Veranstaltungen sind in der Gastronomie ein beliebtes Instrument, um betriebswirtschaftliche Potenziale zu heben und Gäste langfristig zu binden. Deshalb ist es für Gastronomen wichtig, Events oder auch Gutscheinaktionen in ihr Marketing einzubinden. Das Berliner Unternehmen resmio hat die gleichnamige Reservierungsmanagement-Software für die Gastronomie entwickelt, die regelbasiertes Direktmarketing umsetzt, wie es bei resmio heißt. Mit der Software-Funktion „Ticketing“ erstellen Gastronomen Veranstaltungstickets oder Gutscheine und senden ihre Angebote als E-Mail-Kampagnen automatisch und gezielt an vorsortierte Gästegruppen. Ab sofort entscheiden Gastronomen, was sie online verkaufen und wie sie für ihre Angebote werben.

Yasha Tarani, Geschäftsführer und Gründer von resmio, betont: „Automatisierung und Emanzipation der Gastronomen werden bei uns großgeschrieben. Unsere Vision ist, dass jeder Gastronom online wirbt und damit seine Einnahmen erhöht. Mit resmio erzielen Restaurants messbaren Umsatz mit ihrer Online-Werbung.“ Der Anspruch von resmio sei, Gastronomen den Marketingalltag zu erleichtern, weshalb das Unternehmen verschiedene Funktionen in der Software entwickelt habe. Zum einen sei eine dynamische Preisgestaltung möglich.

Dabei würden die Preise automatisch an die Kapazität des Restaurants angepasst, um die Auslastung zu verbessern. Bisher sei diese Art des Yield-Managements (Ertragsmanagement) nur in der Hotellerie und Luftfahrt üblich. Zudem könnten Gastronomen mit resmio ein digitales Gästeverzeichnis anlegen, was wiederum die Gästeansprache erleichtere, erläutert Yasha Tarani. Jedidjah Buchmann vom Restaurant Lorbeer aus Berlin sagt: „Durch Ticketing konnte ich Gäste binden und meine Umsätze steigern. Mit nur einem Veranstaltungsticket für ein Menü zum Valentinstag habe ich in weniger als zwei Wochen Umsatz im dreistelligen Bereich erzielt, bevor die Gäste mein Restaurant überhaupt betreten haben. So kann ich ab sofort vor jeder Veranstaltung Materialeinsatz und Platzkapazität anpassen, um Überschuss vorzubeugen.“

Einen ähnlichen Weg beschreitet auch das Gutscheinportal Groupon. Das Unternehmen bietet Betrieben Online-Vermarktungsmöglichkeiten, indem für lokale Angebote ein Marktplatz geschaffen wird. Das Modell scheint recht simpel: Ein Restaurant oder Hotel vermarktet über Groupon einen Gutschein für ein Buffet oder eine besondere Veranstaltung. Dieser Gutschein ist preisreduziert, beispielsweise kostet das Frühstücksbuffet die Hälfte weniger. „Diese Vorteilspreise kommen durch die Festlegung einer Mindestanzahl an Käufern für das jeweilige Angebot, den sogenannten ‚Deal’, zustande: Finden sich genügend Käufer, erhält jeder den Gutschein zum Spartarif. Wird die Käuferanzahl nicht erreicht, kommt der Deal auch nicht zustande, und die Nutzer treffen keinerlei Kosten“, heißt es.

Die Online-Vermarktung eigener Angebote über Groupon sei wirksamer und vor allem für kleine und mittlere Unternehmen günstiger als zum Beispiel eine Anzeigenschaltung, wirbt das Unternehmen. Dadurch könnten lokale Unternehmen zudem ihre Kapazitäten besser steuern und eine optimale Auslastung auch in schwächeren Zeiten gewährleisten.