Aufklärung statt Panik

Ausbreitung des Coronavirus: Was die Branche jetzt wissen muss

Update 30. März 2020: Die Verbreitung von Covid-19 (SARS-CoV-2)s in Deutschland ist nicht mehr aufzuhalten und die Zahlen steigen täglich wie vorausgesagt rasant in die Höhe. Doch was bedeutet die Ausbreitung für die Branche? Welche Hilfsprogramme gibt es? Was ist mit Kurzarbeitergeld und Aussetzung der Insolvenzantragspflicht? Alle Fragen und Antworten, immer tagesaktuell.

Kado, iStockphoto
Kado, iStockphoto (© Kado, iStockphoto)

Corona Update 30. März 2020 (11:00 Uhr)

#supportyourlocalrestaurants – speisekarte.de unterstützt Restaurants mit eigenem Bestell-Service

speisekarte.de, der Spezialist für digitale Speisekarten mit über 11jähriger Erfahrung, erweitert sein Produktportfolio um eine Bestellfunktion für den Außer-Haus-Verkauf. Die Bestellung erfolgt online auf speisekarte.de oder auch auf der restauranteigenen Webseite, die Bezahlung direkt im Restaurant bei der Abholung.

Die Umstellung auf eine digitale Speisekarte mit Bestellfunktion ist vor allem für Gastronomen sehr hilfreich, die nur wenig Personal beschäftigen können. Gerade jetzt kann eine digitale Lösung dafür sorgen, dass einzelne Arbeitsschritte entfallen und den wichtigen Aufgaben mehr Zeit eingeräumt werden kann. Während die telefonische Lösung immer die zeitliche Verzögerung der Aufnahme der gewünschten Gerichte und der Kontaktdaten – in Einzelfällen mit mehrmaliger Wiederholung aufgrund von Verständigungsproblemen – mit sich bringt, entfällt dieser Schritt bei der Online-Bestellung vollständig. Bei identischem Zeiteinsatz kommen somit deutlich mehr Bestellungen in der Küche an und steigern die Liquidität im Betrieb.

Alle Infos zur digitalen Speisekarte mit Bestellfunktion finden interessierte Restaurantbetreiber auf speisekarte.de/gastro

TIPP: Lieferservice in Ihrem Kassensystem aktivieren

Viele Kassen verfügen bereits über eine Funktion, mit der Online-Bestellungen angenommen werden können. Sie müssen sie nur aktivieren. Wenn Ihre Kasse nicht über diese Funktion verfügt, dann empfehlen wir einen Blick auf das neue, kostenlose Kassensystem mit Online-Bestellfunktion von Vectron.

New call-to-action

LOGIS HOTELS beschließen beispielloses Hilfspaket für Mitglieder

Um den Hoteliers und Gastronomen eine direkte finanzielle Hilfe zu bieten, hatten die LOGIS HOTELS am 12. März bekanntgegeben, den Mitgliedern die Provisionen bei allen Direktbuchungen im März und April zu erlassen. Da es in diesen schwierigen Zeiten noch wichtiger ist, ein Netz inhabergeführter Betriebe zu fördern, zu ermutigen und zu unterstützen, gehen die LOGIS HOTELS nun mit gutem Beispiel voran und kündigen eine Reihe noch weitreichender Maßnahmen an, die die Beschlüsse vom 12. März aufheben und ersetzen:

  • Komplette Streichung der LOGIS HOTELS Provisionen für Aufenthalte im Februar und März 2020. Dies betrifft sowohl die Provisionen für Direktbuchungen (über die mobile App logishotels.com und die telefonische Reservierungszentrale) als auch die Vertriebskosten für Buchungen über Online-Reisebüros (Booking, Expedia, HRS usw.).
  • 2-monatiger Aufschub der Abbuchungen im Rahmen des Treueprogramms ETIK bis Ende Juni 2020. Alle ETIK-Kunden haben bereits den Cashback-Betrag auf ihr ausgegebenes Geld im Hotel sowie im Restaurant erhalten; dieser Cashback wird mit der Wiederaufnahme des Betriebs in Schecks für zukünftige Aufenthalte umgewandelt.
  • Vorgezogene Auszahlung der Lieferanten-Jahresendrabatte mit systematischen Bonus von +20%.
    Alle Mitglieder der LOGIS HOTELS profitieren von einer Einkaufszentrale mit ausgehandelten Tarifen mit bis zu 50% Rabatt bei mehr als 85 referenzierten Lieferanten. Zusätzlich zu den Vorzugspreisen profitieren die Hoteliers von Jahresendrabatten, die auf dem im Verlauf des Jahres realisierten Einkaufsvolumen beruhen und ab der ersten Aprilwoche mit einem zusätzlichen Bonus ausgezahlt werden und die somit einen Liquiditätsvorschuss von drei Monaten darstellen.
  • Aufschub der monatlichen Beitragsabbuchungen für 2021 bis Juni 2020.
    Obwohl der Mitgliedsbeitrag der LOGIS HOTELS bereits der günstigste am Markt ist, setzen LOGIS HOTELS die Beitragsabbuchungen für Mitglieder, die sich für die Zahlung des Beitrags für 2021 ab Januar 2020 entschieden haben, umgehend aus. Die Mitglieder erhalten einen neuen Zahlungsplan mit den neuen monatlichen Zahlungen für den Zeitraum Juni bis Oktober 2020.

Mank startet erfolgreich die Produktion von Einwegmasken

Mit einem Ausbau und der Steigerung seiner Produktionskapazitäten im Converting-Bereich reagiert das mittelständische Familienunternehmen Mank aus Dernbach im Westerwald auf die besonderen Anforderungen in Zeiten von COVID-19. „Die Ausbreitung der Corona-Pandemie hat zu einer verstärkten Nachfrage von Institutionen, Gemeinden und dem Fachhandel nach EinwegHygieneprodukten geführt. Um diesen Bedarf zuverlässig decken zu können, haben wir in den letzten Wochen unseren Maschinenpark umgerüstet und sind jetzt in der Lage, die dringend benötigten Einweg-Schutzmasken in verschiedenen Ausführungen zu produzieren“ berichtet Mank Geschäftsführer Lothar Hümmerich. Anders als bei den derzeit häufig angebotenen genähten Stoffmasken bestehen die Mank Masken aus Vlies in verschiedenen Lagenzahlen für unterschiedliche Schutzanforderungen. Die künftige Produktpalette reicht dabei von der einfachen Mund-Nasen-Schutzmaske (Spuck- und Tröpfchenschutz) in verschiedenen Versionen über eine Variante, die der herkömmlichen OP-Maske gleicht, bis hin zur FFP2 Schutzmaske.

Kuemmerling eröffnet virtuelle Kneipe

In Zeiten, in denen soziale Kontakte vermieden werden und Kneipen geschlossen bleiben müssen, sorgt Kuemmerling jetzt für virtuelles Zusammenkommen. Am Dienstag, den 31. März 2020 eröffnet der Kult-Halbbitter die erste virtuelle Kuemmerling-Kneipe, in der User gemeinsam online anstoßen und neue Kontakte knüpfen können. Mit der Aktion sorgt die Marke für besondere Aufmerksamkeit und schafft Zusammenhalt während der Corona-Krise.

„Kuemmerling steht für gesellige Runden, Spieleabende mit Freunden und gemeinsames Anstoßen. Genau das, worauf wir in der aktuellen Lage verzichten müssen“, so Jan Rock, Pressesprecher von Henkell Freixenet und ergänzt: „Daher möchten wir Menschen virtuell zusammenbringen. Denn Zusammenhalt ist aktuell wichtiger denn je.“

Deshalb hat sich Kuemmerling etwas ganz Besonderes ausgedacht und eine Online-Kneipe für Kräuter- und Kneipen-Fans geschaffen. Unter https://zoom.us/j/907165932 haben Fans der Kultmarke die Möglichkeit, sich am 31. März um 19 Uhr mit ihren Freunden virtuell zu treffen und gleichzeitig neue Menschen kennenzulernen.

Aktuelle Fallzahlen aus Deutschland

Derzeit (30. März 2020, 11.00 Uhr) gibt es in Deutschland nach Zahlen der John-Hopkins-University 62.435 Infizierte und 541 Todesfälle. Das Institut aktualisiert alle Fallzahlen permanent, hier gelangen Sie direkt zur entsprechenden Seite. Das Robert-Koch-Institut liegt mit seinen Angaben stets unter denen der John-Hopkins-University, da selbige erst mit Verzögerung verarbeitet werden können.

Corona Update 28. März 2020 (18:30 Uhr)

Aktuelle Fallzahlen aus Deutschland

Derzeit (28. März 2020, 18.30 Uhr) gibt es in Deutschland nach Zahlen der John-Hopkins-University 56.202 Infizierte und 403 Todesfälle. Das Institut aktualisiert alle Fallzahlen permanent, hier gelangen Sie direkt zur entsprechenden Seite. Das Robert-Koch-Institut liegt mit seinen Angaben stets unter denen der John-Hopkins-University, da selbige erst mit Verzögerung verarbeitet werden können.

Corona Update 27. März 2020 (17:30 Uhr)

NRW Soforthilfe JETZT beantragen

Jetzt ist das Antragsformular für die Soforthilfe in NRW online und kann hier abgerufen werden. Die Beantragung erfolgt vollständig digital und wird nach dem Eingang an die zuständige Bezirksregierung übermittelt und soll schnell bearbeitet werden. Beantragen können die Soforthilfe gewerbliche und gemeinnützige Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, Solo-Selbstständige und Freiberufler.

Die Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden und beträgt für 3 Monate:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

12 Fragen und Antworten zur Betriebsunterbrechungs- bzw. Betriebsschließungsversicherung

Zahlt die Betriebsunterbrechungsversicherung? Oder ist die Betriebsschließungsversicherung die richtige Versicherung, wenn wegen der Corona-Krise die Ladenschließung angeordnet wurde oder Mitarbeiter in Quarantäne und Kurzarbeit sind? Und was tun, wenn die Versicherung sagt, dass der Lockdown durch Corona nicht mit abgedeckt ist? Rechtsanwalt Arne Podewils, Fachanwalt für Versicherungsrecht, hat die wichtigsten Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengefasst.

