Wie das Statistische Bundesamt Mitte Mai mitteilte, lagen die Umsätze im Gastgewerbe im ersten Quartal 2015 um nominal 3,5 Prozent (real ein Prozent) über dem Vorjahresergebnis. Allein im Monat März erzielte das Gastgewerbe mit 5,4 Milliarden Euro den höchsten nominalen Umsatz seit 2002. Grund ist die weiterhin ausgezeichnete Konsumstimmung. „Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Herausforderungen für unsere Betriebe machen diese Zahlen Mut“, kommentiert Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband). „Die positive Umsatzentwicklung hält an, ebenso allerdings der Unmut über die Bürokratie.“

Die Gastronomie verbuchte von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 2,9 Prozent (real 0,5 Prozent). Die Beherbergungsbetriebe setzten im ersten Quartal nominal 4,3 Prozent (real 1,9 Prozent) mehr um.

Besonders positiv bewertet Fischer die konstant steigenden Beschäftigtenzahlen: „Monat für Monat, Jahr für Jahr – der Jobmotor Gastgewerbe läuft weiter auf Hochtouren.“ 915.800 Menschen sind laut Bundesagentur für Arbeit in Gastronomie und Hotellerie sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies entspricht einem Plus von 5,5 Prozent bzw. 47.700 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr (Gesamtwirtschaft +1,8 Prozent, Stand Februar). Die Entwicklung im Gastgewerbe ist damit weiterhin überdurchschnittlich. In den vergangenen zehn Jahren haben Gastronomie und Hotellerie mehr als 200.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. Das ist laut dem DEHOGA Bundesverband ein Plus von rund 30 Prozent (Gesamtwirtschaft rund 13 Prozent).

Die DEHOGA-Prognose für das Gesamtjahr ist mit 1,5 Prozent positiv, jedoch nicht überschwänglich. „Für Frust sorgen weiterhin die Nebenwirkungen des Mindestlohnes, die zahlreichen Dokumentationspflichten sowie das starre Arbeitszeitgesetz“, so der DEHOGA-Präsident.