Vier Millionen Bundesbürger haben im vergangenen Jahr laut Fahrradverband ADFC eine solche Reise mit drei oder mehr Übernachtungen gemacht und dabei rund 2,5 Milliarden Euro für Übernachtung, Verpflegung und Kultur ausgegeben. Aus der ADFC-Radreiseanalyse 2015 geht auch hervor, dass Radurlauber immer jünger werden: 2014 war der durchschnittliche Radreisende etwa 45 Jahre alt. 2007 hatte das Durchschnittsalter noch bei 53 Jahren gelegen.

Der beliebteste Radfernweg in Deutschland war im vergangenen Jahr erneut der Elberadweg, die Plätze 2 und 3 belegten der Main- und der Donauradweg. Beliebteste deutsche Radreiseregion ist weiterhin Bayern. Es folgen Bodensee und Mecklenburg-Vorpommern. Neu sind Baden-Württemberg, NRW und der Schwarzwald unter den Top-Ten.

Raimund Jennert, Tourismus-Vorstand des ADFC-Bundesverbandes, sagt: „Deutschland ist Weltmeister, nicht nur beim Fußball, sondern auch beim Radtourismus. Nirgendwo sonst gibt es so viele attraktive Radfernwege – und die ganze Welt ist darauf zu Gast. Darauf können wir stolz sein, aber es verpflichtet auch zu Qualität. Besonders die Top-Destinationen 2015 der Radurlauber, wie der Ostseeküsten-Radweg, müssen jetzt ihre Hausaufgaben bei der Qualitätssicherung machen.“ Der Radtourismus werde laut dem ADFC-Vorstand weiter wachsen – auch, weil der Pedelec-Boom viele Menschen aufs Rad locke, die sich zuvor nicht fit genug gefühlt hätten. „Das ist gut so, denn Fahrradurlaub ist gesund und umweltschonend. Damit sich auch Familien mit kleinen Kindern und ältere Leute auf dem Rad wohl fühlen, brauchen wir sichere und komfortable Radwege. Naturschönheit allein reicht nicht, Radregionen müssen auch etwas in Sachen Sicherheit und Komfort tun.“