Bayern geht mit den Lokal-Helden an den Start

BAYERN 3, der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern sowie die Genussakademie Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bündeln diese Angebote übersichtlich in der Online-Plattform Lokal-Helden (www.Lokal-Helden.bayern). Auf der Lokal-Helden-Website werden Angebote gastronomischer Betriebe in einer virtuellen Landkarte sichtbar. Neben Kontaktdaten und Beschreibung der Wirtshäuser sind die Angebote nach „Lieferservice“ und „Speisen zum Abholen“ kategorisiert. Selbstverständlich ist dieser Service für alle Seiten kostenfrei.

Staatsministerin Michaela Kaniber: „Die beste Möglichkeit, uns und unsere Mitmenschen zu schützen, ist Abstand zu halten. Das heißt aber nicht, dass wir daheim auf Angebote unserer regionalen Küche verzichten müssen. Die Lokal-Helden-Initiative hilft allen: Die Land- und Ernährungswirtschaft kann ihre Produkte weiterhin absetzen, die Gastronomie läuft unter neuen Vorzeichen weiter und die Verbraucher werden bestens versorgt.“

DEHOGA Bayern-Präsidentin und Cluster Ernährung-Sprecherin Angela Inselkammer freut sich über diese Kooperation: „Lokal-Helden ist ein sehr wertvoller Beitrag in unserem Kampf um den Erhalt möglichst jeden Betriebes. Das Wirtshaus ist eine Institution mit langer Tradition in Bayern. Es ist Teil unserer gelebten bayerischen Kultur. Es ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und auch der Unterhaltung, es übernimmt viele wichtige soziale Funktionen. Zugleich ist es ein ganz wichtiger regionaler Wirtschaftsmotor. Ohne Wirtschaft stirbt der Ort – ohne Gastronomie gibt es auch keinen Tourismus, immerhin nach der Industrie Bayerns zweitwichtigste Leitökonomie.“

Quelle: DEHOGA Bayern

Was Sie wissen sollten, wenn Sie einen Lieferdienst einrichten wollen

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen – eine davon kann das Angebot eines Lieferdienstes sein, um den Gastronomiebetrieb nicht komplett schließen zu müssen. So können Mitarbeiter beschäftigt und Vorräte verarbeitet werden – und die Gäste freuen sich, nicht auf ihre Lieblingsspeisen verzichten zu müssen. Vielleicht ergibt sich so ein Geschäftszweig, der auch in der Zeit nach SARS-CoV-2 eine Umsatzsteigerung verspricht. Aber wie das Projekt Lieferdienst angehen, was muss beachtet werden?

Aktuelles von der Bundesregierung

Wer nicht auf Fake-News hereinfallen will, sollte bei der Lektüre im Netz auf qualifizierte Quellen zurückgreifen. Neben dem Robert-Koch-Institut aktualisiert auch die Bundesregierung ständig ihre Webseite und informiert über Entscheidungen und Regeln.

Corona Update 26. März 2020 (20:30 Uhr)

Achtung, Frist 26.März: Jetzt Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen beantragen

Für Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in akuten Liquiditätsschwierigkeit sind, hat der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen gestern nach Abstimmung mit der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Bundesagentur für Arbeit Maßnahmen zur Unterstützung der vom Corona-Virus betroffenen Arbeitgeber kommuniziert.

Damit wird insbesondere die zinslose Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen massiv erleichtert. Die Einzugsstellen sollen von der Erhebung von Säumniszuschlägen, Mahngebühren und Vollstreckungsmaßnahmen absehen. Hier verlinkt finden Sie ein DEHOGA-Muster für den Stundungsantrag. Gerichtet werden muss es an die im Betrieb vertretenen Einzugsstellen (Krankenkassen). Die Sozialversicherungsbeiträge für den Monat März werden am Freitag, 27. März 2020 fällig. Anträge auf Stundung der März-Beiträge sollten deshalb spätestens bis Donnerstag, den 26.März gestellt werden.

Voraussetzung für die Stundung ist allerdings, dass vorrangig die staatlichen Entlastungsmöglichkeiten durch Kurzarbeitergeld, Fördermittel und Kredite in Anspruch genommen werden. Die dadurch den Unternehmen zur Verfügung stehenden bzw. freiwerdenden Mittel sind nach entsprechender Gewährung auch für die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge einschließlich der bis dahin gestundeten Beiträge zu verwenden. Beim Kurzarbeitergeld ist das nach der neuen Rechtslage ohnehin der Fall, weil die Arbeitsagentur dem Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge voll erstattet.

Quelle: DEHOGA Bundesverband

Hausbrennerei Schladerer kooperiert mit Klinikum und hilft bei Desinfektionmittel-Herstellung

Die Schladerer Hausbrennerei unterzeichnete am Dienstag, 24.März 2020, einen Kooperationsvereinbarung mit dem Universitätsklinikum Freiburg. Aus Lagerbeständen der bekannten Brennerei sollen schnellstmöglich 12.000 Liter hochprozentiger Alkohol gewonnen werden. Dazu werden Obstgeiste und andere Destillate erneut destilliert, um ihren Alkoholgehalt zu erhöhen. Anschließend verarbeitet das bayrische Unternehmen SAV Liquid Produktion GmbH die vormaligen Edelbrände zu Desinfektionsmittel und liefert es an das Universitätsklinikum Freiburg sowie Apotheken und andere Kliniken der Region aus.

Apotheker Martin Roser, Verantwortlicher für Laboreinkauf und Desinfektionsmittelversorgung am Universitätsklinikum Freiburg, zeigt sich glücklich über die Kooperation: „Wir brauchen dringend Desinfektionsmittel, um unsere tägliche Arbeit fortführen zu können. Dass uns in dieser schwierigen Situation ein mittelständisches Unternehmen aus der Region zur Seite steht, ist einfach großartig.“

Sonnenpark Hotel nutzt die Zeit und bieten Gästen homeinclusive

Wie alle anderen Hoteliers standen auch Marc Vollbracht, Inhaber des Familotel Sonnenpark in Hessen, und seine Mitarbeiter vor der großen Frage wie es weitergehen soll. Doch statt frustriert den Kopf in den Sand zu stecken, hat das Team für die Gäste, die nun ihren Urlaub nicht antreten können, mit SONNENPARK HOME ein umfangreiches und abwechslungsreiches Online-Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt. Ob Podcast, Yoga-Session, Rezepte oder Ausmalbilder – das ganze Team hilft mit und will so die Daheimgebliebenen unterhalten. „Wir wollen in dieser Phase, in der wir geschlossen haben, trotzdem für unsere Gäste und alle Familien da sein. Unsere Gäste sind traurig, dass sie ihren Urlaub bei uns jetzt nicht verbringen können. Viele Familien sind zuhause mit der neuen Situation überfordert“, so Marc Vollbracht. Das Programm soll in der ungewissen Zeit Struktur in den Tag bringen und ist auch für Nicht-Gäste unter home.sonnenpark.de erreichbar.

Digitale Soforthilfe

Selten waren die Informationen im Internet so wichtig wie zu Isolations- und Quarantänezeiten. Immer aktuell sollten Gäste informiert werden, was Öffnungszeiten für Lieferungen und Takeaway-Angebote und Sonderaktionen angeht. SELLWERK, der gemeinsame Markenauftritt bundesweit agierender Verzeichnisverlage der Unternehmensfamilie Müller Medien, bietet in diesen schwierigen Zeiten seinen SELLWERK Prime Service bis zum 30. Juni 2020 ohne notwendige Kündigung kostenlos zur Verfügung und will so die besonders hart getroffenen Unternehmen des Mittestandes unterstützen. Besonders die Bestandteile „Meine Firmendaten“ und der Kalender „Onlinebuchung“ sind nun besonders wichtig – auch, um nach einer Öffnung der Restaurants optimal vorbereitet zu sein.  sofortdigital.com

Hotelsoftware während der Pandemie gratis testen

HotelFriend, ein globales IT Unternehmen und Hersteller von Software für Reiseunternehmen und das Gastgewerbe, bietet ein gratis Software Programm an, um Hotels dabei zu unterstützen, die wirtschaftlichen Einbußen aufgrund des Coronavirus zu überstehen. Das Programm kann in einem Unternehmen genutzt werden, persönlichen Kontakt zu reduzieren, während sich Menschen in einem Hotel aufhalten. Mit der mobilen App können alle Hotel Businessprozesse aus der Ferne gemanagt werden – von Reservierungen, über Check-in und out bis hin zu Services und Essensbestellungen. Das Unternehmen hebt die Abo-Gebühren für SaaS für neue Kunden auf, solange die COVID-19 Quarantäne anhält, somit können Sie das Produkt gratis nutzen. Hier geht es zur Testversion.

Corona Update 25. März 2020 (18:00 Uhr)

#helpinghotels – Hilfe für Risikopatienten durch die Nutzung leerstehender Hotels

Ekaterina Inashvili ist Unternehmerin von ganzem Herzen – und stellt sich die Frage, warum nicht leer stehende Hotels als Unterkünfte für Risikopatienten genutzt werden können. So wären zum Beispiel Patienten, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen wurden oder Leute mit Vorerkrankungen isoliert untergebracht. Ein Notfallpaket soll die Sicherstellung von Grundversorgung und Fixkosten sicherstellen, der Senat sowie Krankenhäuser und das Robert-Koch-Institut sollen eingebunden werden. Hier geht es zum Interview mit Ekaterina Inashvili.

MBG Group stellt Teil der Alkoholproduktion auf die Herstellung von Desinfektionsmitteln um

Neben Toilettenpapier und Seife sind Desinfektionsmittel derzeit des deutschen reichstes Gut. Doch auch hier wird der Nachschub knapp und Arztpraxen und Krankenhäuser kommen an das Limit ihrer Vorräte. Das in der Nahrungs- und Genussmittelbranche tätige Paderborner Unternehmen MBG Foodservice GmbH hat nun Teile der Produktion zur Herstellung von Händedesinfektion umgestellt. Gemeinsam mit dem Paderborner Mediziner-Ehepaar Dr. Grimm Wiegand wurde das Produkt entwickelt. Altersheime und Pflegeeinrichtungen sowie öffentliche Stellen in Paderborn erhalten 10.000 Liter als Hilfe.

