission hat ihren Beschluss über die Zukunft des Mindestlohns verkündet: Demnach soll der Mindestlohn zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro und in einem zweiten Schritt zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro steigen. Die Vorschläge der Mindestlohnkommission müssen jetzt noch von der Regierung verabschiedet werden

Der Mindestlohn soll in zwei Stufen erhöht werden.
© Bru-nO | Pixabay.de

Der DEHOGA als Branchenverband für Hotellerie und Gastronomie ist mit der Erhöhung des Mindestlohns im kommenden Jahr im Prinzip einverstanden, weil er die Entwicklung des amtlichen Tarifindex nachvollzieht. Allerdings gilt dies nicht mehr für die weitere Erhöhung ab 2020. Diese sei höher als der Anstieg der Tariflöhne. „Dies erhöht den Kostendruck in unserer Branche und verstärkt den Druck auf das tarifliche Lohngefüge“, heißt es vom DEHOGA Bundesverband.

Überhaupt, so der DEHOGA, sei der Mindestlohn weiterhin ein „schwerer Eingriff in die Tarifautonomie“. Außerdem, steige der Kostendruck bei den Personalkosten für die Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie weiter an. Schon jetzt sei klar, dass die Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung für die Arbeitgeber 2019 signifikant steigen werden, was durch den leichten Rückgang beim Arbeitslosengeldbeitrag bei weitem nicht kompensiert werde. Dies alles bringt den DEHOGA zur Befürchtung, dass „notwendige Spielräume für eine bessere Entlohnung der Fachkräfte verringert“ werden.

Bekommen Sie Mitarbeiter zum Mindestlohn oder müssen Sie sowieso deutlich mehr zahlen?

Ergebnis ansehen

Loading ... Loading ...

Das könnte Sie auch interessieren:

Mindestlohn für Reinigungsfirmen bei 10,30 Euro Seit 1. März 2018 gilt ein neuer tariflicher Mindestlohn für die Gebäudereinigung. In der entsprechenden und bis 2020 gültigen Rechtsverordnung ist der Mindestlohntarifvertrag zwischen dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt nunmehr zum...
DEHOGA fordert schnelle Klarheit bei der Zertifizi... Das Bundesministerium der Finanzen hat erste Entwürfe zu den beiden für die Branche relevanten Themen Einzelaufzeichnungspflicht und Kassennachschau vorgelegt. In einer aktuellen Stellungnahme hat der DEHOGA Änderungs- und Klärungsbedarf dargelegt, da die Entwürfe eine Reihe von Fragen aufwerfen....
EU-Reiserecht
denzel | Pixabay

Versicherungslösung EasyCert zur Umsetzung des neuen Reiserechts für Hotels

Mit Inkrafttreten der novellierten EU-Pauschalreiserichtlinie am 1. Juli 2018 werden mehr Hotelarrangements…
marianka1308 | Pixabay

Wenn der Versicherungsschutz einfriert

Der Winter birgt viele Gefahren für den Hotelier. Umsichtiges Handeln verhindert Schäden,…
Mit dem Finanzierungsmodell Pay per Wash wird der einzelne Waschgang abgerechnet.
Winterhalter

Finanzierungsmodell für Geräte

Die Waschmaschinen von Winterhalter müssen weder gekauft noch geleast werden – bezahlt…
edar | Pixabay

Zu tief gestapelt?

Summen in Versicherungsverträgen klingen immer hoch. Die wenigsten Versicherungsnehmer wissen jedoch, dass…
Mit der richtigen Kalkulation zum Erfolg
Cobanams | Pixabay

Der Weg zum Gewinn durch richtige Kalkulation des Angebots

Viele Gastronomen und Hoteliers kalkulieren ihre Preise falsch. Die Folge: Statt der…
Kartenzahlungen nehmen beständig zu
Neustockimages iStockphoto.com

Immer mehr Kartenzahlungen

Alle drei Jahre untersucht die Bundesbank das Zahlungsverhalten der Deutschen. Ein Trend…
kaboompix | Pixabay

An- und Umbauten bedrohen Versicherungsschutz

Verschleiß und veränderte Kundenwünsche zwingen Hotels und Gastronomen zu regelmäßigen Erneuerungen der…
Arbeitszeitflexibilisierung wird in Österreich umgesetzt.
malerapaso | iStockphoto.com

Arbeitszeitflexibilisierung: Österreich geht mit gutem Beispiel voran

Österreich macht vor, was der DEHOGA für das Gastgewerbe in Deutschland seit…
Mit Bierbonds zum Erfolg.
Henninger am Turm

„Bier-Bonds“ und „Schnitzelanleihen“

Nicht nur um die Finanzierung ging es beim Crowdfunding-Projekt rund um die…
Längere Frist für kurzfristig Beschäftigte
geralt | Pixabay

Längere Frist für kurzfristig Beschäftigte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.