Suche
Anzeige

10 Tipps von Facebook zur digitalen Kommunikation

Wie andere internationale Technologie-Unternehmen hat auch Facebook in den letzten Wochen und Monaten Bemühungen unternommen, Unternehmen mit Coachings und branchenspezifischen Tipps in der wirtschaftlich schwierigen Situation zu unterstützen. Aus den häufigsten Fragestellungen von Unternehmen an Facebook hat der Konzern 10 relevante Punkte zum Thema „Digitale Kommunikation” verfasst, die sich vor allem an mittelständische Unternehmen richten.

marchmeena29 | iStockphotomarchmeena29 | iStockphoto

1. Routine is king: Regelmäßig posten

Die regelmäßige Nutzung digitaler Kanäle ist eine Aufgabe, die UnternehmerInnen Zeit abverlangt. Um die Weichen richtig zu stellen, sollten zunächst alle Unternehmensinfos korrekt hinterlegt und bei Bedarf aktualisiert werden. Dann kann es losgehen – die Etablierung einer Routine ist entscheidend: Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche sollten relevante Inhalte geteilt werden. Dazu bietet es sich an, vorab zu planen, welche Inhalte veröffentlicht werden sollen und diese nach Möglichkeit vorzuproduzieren. Gute Faustregeln speziell für die Erstellung eines ansprechenden Instagram-Accounts sind dabei, immer passende und miteinander harmonierende Filter für Bilder auszuwählen, sowie statt generischer Hashtags lieber solche mit mittlerer Reichweite zu nutzen.

2. Content is queen: Inhaltliche Kategorien etablieren

Die Frage, die viele KleinunternehmerInnen umtreibt: Welche Inhalte sollen erstellt und veröffentlicht werden? Die Erstellung von Content-Kategorien hilft bei der strategischen und zielgruppengerichteten Kommunikation auf Social Media. Um sich authentisch und nahbar zu präsentieren, sind etwa Einblicke hinter die Kulissen sehr beliebt. Auch saisonal passende Impressionen wie beispielsweise Frühjahrs- oder Weihnachtsangebote oder eine wöchentliche Übersicht wechselnder Angebote, speziell in Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel, bieten sich an, um Aufmerksamkeit und Interesse für die eigenen Produkte zu generieren. Darüber hinaus erwarten Kunden, digital über News, wie beispielsweise geänderte Öffnungszeiten oder anstehende Veranstaltungen, informiert zu werden. Seit kurzem bietet Facebook KleinunternehmerInnen zudem auch die Monetarisierung ihrer Events an. Gerade in Corona-Zeiten sind Live-Übertragungen übrigens eine gute Möglichkeit, um wie bei regulären Veranstaltungen direkt mit den Kunden in Kontakt zu kommen.

Partner aus dem HORECA Scout

3. Probieren geht über studieren: Inhalte testen und analysieren

Immer wieder mit Inhalten zu experimentieren lohnt sich, weil UnternehmerInnen dadurch ein besseres Gespür dafür bekommen, was ihre Kunden von ihnen erwarten und wofür sie sich interessieren. Dementsprechend sollten Inhalte auch immer wieder analysiert werden: das direkte Kundenfeedback ist entscheidend. Welche Reichweiten erzielen unterschiedliche Beiträge? Wie interagiert die Community mit den Inhalten? Wie äußern sich die Kunden dazu? Die Antworten auf diese Fragen erlauben es, Rückschlüsse auf Themen zu ziehen, die besonders relevant für die eigene Zielgruppe sind. Darauf basierend kann der Content für die eigene digitale Präsenz angepasst werden. 

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceFührung, Management und Leadership
Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

4. Die digitale Nachbarschaft: Community Management

Der Vorteil an der digitalen Kommunikation über Social Media ist, dass diese keine Einbahnstraße ist: UnternehmerInnen können direkt und unkompliziert mit ihren Kunden in Kontakt treten und im Dialog bleiben. Dafür bietet es sich beispielsweise an, mithilfe von direkten Fragen mit der Community zu interagieren. Gerade Instagram Stories eignen sich besonders gut, um den Dialog zu starten, etwa über Fragen in den Stories und Stickern. Auf Facebook bieten Call-to-Action Buttons Kunden die Möglichkeit, mit nur einem Klick Kontakt aufzunehmen. Um die eigene Community aufzubauen und zielgerichtet Menschen zu bestimmten Themen zu erreichen, können eigene Inhalte auch in passende Gruppen gepostet werden, wodurch Interessierte auf das Unternehmen aufmerksam werden.

Themen in diesem Artikel
MarketingManagementDigitales MarketingUnternehmensführung

5. Team up!: Mit lokalen Partnern und Influencern zusammenarbeiten

Wo Synergien sichtbar sind, sollten diese auch genutzt werden. So können (langfristige) Kooperationen mit passenden Influencern, auch sogenannten Micro-Influencern mit kleinerer Reichweite, eingegangen werden, um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen. Nach einer ersten Kontaktaufnahme und vorheriger Abstimmung erhalten Influencer die Möglichkeit, an einer (virtuellen) Veranstaltung teilzunehmen und/oder Produkte sowie Services zu testen, und ihre Erfahrungen dazu mit ihrer zu teilen, beispielsweise über Facebook-Posts oder Instagram Stories. Das Unternehmen sollte dabei immer verlinkt werden – so wird die Community der jeweiligen Influencer unmittelbar auf die Unternehmen aufmerksam. Dasselbe Prinzip ist auch auf lokale Partner in der Umgebung anwendbar.