Quandoo verzichtet auf Abonnementgebühren

Um die Gastronomiebetrieb in dieser Zeit zu unterstützen, hat Quandoo, die bekannnte Tischreservierungsplattform, bekannt gegeben, dass sie auf sämtliche Abonnementgebühren ihrer Partnerrestaurants für den Monat März verzichten. „Restaurants, Cafés und Bars auf der ganzen Welt sind in eine Notlage geraten, wie sie noch nie da war. Und es liegt jetzt an uns – Foodies und Gourmets – ihnen in dieser Situation so gut wie möglich zu helfen“, Quandoo DACH-Country Manager Omid Girakhou.

Außerdem rufen sie dazu auf, die lokale Foodszene zu unterstützen – durch den Kauf von Gutscheinen, das Nutzen von Lieferdiensten und die Unterstützung der entstandenen Hilfsprojekt für die Gastronomie wie Gastroretter.com, supportyourlocal.de, supportyourlocalbar.com oder Speisekombinat.com.

Corona Update 24. März 2020 (0:00 Uhr)

DEHOGA und IHA fordern Corona-Nothilfeprogramm für das Gastgewerbe

Deutschlands Restaurants und Hotels fordern ein Corona-Nothilfeprogramm für das Gastgewerbe. „Die bislang von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsmaßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind entweder für sehr große Unternehmen oder sehr kleine Wirtschaftseinheiten konzipiert und tragen den Besonderheiten im mittelständisch geprägten Gastgewerbe nicht hinreichend Rechnung. Wir befürchten daher, dass die Hilfen in unserer Branche nicht greifen werden“, erklärt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), und mahnt Nachbesserungen an. „Wir haben uns daher am Dienstag mit einem gemeinsamen Brief an die Bundeskanzlerin und die zuständigen Bundesminister gewandt, damit die Zielsetzung der Bundesregierung, kein Unternehmen und kein Job solle in der Krise verloren gehen, auch für unsere besonders betroffene Branche gilt“, ergänzt Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).

Aus Sicht von DEHOGA und IHA muss bei den folgenden Maßnahmen im Sinne eines gastgewerblichen Nothilfeprogramms dringend nachgebessert werden:

  1. Der Entwurf der vertragsrechtlichen Regelungen aus Anlass der COVID-19-Pandemie sieht eine Aussetzung der Pflicht zur Zahlung von Mieten und Pachten vor. Das ist aber lediglich eine Stundung und hilft den Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie nicht, da anders als in fast allen Wirtschaftsbereichen Umsätze im Gastgewerbe nicht nachgeholt werden können. Deshalb sollte im Gesetz eine explizite Formulierung dahingehend aufgenommen werden, dass bei einem Wegfall der Geschäftsgrundlage für Pacht- und Mietverhältnisse ein angemessener Interessenausgleich zwischen den Parteien zu suchen ist, z.B. eine hälftige Lastenteilung.
  2. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sollte ausdrücklich auch Unternehmen mit weniger als 43 Millionen Euro Bilanzsumme, 50 Millionen Euro Umsatz und weniger als 249 Arbeitnehmer zugänglich sein. Er sollte zur Stabilisierung der Vertragsverhältnisse explizit auch für die Abdeckung von Miet- und Pachtzahlungen in Form verlorener Zuschüsse offenstehen.
  3. Die über die Hausbanken konstruierten Liquiditätshilfemaßnahmen von Bund und Ländern drohen bei einer Vielzahl der gastgewerblichen Betriebe aufgrund der Bearbeitungsengpässe der Banken, der Pflicht zur Prüfung der Fortführungsaussichten und des schlechten allgemeinen Branchenratings nicht zu wirken. Es müssen daher die bankenaufsichtsrechtlichen Regeln (Basel I – III) temporär ausgesetzt werden und eine staatliche Haftungsfreistellung von nahezu 100 Prozent vorgesehen werden. Das EU-Beihilferecht ist insofern noch einmal kurzfristig anzupassen.
  4. Den erheblichen Folgen der Engpässe in der Bearbeitung der Anträge auf Kurzarbeitergeld auf die massiv angespannte Liquidität gastgewerblicher Unternehmen sollten umgehend durch die Gewährleistung unbürokratischer Abschlagszahlungen schon Ende März/Anfang April entgegengewirkt werden. Das wäre ein effektiver Beitrag zur Schadensbegrenzung. Eine Einbeziehung der Auszubildenden in das Kurzarbeitergeld vom ersten Tag an sollte schnell und pragmatisch ermöglicht werden. Auch angesichts des erheblichen kurzfristigen Arbeitskräftebedarfs anderer Branchen, wie z.B. dem Einzelhandel und der Landwirtschaft, sollte unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine anrechnungsfreie Nebentätigkeit trotz Kurzarbeitergeldbezug pauschal zwecks Nothilfe gestattet werden.
  5. Die Bundesregierung sollte eine Klarstellung im Infektionsschutzgesetz vornehmen, dass bei Vorliegen einer Allgemeinverfügung zur Schließung von Betrieben oder erheblichen Einschränkung deren Geschäftsbetriebs ein Schadensersatzanspruch (mit Rückwirkung) zusteht.

„Ohne diese Korrekturen drohen gastgewerbliche Betriebe, insbesondere mit mehr als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, durch das Raster der staatlichen Hilfsprogramme zu fallen. Auch mit Blick auf die Kleinstunternehmen und die vorgesehenen Sofortmaßnahmen sind wir skeptisch, ob diese ausreichend sind. Die von uns vorgeschlagenen Nachbesserungen müssen daher noch im Laufe dieser Woche unbedingt auf den Weg gebracht werden, um irreparablen Schaden von den Unternehmern und Beschäftigten in Hotellerie in Gastronomie abzuwenden,“ fordern Guido Zöllick und Otto Lindner.

Quelle: DEHOGA Bundesverband

Corona Update 23. März 2020 (12:00 Uhr)

Erntehelfer gesucht!

Die Landwirte stehen vor einem großen Problem. Das angebaute Gemüse wird langsam erntereif, doch durch die Schließung der Grenzen können die Erntehelfer nicht wie sonst nach Deutschland einreisen. Um Abhilfe zu schaffen die Jobplattform „Das Land hilft“ eingerichtet, eine Initiative des Bundesverbands der Maschinenringe e.V., gemeinsam mit Landesverbänden und regionalen Maschinenringen und der Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Wer derzeit wegen Schließung von Gastronomiebetrieben und Einzelhandel oder als Student nicht wie geplant arbeiten kann, hat hier eine Möglichkeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb in seiner Nähe Geld zu verdienen. Natürlich geht Sicherheit vor und weder Personen, die einer Risikogruppe angehören, Anzeichen einer Corona-Infektion haben oder in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet gewesen sind, dürfen sich melden. Der nötige Abstand lässt sich bei der Arbeit auf dem Feld problemlos einhalten. Alle Informationen finden Interessierte unter daslandhilft.de

15.000 Euro Soforthilfe für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen

Kleine Unternehmen und Selbständige sollen infolge der Coronakrise Soforthilfen in Höhe von bis zu 15.000 Euro erhalten. Dabei handele es sich um Finanzhilfen, nicht um Kredite. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf „Corona-Soforthilfen für kleine Unternehmen und Selbständige hervor“, der noch heute vom Bundeskabinett beschlossen werden soll.

Die finanziellen Hilfen können Unternehmen mit „bis zu zehn Beschäftigten“ in Anspruch nehmen, die infolge von Corona nach dem 11. März einen Schadenseintritt erlitten haben, heißt es im Gesetz. Eine Einmalzahlung in Höhe von 9.000 Euro für drei Monate sollen Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) bekommen. Bis zu 15.000 Euro sollen Firmen für drei Monate mit bis zu zehn Vollzeit-Beschäftigten erhalten. Sofern der Vermieter die Miete reduziert, kann der gegebenenfalls nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zweite weitere Monate eingesetzt werden. Das Programmvolumen beläuft sich auf bis zu 50 Milliarden Euro bei maximaler Ausschöpfung von drei Millionen Selbständigen und der maximalen Ausschöpfungsdauer. Die Antragsstellung soll möglichst elektronisch erfolgen. Der Antragsstellung ist eine eidesstattliche Erklärung beizulegen, dass das eigene Unternehmen wegen der Coronakrise existenzgefährdet oder in Liquiditätsengpässen ist.

Kostenloses Kassensystem

Neue Umsätze mit Take-Away Service: Beim neuen Kassensystem von Vectron werden alle Hardware-Komponenten kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Online-Bestellservice ist im Lieferumfang enthalten. Kosten entstehen erst, wenn Umsätze mit dem Take-Away Service erzielt werden.

New call-to-action

Erste Notfall-Darlehen von staatlicher Förderbank KfW genehmigt

Das Geld werde nun durch die Hausbanken unverzüglich an die Firmen ausbezahlt. „Noch nie haben wir ein Programm so schnell startklar bekommen“, sagte KfW-Chef Günther Bräunig. „Der Bund übernimmt fast vollständig die Haftung und die Kreditmargen sind extrem niedrig.“ Die Sonderprogramme der KfW stehen Firmen zur Verfügung, die wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Schwierigkeiten geraten sind und zur Überbrückung Liquiditätskredite brauchen. Mit den Darlehen, die teilweise bis zu 90 Prozent durch den Staat garantiert sind, können Betriebsmittel und Investitionen finanziert werden. „Es kommt jetzt darauf an, den Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Die Auszahlung erfolgt schnellstmöglich, denn wir wissen, dass für viele Unternehmen jede Woche zählt.“ Quelle: Zeit.de

Corona Update 22. März 2020 (17:00 Uhr)

Ansammlungen sollen verboten werden – Umfangreiches Kontaktverbot

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder sind sich nach Angaben des Spiegel einig und veröffentlichen einen Neun-Punkte-Plan, um die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 weiter einzudämmen.

  • Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden demnach grundsätzlich verboten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.
  • Generell soll der Kontakt zu anderen auf ein Mindestmaß beschränkt werden.
  • In der Öffentlichkeit muss ein 1,50-Meter-Abstand eingehalten werden.
  • Gastronomiebetriebe sollen geschlossen bleiben.
  • Auch Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege – darunter Friseure und Kosmetikstudios – sollen geschlossen sein. Medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben.
  • Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollen von Ordnungsbehörden und Polizei überwacht und sanktioniert werden.
  • Hygienevorschriften sollen in Betrieben für Mitarbeiter und Besucher eingehalten werden.
  • Der Weg zur Arbeit, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sollen der Vereinbarung zufolge aber weiterhin möglich sein. Ausnahmen gelten demnach zudem für zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen.
  • Die Punkte gelten zunächst für zwei Wochen, so die Vereinbarung.

Quelle: Spiegel Online

Corona Update 21. März 2020 (19:00 Uhr)

DEHOGA launcht eigene Corona-Webseite

Seit heute ist die neue Webseite des DEHOGA Bundesverbandes online, die sich mit allem rund um den SARS-CoV-2 auseinandersetzt und Gastronomen und Hoteliers die so dringend benötigte Unterstützung geben will. Ob Kurzarbeitergeld, Betriebschließung oder die unterschiedlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer – hier wird alles gesammelt und übersichtlich dargestellt.  Guido Zöllick, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes, und Ingrid Hartges
, Hauptgeschäftsführerin, versprechen Unterstützung: „Wir kämpfen dafür, dass jeder Betrieb die Hilfe erfährt, die er benötigt, um die Corona-Krise zu überstehen. Wir stehen fest an Ihrer Seite.“

Hier geht es direkt zur Corona-Seite des DEHOGA Bundesverbandes

Kochen für Helden und Kitchenguerillas – Gastronomen teilen aus!

In Zeiten der Krise entwickeln sich auch unsagbar gute Projekte, die wir hier gerne vorstellen wollen. Zum einen sind in Hamburg die „Kitchen Guerilla“ mit einer tollen Aktion an den Start gegangen. Das Ziel: In Anbetracht des Ernsts der Lage Gutes tun und mit der #soliküche helfen. Das bedeutet konkret: Jeder kann für nur 7 Euro ein Essens-Paket aus der SoliKüche über den eigenen Shop kaufen. Die Mahlzeiten werden unter Berücksichtigung der Sicherheitsabstände zubereitet und an Initiativen für Wohnungslose und Bedürftige weitergegeben. Hinter den Kitchen Guerilla, einer mobilen Kocheinheit und Kreativagentur für Essen und Trinken, stecken hochqualifizierte Köchen, die zusammen mit Designern, Journalisten und WerbernGeschichten rund ums Thema Essen entwickeln und eben jetzt die aktuelle Situation die #soliküche aktiviert haben.

In Berlin startete die Aktion „Kochen für Helden“ unter der Federführung von Max Strohe, Inhaber des Berliner Tulus Lotrek. Er will dafür sorgen, dass alle diejenigen, die jetzt für die Kranken da sein müssen und die Last der kommenden Wochen tragen werden, eine warme Mahlzeit bekommen. Tim Mälzer verkündete auf Instagram, dem Vorbild Strohes gemeinsam mit Hamburger Gastronomen folgen zu wollen. So sollen möglichst ab sofort die Kühlhäuser leer gekocht werden, damit Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Altenheimen, Corona Testzentren und Pflegeberufen generell auch eine kulinarische Anerkennung ihrer Leistung erfährt. Ein entsprechendes Crowdfunding kann hier unterstützt werden.

Corona Update 20. März 2020 (17:00 Uhr)

GEMA erlässt Gebühren

Der Einsatz des DEHOGA hat sich gelohnt: Wie eben bekannt wurde, lässt die GEMA alle Monats-, Quartals-, und Jahreverträge ihrer Lizenznehmer ruhen, die aufgrund behördlicher Anordnungen schließen mussten. Diese Maßnahme gilt rückwirkend ab dem 16. März 2020. Auf der Webseite der GEMA heißt es:

„Uns ist bewusst, dass die drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zum Schutz vor der Corona-Pandemie – so notwendig und sinnvoll sie für die Gesellschaft sind – gleichzeitig für unsere Kunden existenzgefährdend sein können. Besonders kleinere und mittelständische Betriebe sind von den Folgen in hohem Maße betroffen. Diese Situation tritt in gleichem Maße die von der GEMA vertretenen Urheber – auch hier bedeuten die notwendigen Maßnahmen existentiell bedrohende Einnahmeverluste. In Vertretung unserer rund 78.000 Mitglieder wollen wir gemeinsam alles dafür tun, dass unsere Musikkultur eine Zukunft hat.“

Kostenloses Kassensystem

Neue Umsätze mit Take-Away Service: Beim neuen Kassensystem von Vectron werden alle Hardware-Komponenten kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Online-Bestellservice ist im Lieferumfang enthalten. Kosten entstehen erst, wenn Umsätze mit dem Take-Away Service erzielt werden.

New call-to-action

Bayern ergreift drastischere Maßnahmen

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verkündete heute mittag in einer Pressekonferenz weitere Einschränkungen für Bayern. Ab Mitternacht gelten verstärkte Ausgangsbeschränkungen. So dürfen Menschen nur noch in der Zusammensetzung gemeinsam nach Draußen, in der sie auch leben. Hierzu zählen neben Familien auch Wohngemeinschaften. Gegen einen Spaziergang an der frischen Luft sei nichts einzuwenden, jedoch nur allein oder in der genannten Kleingruppe. Auch Krankenhausbesuche werden verboten, Ausnahmen gibt es bei Palliativbesuchen oder Geburtsbegleitung. Restaurant sind zu schließen, für zunächst 14 Tage wird es nur noch Take-Away-Angebot und Lieferdienste sowie Drive-ins geben. Auch Friseure und Baumärkte werden ab morgen für 14 Tage geschlossen sein. Derzeit steht Bayern allein für diese drastischen Maßnahmen, doch das Verhalten der Menschen deutschlandweit und die mangelnde Einsicht lässt darauf schließen, dass die Maßnahmen bald deutschlandweit umgesetzt werden. Das Saarland zumindest plant bereits die Restaurantschließungen und Ausgangsbeschränkungen.

NRW: Link zum Download des Antrags auf Steuererleichterungen

Gestern sagte die Landesregierung NRW einen sogenannten Rettungsschirm zu, der zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmer bereit hält. Der komplette Rettungsschirm und die Maßnahmen des Landes NRW ergänzend zu denen der Bundesregierung kann hier angeschaut werden.

Der Antrag auf Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus kann hier heruntergeladen werden.

Auch eine Anleitung zur Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung kann bei der Finanzverwaltung NRW heruntergeladen werden. Hier geht es direkt zum Download.

Deutsche Hotelakademie bietet kostenfreie Fortbildungen an

Die Zwangspause sinnvoll nutzen – hier will die DHA ihren Beitrag leisten und bietet Hoteliers und ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, ab dem 26. März an spannenden Webinaren teilzunehmen – kostenlos. Um 18 Uhr startet die Seminarreihe mit dem Webinar zum Thema „Konnektivität und Digitalisierung im Hotel“, „Kommunikation rund um die Guest-Journey“ und weitere Themen folgen. „Digitale und flexible Lernsysteme, die sich individuell an die Bedürfnisse unserer Branche anpassen – das ist es, was unsere Brache jetzt braucht“, erklärt Merle Losem, Geschäftsführerin der Deutschen Hotelakademie. Die Vorteile neuer Medien, gerade in der heutigen Zeit, liegen auf der Hand: Lerninhalte werden digitalisiert, Meetings, Seminare und Vorlesungen finden virtuell statt und man hat die Möglichkeit, von jedem Ort der Welt alle Inhalte zu nutzen. Wer Interesse hat, kann sich hier anmelden.

Hackerangriff auf Lieferdienst

Während die Restaurants die Lokale schließen müssen, florieren Lieferdienste und bringen Pizza, Pasta und Co. nach Hause. Doch der plötzliche Erfolg lockt auch Feinde an und so hatte Lieferando Mittwoch abend mit einer Erpressung zu tun, die zumindest zeitweise die Lieferungen lahmlegte. Cyberkriminelle hatten durch Überlastungsangriffe zeitweise gezielt das Portal pizza.de lahmgelegt. Jitse Groen, dem Grüner der Mutterfirma Takeaway.com, wurde eine anonyme Mail geschickt, in der zwei Bitcoins (ein Bitcoin hat derzeit einen Wert von ungefähr 10.000 Euro) gefordert wurden, sonst würden weitere Dienste angegriffen. Wer hinter den Überlastungsangriffen steckt, ist unbekannt.

Coronakrise: Gemeinsamer Kampf von Betrieben und Beschäftigten um die Existenz

Betriebe in Hotellerie und Gastronomie und ihre Beschäftigten stehen durch das vollständige Wegbrechen der Umsätze gleichermaßen mit dem Rücken an der Wand. Der DEHOGA tut gerade alles, um politisch zu erreichen, dass die verheerenden Folgen der Corona-Krise durch staatliche Hilfen abgefedert werden. Nur so, nicht durch unerfüllbare Forderungen an die Arbeitgeber, deren Liquidität gerade gegen Null schrumpft, kann ein Schutzschirm über Betriebe und Beschäftigte aufgespannt werden.

Der DEHOGA hatte bereits in der letzten Woche der Gewerkschaft NGG den Vorschlag zu einem Tarifvertrag Kurzarbeit unterbreitet. Die NGG hat jedoch als Minimalforderung für die Aufnahme von Verhandlungen verlangt, dass die Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent des Nettoeinkommens aufstocken und bis zwei Monate nach Ende der Kurzarbeit auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

„Glücklicherweise sind die allermeisten Beschäftigen und sehr viele Betriebsräte realitätsnäher und weitsichtiger als die Funktionäre der Gewerkschaft NGG. Sie wissen, dass ihnen Ansprüche gegen ihren Arbeitgeber nichts nutzen, wenn es diesen Arbeitgeber nicht mehr gibt und verständigen sich gemeinsam auf vernünftige Vereinbarungen zur Kurzarbeit“, so DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. „Wenn wir jetzt für die Branche kämpfen, tun wir das für Betriebe und Beschäftigte. Nur gemeinsam werden wir diese außerordentliche Herausforderung meistern.“

Viele gastgewerbliche Betriebe sind bereits ganz oder weitgehend geschlossen; weitere Einschränkungen sind zu erwarten. Es gibt nahezu keine Umsätze mehr, die Kosten jedoch laufen weiter. Tausende Betriebe stehen kurz vor der Insolvenz und angekündigte staatliche Hilfen sind noch nicht da bzw. greifen nicht. Es ist nicht abzusehen, wie lange diese dramatische Lage anhält.

„In einer solchen Situation wäre es absolut unverantwortlich von uns als Verband, den Unternehmen durch einen Tarifvertrag mit hohen Zuschusszahlungen weitere finanzielle Lasten aufzubürden und Handlungsspielräume zu nehmen“, macht DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges deutlich: „Kurzarbeit soll dazu dienen, Betriebe von Lohnkosten zu entlasten und gleichzeitig Arbeitsplätze zu erhalten. In der Umsetzung ist das für die Betriebe jetzt schon schwer genug, wie wir am gigantischen Beratungsbedarf unserer Mitglieder sehen. Wenn die tariflichen Bedingungen für Kurzarbeit diese aber so massiv verteuern, wie die NGG sich das vorstellt, geschieht das Gegenteil. Betrieben bleibt keine andere Möglichkeit mehr als die Freisetzung von Mitarbeitern oder die Insolvenz. Das ist betriebswirtschaftlicher Irrsinn und sozial unverantwortlich.“

Der DEHOGA fordert von der Politik verschiedene Maßnahmen zur schnellen und unbürokratischen Sicherstellung der Liquidität. Bezogen auf die Kurzarbeit bedeutet dies, dass das Kurzarbeitergeld schneller fließen muss. Dazu müssen die personellen Kapazitäten bei den Arbeitsagenturen erhöht, die Prozesse verschlankt und alle Möglichkeiten einer vereinfachten Antragstellung und Abrechnung auf den Weg gebracht werden.

Quelle: DEHOGA

Der Blick aus der Zukunft auf das Heute

Matthias Horx, bekannter Publizist und von Vielen als Trend- und Zukunftsforscher bezeichnet, hat einen Blick in die zweite Jahreshälfte 2020 geworfen und zeigt mit seiner Vision, dass noch Hoffnung auf Menschlichkeit besteht und die „geglückte Angstüberwindung“ Überraschendes hervorbringen kann. Ein paar Minuten Lesezeit wert, um vielleicht noch ein wenig mehr die positiven Aspekte einschätzen zu können. Hier geht es zum vollständigen Artikel.

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Wer die ungewohnt freie Zeit nutzen und sich ein wenig weiterbilden will, kann an vier kostenlosen Seminaren des digitalen Allrounders Betterspace teilnehmen. Am 25., 26., 30. und 31. März werden Themen rund um die Digitalisierung in der Hotellerie behandelt. Zur Anmeldung am kostenlosen Webinar geht es hier.

 

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Corona Update 19. März 2020 (20:30 Uhr)

Hotels stellen Zimmer für Homeoffice zur Verfügung

In Zeiten von leeren Regalen und endlosen, leider notwendigen #stayathome Aufrufen gibt es auch gute Nachrichten. Mehrere Hotels und Hotelketten stellen die Zimmer der zum großen Teil leer stehenden Häuser als Homeoffice Alternative zur verfügung. So können Würzburger im Hotel Rebstock produktiv und ungestört arbeiten. „Bei uns sind alle Voraussetzungen erfüllt, die für einen effektiven Arbeitstag nötig sind“, erklärt Inhaber Christoph Unckell. „Not macht schließlich erfinderisch. Wir arbeiten auf Hochdruck auch an weiteren Ansätzen, wie wir unsere vorhandenen Kapazitäten und die Technik nutzen können, um in dieser Krise zu helfen.“ Für 60 Euro pro Tag oder 280 Euro pro Woche wird hier sowohl dem Hotelier, als auch dem Arbeitenden geholfen. Auch die Achat Hotels bieten ihre rund 4.000 Hotelzimmer in 33 Städten als Homeoffice Lösung an. In beiden Fällen sind schnelles WLAN, Schreibtische in Büroqualität und auf Wunsch Verköstigung im Angebot.

Gastroretter als Chance für Gastronomiebetriebe

Die Restaurants sind in ihren Öffnungszeiten stark eingeschränkt oder mussten je nach Stadt oder Bundesland bereits ganz schließen. Doch was vielen Gästen nicht bewusst ist: Lieferdienste und Takeaway Angebot können weiterhin in Anspruch genommen werden. Um auf die gegenwärtige Gastronomie-Krise aufmerksam zu machen und Menschen dazu zu bewegen, ihren Restaurantbesuch nach Hause zu verlegen, gibt es nun die #gastroretter.

Die Initiative richtet sich an alle Gastrobetriebe, Restaurants, Bistros und Cafés, die im Kampf gegen die Krise Hilfe benötigen und ihre Take-Away- und Home-Delivery-Angebote bewerben möchten. Alle Grafiken und Texte sind lizenz- und kostenfrei und wurden von der Markenagentur Seiter + Sinn pro bono entwickelt.

Quelle: gastroretter.com

Bayern: DEHOGA Bayern stundet Mitgliedsbeiträge

„Die Auswirkungen der Coronakrise auf das Gastgewerbe sind existenzbedrohend. Die Umsatzeinbußen erreichen ein nie gekanntes Ausmaß und viele Betriebe haben keine ausreichenden Liquiditätsspielräume. Neben der Einforderung staatlicher Hilfen wollen auch wir unseren Mitgliedern schnell und unbürokratisch helfen und sie finanziell entlasten“, erklärt Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern: „Wir werden daher zunächst bis Juni unsere Mitgliedsbeiträge zinsfrei stunden, zugleich werden wir bis dahin auch bei Beitragsrückständen die Vollstreckung unserer Forderungen aussetzen. Um unseren Mitgliedern in dieser schweren Zeit unnötigen Aufwand zu ersparen, gilt dies für alle Mitglieder automatisch, das heißt keiner muss hierfür einen Antrag stellen. Damit leisten wir den uns maximal möglichen Beitrag, um unsere betroffenen Mitgliedsbetriebe nicht selbst noch finanziell zu belasten.“

Quelle: DEHOGA Bayern

NRW: Rettungsschirm des Landes NRW für heimische Wirtschaft

In einer ersten Stellungnahme begrüßen Gastronomie und Hotellerie die vom Land NRW geplanten Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus in Höhe von 25 Milliarden Euro. Das Maßnahmenpaket, das unter anderem Steuerstundungen und die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen vorsieht, Kredite vergünstigt und die Verbürgungsquote erhöht, kann nach Einschätzung des DEHOGA Nordrhein-Westfalen helfen, die Liquidität in Gastronomie und Hotellerie zwischen Rhein und Weser zu erhalten. „Damit hat das Land Nordrhein-Westfalen seine Handlungsfähigkeit in dieser extrem herausfordernden Situation erst einmal unter Beweis gestellt. Es ist ein gutes Signal“, stellt Klaus Hübenthal, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA NRW fest. „Jetzt fehlt noch die schnelle operative Umsetzung.“

Der DEHOGA weist aber zudem darauf hin, dass der „Schirm“ auch für direkte Zuschüsse genutzt werden müsse. „Gerade für unsere Kleinst- und Kleinunternehmen, die das Gros der Branche ausmachen, wird es wichtig sein, aus der Krise ohne Schuldenberg herauszukommen“, so Hübenthal. „Insofern begrüßen wir auch das Bundesprogramm für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen, das unter anderem direkte Zuschüsse beinhaltet und eventuell mit Landesmitteln aufgestockt werden soll“, so Hübenthal. Nach Medienberichten soll es bundesweit bis zu 50 Milliarden Euro umfassen.

Quelle: DEHOGA NRW

In-Room-Tablets mit Corona-Update

Geschäftsreisende dürfen, sofern nicht unumgänglich, noch immer in Hotels übernachten. SuitePad – führender Anbieter von In-Room-Tablets für die Hotellerie und Experte für digitale Gästekommunikation – reagiert auf die aktuelle Pandemie-Situation und passt den Content seiner Geräte an: Ab sofort stellt das Unternehmen seinen Kunden auf Wunsch ein Update zur Verfügung, das verschiedene Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus zeigt – so beispielsweise wie man die Hände korrekt wäscht oder wie man Abstand zu anderen Menschen hält. Moritz von Petersdorff-Campen, Mitgründer und Geschäftsführer SuitePad: „Wir alle sind von dieser Krise kalt erwischt worden. Jedoch versuchen wir, das Beste daraus zu machen und haben den Großteil unseres Teams ins Homeoffice geschickt. Wir sind dazu in der Lage, nahezu ausschließlich ‚online‘ zu arbeiten – für unsere Kunden sollte dies keinen Unterschied machen. Lediglich für den Hardware-Service halten wir einen kleineren Mitarbeiterstab im Berliner Headoffice bereit. Was die Produktion und Auslieferung von SuitePads anbelangt, so hatten wir Anfang des Jahres durchaus Engpässe in unserer eigenen Produktion in China. Das ist inzwischen aber vorbei und gerade erst ist eine große Lieferung neuer SuitePads bei uns eingetroffen.“

Corona Update 18. März 2020 (21:00 Uhr)

IHK: Azubi-Zwischenprüfung 2020 entfällt

Die Azubi-Zwischenprüfungen für das Frühjahr 2020 entfallen ersatzlos. Darauf haben sich die zuständigen Gremien der Industrie- und Handelskammern verständigt. Die knapp 90.000 betroffenen Prüflinge müssen diese Zwischenprüfung nicht nachholen. Wie die Kammern weiter mitteilen, gilt das nur für die Zwischenprüfungen. Für die vor wenigen Tagen ebenfalls abgesagten Abschlussprüfungen hingegen werden neue Termine bekannt geben, sobald sich die Risikoeinschätzung rund um das Coronavirus wieder verbessert hat.

Diese Hilfen geben die Bundesländer den Betrieben

Der Bundesfinanzministerium plant einen Notfallfonds für kleine und mittelständische Firmen. Aber auch die Bundesländer geben Betrieben, die wegen der Corona-Krise Probleme haben, finanzielle Unterstützung. Das Handwerksblatt gibt einen Überblick der Hilfsprogramme und nennt die Ansprechpartner.

INTERNORGA 2020 findet nicht statt

Die Hamburg Messe und Congress GmbH hat heute nach intensiven Beratungen mit dem Ausstellerbeirat entschieden, die INTERNORGA 2020, Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt, abzusagen. „Die zunehmende Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und die nicht seriös zu kalkulierende Entwicklung bieten unseren Ausstellern, Besuchern und uns keine Grundlage für eine verlässliche Planung“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress. Lesen Sie hier die komplette Pressemitteilung.

Hotels als Krankenhaus-Erweiterung

Nach Informationen des Spiegel sollen für den Notfall Hotels zu Krankenhäusern für die leichten Fälle der Corona-Infizierten umgerüstet werden. Gemeinsam mit Hilfsdiensten wie dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk sollen so die Krankenhäuser und das Pflegepersonal entlastet werden. Im Vorfeld sind Kliniken angehalten, in Kellern nach nutzbarem Mobiliar und Material zu schauen.

Google will für Restaurants eine „Vorübergehend geschlossen“ Anzeige einbauen

In vielen Städten wurde bereits die Schließung der Restaurants offiziell beschlossen, andere Städte, wie Düsseldorf oder Hamburg, kämpfen für eine einheitliche Ansage. Tech-Gigant Google hat nun eine Funktion angekündigt, die bei betroffenen Betrieben die Anzeige der Öffnungszeiten auf „Vorübergehend geschlossen“ setzt. Möglich werden soll dies durch den Einsatz der Daten von Regierungen und Behörden. Darüber hinaus soll es ermöglicht werden, dass Betriebe die Angaben auch eigenhändig über ihren Google MyBusiness Account anpassen können.

Angela Merkel ruft in einer Rede an die Nation zu solidarischem Handeln auf

Bundeskanzlerin Merkel wendet sich in einer Ansprache an die Bürgerinnen und Bürger. „Es ist ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt“, betont die Kanzlerin.

Aktuelles von der Bundesregierung

Wer nicht auf Fake-News hereinfallen will, sollte bei der Lektüre im Netz auf qualifizierte Quellen zurückgreifen. Neben dem Robert-Koch-Institut aktualisiert auch die Bundesregierung ständig ihre Webseite und informiert über Entscheidungen und Regeln.

Corona Update 17. März 2020 (21:00 Uhr)

Das gesellschaftliche Leben in Deutschland wird lahmgelegt – inklusive Restaurant-Besuchen

Wie Bund und Länder am 16. März bekannt gaben, sollen zusätzliche Maßnahmen dafür sorgen, dass die sozialen Kontakte eingeschränkt werden. Hierzu gehört die starke Einschränkung der Restaurant-Öffnungszeiten. So dürfen Speiselokale demnächst ausschließlich von 6 Uhr bis 15 Uhr geöffnet haben. Zahlreiche Lokale, deren Öffnungszeit erst nach 15 Uhr startet, haben ihre Gastronomiebetriebe bereits bis auf weiteres geschlossen. Wer öffnet, muss sich an eine Abstandsregelung bei den Tischen halten und die Anzahl der Gäste, die sich parallel im Betrieb aufhalten, reglementieren. Es gibt Kontrollen, die die Umsetzung der Maßnahmen überprüfen. Einige Städte und Bundesländer, wie zum Beispiel Schleswig-Holstein und Wuppertal gehen darüber hinaus und schließen Restaurants komplett.

Gäste mit To-go-Speisen versorgen

Zahlreiche Restaurantbetriebe bieten ihren Gästen nun Speisen zum Mitnehmen an oder bauen einen Lieferbetrieb auf. So können Stammgäste weiterhin die Lieblingsgerichte ordern und auch, wenn aus Gründen der Lebensmittelverfügbarkeit vielleicht nicht die komplette Karte angeboten werden kann, zu Hause genießen.

Was bedeutet der Katastrophenfall für Städte und Bundesländer?

Wird für eine Stadt oder ein Bundesland der Katastrophenfall ausgerufen, ist die Errichtung von Sperrgebieten möglich und Einsatzleiter von Polizei und Feuerwehr erhalten Weisungsfugnis. Menschen, die im Katastrophengebiet leben, müssen auf Anweisung Fahrzeuge und andere Geräte zur Verfügung stellen und im Ernstfall das entsprechende Gebiet verlassen. Die Entscheidung, ob in einem Gebiet der Katastrophenfall ausgerufen wird, obliegt dem Landrat oder – in kreisfreien Städten – dem Oberbürgermeister. Generell soll der so herbeigerufene Zustand dazu führen, dass die Arbeit von Behörden und Institutionen zentral gesteuert und Weisungsbefugnisse übertragen werden können.

Die Stadt Halle wie Bayern im Katastrophen-Modus

Um wirksamer gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vorgehen zu können, hat die Stadt Halle den Katastrophenfall ausgerufen. Die Zahl der Infizierten sei deutlich angestiegen und nachdem eine der Betroffenen Mitarbeiterin eines Krankenhauses ist, sah der parteilose Oberbürgermeister Bernd Wiegand den Schritt als notwendig an.

Bayern ruft Katastrophenfall aus – das sind die Konsequenzen

Wie auch im Rest von Deutschland sind Schulen und Kindertagesstätten geschlossen und auch alle Betriebe des öffentlichen Lebens wie Bars, Diskotheken, Vereinsheime, Zoos, Museen und Sportstätten bleiben geschlossen. Hotel-Übernachtungen für Touristen sind verboten, ebenso Reisebus-Touren. Restaurants dürfen nur von 6 Uhr bis 15 Uhr geöffnet haben, Mindestabstand zwischen den Tischen von 1,50 Meter und eine maximale Gästeanzahl von 30 Personen sind ebenfalls vorgeschrieben. Die Regelung gilt auch für Biergärten und Terrassen. Der Einzelhandel ist bis auf die lebensnotwendigen Geschäfte wie Supermärkte, Apotheken, Tankstellen und Drogeriemärkte geschlossen. Die Ladenöffnungszeiten werden verlängert und auch am Sonntag dürfen Geschäfte öffnen, der Andrang soll so entzerrt werden.

Hotels bleiben geöffnet, Inland-Übernachtungen nur noch ohne touristischen Hintergrund

Die Hotels dürfen in Deutschland weiterhin geöffnet bleiben. Wer dort übernachten möchte, darf allerdings nicht als Tourist unterwegs sein, es muss sich um eine geschäftliche Reise handeln. Während Touristen die Inseln wie Sylt & Co. schon am 16. März verlassen sollten, riegelt ab dem 18. März Schleswig-Holstein komplett ab. Laut tagesschau.de dürfen Touristen Schleswig-Holstein von diesem Mittwoch an nicht mehr betreten. Das habe die Landesregierung beschlossen, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP).

Kurzarbeitergeld wird rückwirkend ausgezahlt

Wie das Bundesarbeitsministerium bekannt gab, können Unternehmen ab sofort Kurzarbeitergeld beantragen. Selbiges soll dann rückwirkend bis zum 1. März 2020 gezahlt werden. Die Bundesagentur für Arbeit hat ein Merkblatt herausgegeben, welches hier heruntergeladen werden kann.

Insolvenzantragspflicht wird ausgesetzt

Viele gastgewerbliche Betriebe, die auf Einnahmen durch den Tourismus angewiesen sind, sehen schwarz für ihre Zukunft. Leere Hotels und Restaurants, verwaiste Biergärten und menschenleere Konferenzräume bedeuten für das Gastgewerbe starke Einbrüche. Um Insolvenzen vorzubeugen, soll die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden, ähnlich wie 2002,2013 und 2016 bei den Hochwasserkatastrophen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Insolvenzgrund eindeutig auf den Folgen der Pandemie beruht. Zusätzlich müssen öffentliche Hilfen beantragt und Chancen auf eine Sanierung gegeben sein.

„Wir wollen verhindern, dass Unternehmen nur deshalb Insolvenz anmelden müssen, weil die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen nicht rechtzeitig bei ihnen ankommen. Die reguläre Drei-Wochen-Frist der Insolvenzordnung ist für diese Fälle zu kurz bemessen“, so Justizministerin Christine Lambrecht. „Deshalb flankieren wir das von der Bundesregierung bereits beschlossene Hilfspaket mit einer Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020.“

Berufsgenossenschaft entlastet Betriebe

Wie die BGN und ASD*BGN am 17. März mitteilten, können Forderungen, die aus den Beitragsraten vom 15.03.2020 und 15.05.2020 entstehen, zinslos gestundet werden. Die zinslose Stundung gilt sobald sie beantragt wurde. Der Unternehmer kann die Stundung formlos im Service-Center der BGN beantragen, entweder per Telefon 0621 4456 – 1581 oder per E-Mail beitrag@bgn.de. „Die Corona-Pandemie bedroht viele Existenzen. Insbesondere im Gastgewerbe lassen die Gegenmaßnahmen die Umsätze einbrechen. Wir werden deshalb schnell und so unbürokratisch wie möglich den Betroffenen helfen und sie entlasten“, erklärt Klaus Marsch, Hauptgeschäftsführer der BGN. „Wir können den betroffenen Unternehmen eine zinsfreie Beitragsstundung anbieten. Zudem werden wir, sofern jemand mit Beiträgen bei uns im Rückstand ist, die Vollstreckung unserer Forderungen aussetzen. Damit leisten wir den uns möglichen Beitrag, um die betroffenen Unternehmen in einer existenzbedrohenden Situation nicht noch finanziell zu belasten.“

Weitere Fragen und Antworten:

Welcher Unterstützung bietet der DEHOGA?

Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Zahlen an Infizierten hat der DEHOGA sein Merkblatt zum Corona-Virus umfassend erweitert. Auf zehn Seiten geht der Verband auf Fragestellungen rund um Vorsichtsmaßnahmen, Arbeitsrecht und Stornierungen ein. Das Merkblatt kann hier gelesen und kostenlos heruntergeladen werden.

Darüber hinaus erwartet der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband vor dem Hintergrund der steigenden Belastungen für die Branche Hilfe von der Bundesregierung. DEHOGA Präsident Guido Zöllick: „Jetzt kommt es darauf an, dass die Bundesregierung effektive Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen verabredet, die schnell und unbürokratisch wirken.“ Dazu sollten auch steuerliche Entlastungen der gastgewerblichen Betriebe zählen, die mittel- und langfristig wirken. Für eine fundierte Einschätzung will der DEHOGA im Laufe der ersten Märzhälfte eine Erhebung starten. Besonders betroffen sind neben Hotels auch Eventcaterer und Restaurants, die durch die Absagen der Großveranstaltungen massive Umsatzeinbußen erwarten.

Corona-HELPLINE von Rechtsanwaltskanzlei offen

Corona trifft die Kultur-, Gastronomie und Eventbranche besonders hart. Wie soll man Miete, Dienstleister und Gehälter bezahlen, wenn alles schließt? Die Kanzlei HÄRTING Rechtsanwälte beantwortet Rechtsfragen – zu Verträgen, Kündigungen, Miete, Steuern, Sozialversicherung, Insolvenz und Fördermitteln. Der Service ist kostenlos, die E-Mail-Adresse und Kontaktzeiten finden Sie auf der Website der Kanzlei.

Was für Tipps gibt es für Kostenkalkulation und Lieferanten?

Kein anderes Thema beherrscht das alltägliche Leben derzeit mehr als der Coronavirus – vorallem die Hotellerie und Gastronomie ist stark betroffen. Was Gastronomen und Hoteliers jetzt tun können, um in Punkto Wirtschaftlichkeit clever zu agieren, finden sie in der Checkliste mit den Tipps zur Kostenkalkulation.

Gibt es steuerliche Hilfsangebote von den Finanzämtern?

Wenn es in Unternehmen aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus zu Beeinträchtigungen kommt, stehen verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter zur Verfügung. Darauf weist das Finanzministerium Sachsen hin. Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden.

Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden und Säumniszuschläge können erlassen werden. Auch auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend verzichtet werden.

„Mit diesen bereits vorhandenen Instrumenten können wir einen Beitrag leisten, Unternehmen ein Stück weit vor Liquiditätsengpässen zu bewahren“, so Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann. Die Finanzämter stehen mit Rat und Tat zur Seite, es wird betroffenen Unternehmen empfohlen, frühzeitig Kontakt aufzunehmen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Kurzarbeit zu beantragen?

Sind Arbeitsausfälle durch das Corona-Virus mit einem Entgeltausfall verbunden, ist ein Ausgleich mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich. Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss. Ein unabwendbares Ereignis liegt auch dann vor, wenn etwa durch staatliche Schutzmaßnahmen Betriebe geschlossen werden. Ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes vorliegen, entscheidet die zuständige Agentur für Arbeit. Die Bundesagentur für Arbeit informiert auf ihrer Website über die neuen Voraussetzungen des Kurzarbeitergeldes oder in einem Flyer, außerdem können Sie online direkt einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen.

 

Wie kann ich mich vor wirtschaftlichen Krisen schützen?

Nicht nur das Corona-Virus, sondern auch andere konjunkturelle Verwerfungen können Unternehmen schwer zusetzen. Daher ist es wichtig, dass Gastronomen und Hotelier frühzeitig die richtigen Schritte ergreifen und nicht erst handeln, wenn es wirklich zu spät ist: Präventives Risikomanagement ist das Schlagwort.

Telefonische Krankschreibung – was muss beachtet werden?

Seit Anfang März können sich Patienten telefonisch krankschreiben lassen und so den Weg zum Arzt und eine mögliche Ansteckung am Covid-19 Virus vermeiden. Folgende Punkte müssen beachtet werden:

  • Die telefonische Krankschreibung ist für Arbeitnehmer, die an einer leichten Atemwegserkrankung leiden – also etwa an einer Erkältung oder einem grippalen Infekt – möglich. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird dem Patienten nach der telefonischen Anamnese zugesendet.
  • Ausgenommen sind Arbeitnehmer, die schwere Symptome zeigen oder in Kontakt mit an Covid-19 Infizierten standen oder sich in einem der bestätigten Risikogebiete aufgehalten haben. Die Kriterien sind vom Robert-Koch-Institut festgelegt worden.
  • Die telefonisch ausgestellte AU gilt für sieben Tage. Halten die Symptome an, muss der Patient doch vorstellig werden.
  • Die Ausnahmeregelung gilt zunächst für vier Wochen, also bis zum 5. April

Gibt es auch eine gültige Online-Krankschreibung?

Tatsächlich bietet Au-schein.de eine kostenlose Corona-Krankschreibung an. Der Patient füllt online einen Fragebogen aus und kann nach der Genehmigung durch eine Tele-Ärztin die AU kostenlos als PDF herunterladen. Hierbei soll jedoch nicht nur dem Arbeitnehmer die Möglichkeit der schnellen Krankschreibung gegeben werden, die Intension ist ernster und – bewiesenermaßen – erfolgreich. Ist der Betroffene in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet gewesen oder hatte Kontakt zu einem Infizierten, erhält er die Krankschreibung für zwei Wochen. Über regelmäßige Rückfragen via Mail wird festgestellt, ob der Patient an einem der 14 von der WHO festgelegten Symptome von Covid-19 leidet. Sollte dies der Fall sein, wird er an die zuständigen Stellen verwiesen. Wer aus einem Risikogebiet kommt oder Kontakt zu Infizierten hatte, wird zudem auf einen Quarantäne Fragebogen verwiesen. Dieser Service wird von der französischen Variante seit dem 28. Februar angeboten und hat auf diesem Weg bereits 15 Hochrisikopatienten identifiziert.

Welche Unterstützung kommt von der Regierung?

In der Nacht von Sonntag auf Montag (8./9. März) hat die große Koalition in einer sieben Stunden andauernden Sitzung Coronavirus-Hilfen für Unternehmer beschlossen. So sollen einerseits die Hürden für den Bezug von Kurzarbeitergeld gesenkt werden. Der Koalitionsausschuss beschloss die volle Erstattung der Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden.

Zusätzlich wurde ein milliardenschweres Investitionspaket verabschiedet, um die besonders hart getroffenen Branchen, zu denen auch der Tourismus zählt, zu unterstützen. In dem 14-seitigen Beschluss von Union und SPD heißt es: „Wir werden die Investitionen des Bundes in den Jahren 2021 bis 2024 um jeweils 3,1 Milliarden Euro verstärken und so vereinbarte Investitionspfade ausbauen und neue Prioritäten in Höhe von insgesamt 12,4 Milliarden Euro ermöglichen“. CSU-Chef Söder twitterte: „Die Groko handelt in der Corona-Krise. Wir haben neben medizinischen Schutzmaßnahmen auch ein großes Hilfspaket für die deutsche Wirtschaft vereinbart: umfassende Kurzarbeiterregelungen, Liquiditätshilfen, Bürgschaften und Steuerstundungen für betroffene Branchen“.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) wertet das Hilfspaket der Bundesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus als „ersten Schritt in die richtige Richtung“. DEHOGA-Präsident Guido Zöllick erklärt: „Die angekündigten Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld als auch die in Aussicht gestellten Liquiditätshilfen begrüßen wir.“ Dennoch blieben die gestrigen Beschlüsse des Koalitionsausschusses hinter den Erwartungen der Branche zurück. „Die vereinbarten Maßnahmen werden nicht ausreichen, um die Krise zu bewältigen“, so Zöllick. „Es besteht weiterer, dringender Handlungsbedarf.“ Priorität müsse zunächst die wirksame Zurverfügungstellung von Liquiditätshilfen haben.

Wie viele bestätigte Fälle gibt es in Deutschland?

Am 12. März um 19.30 Uhr sind in Deutschland laut Angaben des Robert-Koch-Instituts 2.369 Infektionen bekannt, die Symptome beschränken sich fast immer auf leichte Erkältungserscheinungen, zahlreiche Betroffene sind komplett beschwerdefrei. Laut Robert-Koch-Institut erkranken von 100 Infizierten nur 15 schwer, hier kommt es zu Atemproblemen oder einer Lungenentzündung. Mittlerweile gibt es in allen Bundesländern Fälle des Coronavirus, der Schwerpunkt liegt nach wie vor in Nordrhein-Westfalen mit 680 Fällen, dicht gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. In Deutschland sind mittlerweile fünf Todesfälle bekannt.

Gibt es eine Mini INTERNORGA live und online?

Einige Hersteller haben sich zu einer Mini-Online-INTERNORGA zusammengeschlossen, die vom 13. bis zum 17. März jeweils von 16 bis 17 Uhr auf den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram online geht. Die Idee erklärt Andreas Romanowski von kukki folgendermaßen: „Wir produzieren zeitgemäß eine eigene Online-Version der Messe, die jeden Tag über die sozialen Netzwerke der jeweiligen Teilnehmer im Film-Format ausgestrahlt wird. Am ersten Tag (13.03.) wird es eine umfangreichere Live Show geben – inklusive Präsentationen und Q&A’s, sowohl zu den Produkten als auch zu den Firmen und Personen dahinter! Alles, was Kunden schon immer wissen wollten, wird beantwortet, begleitet von einem Abendprogramm im Hintergrund. Von Samstag bis Dienstag gibt es täglich weitere Folgen aus den Bereichen Food & Beverage, Technologie und Design.“ Live auf Facebook und Instagram.

Durch Zufall liest Reiner Burkert, Projektleiter der Malzfabrik, Berlin, den Facebook Post und ist begeistert von der Idee, dass sich innovative Firmen trotz Corona nicht in die Knie zwingen lassen! Spontan stellt er die Räumlichkeiten der Malzfabrik 3 Tage zur Verfügung.

Welche Messen und Veranstaltungen wurden bereits abgesagt?

Ende Februar wurde bekannt gegeben, dass die ITB in Berlin nicht stattfinden wird. Die internationale Tourismusmesse mit 160.000 erwarteten Besuchern und rund 10.000 Ausstellern ist ein Umsatzgarant für die Reisebranche und entsprechend schwer trifft die Entscheidung die betroffenen Aussteller. Zudem wurde bekannt, dass es keinen Nachholtermin geben wird und die Messe vollumfänglich 2020 ausfällt.

Nicht ganz so groß, aber ein Highlight für die Getränkebranche, sollte die ProWein in Düsseldorf werden. Doch die Messe Düsseldorf hat sich für den Ausfall der Messe entschieden. Auch hier wurde kein Ersatztermin gefunden, die nächste ProWein findet erst vom 21.-23. März 2021 statt.

Auch die Verleihung der begehrte Sterne des Guide Michelin fand nicht wie geplant am 3. März in Hamburg statt. Ab 11 Uhr konnte die Bekanntgabe via Livestream verfolgt werden.

Auch die parallel zur INTERNORGA geplante GastroVision in Hamburg wurde abgesagt, hier gibt es auch keinen Nachholtermin. Aber am 12. März gaben die Veranstalter bekannt, das die Gastro Vision Roadshows in München um Frankfurt am Main von einem auf zwei Tage ausgeweitet werden. Die Gastro Vision Roadshow in München findet am 25. und 26. Oktober 2020 statt, die Roadshow in Frankfurt geht am 27. und 28. Oktober 2020 an den Start. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht, diese bittere und schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Nach intensiven Gesprächen, Überlegungen und Abwägungen sind wir jedoch zu dem Schluss gekommen, dass eine Absage der Gastro Vision Hamburg in diesem Jahr die einzig logische Option ist. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen ist es uns nicht möglich, unsere Veranstaltung auf gewohnt hohem Niveau durchzuführen, zumal das Empire Riverside Hotel voraussichtlich nicht als Veranstaltungsort zur Verfügung steht und wir bei allen geprüften Alternativen Abstriche hinsichtlich der Qualität machen müssten. Darüber hinaus befürchten wir, dass sich die Lage bis Juni 2020 hinsichtlich des Virus nicht maßgeblich entspannen wird“, sagt Klaus Klische, Veranstalter der Gastro Vision.

Findet die INTERNORGA statt?

Nein. Die Hamburg Messe und Congress GmbH hat heute nach intensiven Beratungen mit dem Ausstellerbeirat entschieden, die INTERNORGA 2020, Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt, abzusagen. „Die zunehmende Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und die nicht seriös zu kalkulierende Entwicklung bieten unseren Ausstellern, Besuchern und uns keine Grundlage für eine verlässliche Planung“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress. Lesen Sie hier die komplette Pressemitteilung.

Wer entschädigt Gastronomen für die erhöhte No-Show-Rate aufgrund ausgefallener Veranstaltungen?

Wenn die Anzahl der abgesagten Restaurantbesuche in Zeiten des Corona-Virus steigt, so muss beachtet werden, dass bei einfachen Reservierungen (Auswahl der Speisen erfolgt vor Ort, keine Großveranstaltung) kein Bewirtungsvertrag zustande gekommen ist, sondern ein vorvertragliches Schuldverhältnis vorliegt. Betroffene Wirte können zwar theoretisch die nutzlosen Aufwendungen und den entgangenen Gewinn geltend machen, diese Schäden sind in der Praxis jedoch in aller Regel schwer zu beweisen. Wurden Stornogebühren im Vorfeld vereinbart, könnte je nach Ausgestaltung derselben ein entsprechender Anspruch für den Gastronomen bestehen. Es wird Gastronomen empfohlen, besonders bei größeren Gruppen telefonisch zu erfragen, ob die Reservierung wahrgenommen wird.

Werden größere Veranstaltungen abgesagt, sollte der geschlossene Vertrag geprüft werden.

Wer kommt für die Verdienstausfälle der Hersteller, Messebauer und Aussteller auf?

Besonders kleinere und mittlere Handwerksbetriebe, die einen Job als Messestandbauer ergattern konnten, sind von der Absage der großen Messen betroffen. Denn bis jetzt ist noch nicht bekannt, wer für die Verdienstausfälle aufkommt und ob es überhaupt eine Entschädigung geben wird. Auf dpa-Anfrage äußerte sich eine Sprecherin der Messe Berlin wie folgt: „Wir müssen uns jetzt die einzelnen Fälle genau ansehen und prüfen. Die privatrechtlichen Verträge der jeweiligen Betreiber oder Aussteller können unterschiedliche Regelungen beinhalten. Deshalb ist es wichtig, sich das jetzt genau anzusehen und zu prüfen.“

Der Gast storniert aufgrund des Messeausfalls das Hotelzimmer nach Ablauf der Frist zur kostenlosen Stornierung – wer ist verantwortlich?

Der DEHOGA gibt folgendes Statement: „Das Stattfinden einer Messe gehört zum persönlichen Risikobereich des Gastes und befreit ihn nicht von der Zahlungspflicht, wenn die Messe abgesagt wurde.“ Eine Ausnahme besteht bei sogenannten Messe-Paketen, wenn also die Messe Bestandteil des Vertrages zwischen Hotel und Gast oder Firma war. In diesem Fall könnte ein Wegfall der Geschäftsgrundlage nach Paragraf 313 des Bundesgesetzbuches greifen. Wenn der Gast selbst erkrankt ist, entbindet ihn dies trotzdem nicht von der Verpflichtung, für die Kosten des Hotelzimmers aufzukommen. Wenn jedoch das Hotel, bzw. das Zielgebiet unter Quarantäne steht, ist dem Gast eine Anreise nicht möglich. Hier tritt der Fall höherer Gewalt in Kraft und nach Feststellung selbiger durch eine Behörde ist der Hotelier von seiner Leistungspflicht und der Gast von seiner Zahlungspflicht entbunden.

Wenn ich mich testen lasse – wer kommt für die Kosten auf?

Seit dem 28. Februar 2020 übernehmen die Krankenkassen die Kosten, die Entscheidung, ob ein Test durchgeführt wird, obliegt jedoch dem behandelnden Arzt und nicht dem Patienten.

Kann ich mich zweimal mit dem Corona-Virus anstecken?

Es gibt noch keine bewiesenen Erkenntnisse, aber die Forschung ist sich relativ sicher, das eine wiederholte Infektion innerhalb eines kurzen Zeitraumes sehr unwahrscheinlich ist. Laut mdr zeigen erste Untersuchungen, dass Betroffene nach der Erkrankung Antikörper entwickelt haben und damit eine Immunität besitzen. Prof. Dr. Isabella Eckerle vom Universitätsklinikum Genf beruhigt: „Wir wissen allerdings noch nicht, wie lange diese anhält. Wenn man eine Analogie zu den anderen Coronaviren annimmt, könnte man von einem Zeitraum von ein paar Jahren ausgehen: Bei SARS beispielsweise sind Antikörper drei bis fünf Jahre nachweisbar. Die Zeiträume sind also eher Jahre.“

Sind Atemschutzmasken sinnvoll?

Neben Lebensmitteln schwinden auch die Vorräte an Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken. Aber helfen die Masken wirklich vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus? Laut dem Robert-Koch-Institut besteht für Gesunde keine Notwendigkeit, eine Atemschutzmaske zu tragen oder sich damit zu bevorraten. Es gibt keine Belege dafür, das selbige die Gefahr einer Ansteckung messbar reduziert. Sinnvoll ist das Tragen der Atemschutzmasken für bereits Infizierte, medizinisches Personal mit Kontakt zu an Corona Erkrankten und Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten und Symptome zeigen.

Rechtlicher Hinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Fragen und Antworten. Sie sollen gastgewerblichen Betrieben als eine erste Hilfestellung dienen und sensibilisieren. Die Antworten auf die Fragen stellen jedoch keine Rechtsberatung dar und vermögen eine Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt im Einzelfall auch nicht zu ersetzen. Auch können die Antworten zu medizinischen Fragen und möglichen Auswirkungen keine Beratung durch einen Facharzt oder die zuständigen Fachbehörden ersetzen.

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Facebook-Marketing für Gastronomen – zukunftsfähiges und überzeugendes Onlinemarketing

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Seit 2004 ist das soziale Medium Facebook am Netz und erfreut seine zahlreichen Nutzer mit regelmäßig neuen Funktionen. Durch seine vielfältigen Möglichkeiten zum Austausch mit Freunden und Gleichgesinnten bietet das soziale Netzwerk eine ideale Plattform zur überzeugenden Selbstpräsentation. Diese Vorteile sind allerdings nicht nur für Privatpersonen von großem Vorteil, sondern eignen sich vor allem für Gewerbetreibende und Gastronomen.

Social Media im Fokus

Der richtige Umgang mit Bloggern und Influencern

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Im Januar kochte die Geschichte hoch: Der Chef eines irischen Luxushotels ging mit der allzu dreisten Anfrage einer englischen Bloggerin nach einer kostenlosen Luxus-Übernachtung an die Öffentlichkeit, die er ähnlich dreist ablehnte. Was folgte, war ein medialer Shitstorm sowohl gegen das Hotel als auch gegen die Bloggerin. Was aber auch an die Öffentlichkeit kam: Immer mehr Hotels und Restaurants werden mit derartigen Anfragen konfrontiert: Eine Geburtstagsfeier für zehn Personen wird genauso angefragt wie ein Wellness-Wochenende – inklusive Massage, versteht sich.