6. Aufmerksamkeit schaffen: Werbung für die eigenen Produkte

Werbung sollte immer transparent als solche gekennzeichnet werden. Das funktioniert bei Facebook und Instagram beispielsweise ganz einfach, indem Influencer das jeweilige Unternehmen verlinken und Inhalte so als branded content markieren. Das hat den Vorteil, dass auch die KMU dadurch Reichweite erhalten und mehr Personen auf ihre digitale Präsenz aufmerksam werden. Auch Produkte können Unternehmen so anbieten, beispielsweise durch die Nutzung von Instagram Shopping Tags. Mit Shopping Tags können Produkte direkt verlinkt werden, sodass es für Kunden einfach ist, die Produkte im Shop zu finden und unmittelbar zu erwerben.

Lesen Sie auch
AußengastronomieGastro, Recht und Gewerbe
Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

7. Zielgruppen erreichen: Unterschiedliche Targeting-Optionen 

UnternehmerInnen können auf digitalen Kanälen auch selbst Werbeanzeigen schalten, um ihr Unternehmen hervorzuheben. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass die Zielgruppe genau definiert wird: Eingrenzungen hinsichtlich Alter, Geschlecht, Region und Interessen helfen, zielgerichtet die Personen anzusprechen, für die das eigene Unternehmen relevant sein könnte. Schon der Einsatz eines geringen Budgets führt dazu, dass über den Kundenstamm hinaus weitere Menschen angesprochen werden und sich über das Unternehmen informieren können. Nicht nur Produkte und Dienstleistungen können beworben werden: Auf Facebook können auch Stellenanzeigen erstellt und mit kleinem Budget geboostet werden, um die Personalsuche für UnternehmerInnen zu erleichtern. 

8. Window shopping: Digitale Schaufenster erstellen

Neben den bereits erwähnten Instagram Shopping Tags können UnternehmerInnen ihre Produkte nun auch direkt über Facebook anbieten. Facebook Shops erlaubt es ihnen, auf der Plattform an ihre Kunden zu verkaufen. Vorteil ist, dass die Verkäufe sich tracken lassen und der Verkaufserfolg so genau gemessen werden kann. Auch WhatsApp Business ermöglicht es Kleinunternehmen mit der Katalogfunktion, Produkte digital vorzustellen. Wenn Kunden zu einem bestimmten Produkt Rückfragen haben oder dieses gleich bestellen wollen, können sie die Unternehmen über WhatsApp Business unmittelbar dazu ansprechen.

9. Heißer Draht: Über WhatsApp Business direkt kommunizieren

WhatsApp Business ist ohnehin ein weiteres wichtiges Tool für KleinunternehmerInnen, das ihnen hilft, stärker in den Kundendialog einzusteigen. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, dass Kunden nach wie vor den direkten Kontakt zum Unternehmen suchen: Sie haben Fragen, möchten persönlich beraten werden und ihre lokalen KMU bestmöglich unterstützen. Da viele Menschen in Deutschland WhatsApp bereits nutzen und mit dem Messenger-Service vertraut sind, ist die Business Lösung eine einfache Methode für Unternehmen, um auf persönlicher Ebene mit Kunden zu kommunizieren. KMU sollten diesen schnellen Kommunikationsweg unbedingt auch dafür nutzen, über geänderte Öffnungszeiten, spezielle Angebote und aktuelle Produkte oder Services zu informieren.

10. Weniger ist mehr: Simple Zusatztools anwenden

Der Blick in den App Store lohnt sich, um smarte Unterstützung beispielsweise bei der Planung von Inhalten zu erhalten. Außerdem können UnternehmerInnen die Möglichkeiten im Feed und in den Stories nutzen, um Inhalte auf verschiedenen Wegen an ihre Kunden heranzutragen: die optisch ansprechenden und zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten sorgen für Abwechslung und Aufmerksamkeit. Dabei empfiehlt es sich, aktuelle Trends aufzunehmen: Während der Corona-Krise hat sich etwa die Bewegung des lokalen Reisens online weit verbreitet. Wer diese Trends nutzt, schafft gleich auch zusätzliche Sichtbarkeit für sich und sein Unternehmen.

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus? Steuerberater Christopher Arendt erklärt, wo die typischen Schwachstellen sitzen und warum wachsende Betriebe ihre Kontrollen jetzt mitwachsen lassen müssen.

Robert Bye, Unsplash
Außengastronomie

Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben. Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Städte Außengastronomie bepreisen.

wattline GmbH
Allgemeine Haustechnik

Energieverbrauch im Gastgewerbe: Wo die größten Kostentreiber liegen

Strom, Gas, Heizung – Energiekosten gehören zu den größten Ausgabenposten in Hotels und Restaurants. Doch die Höhe der Rechnung ist alles andere als Zufall: Öffnungszeiten, Gästeaufkommen und die Lage des Betriebs spielen eine ebenso große Rolle wie die technische Ausstattung. Wer weiß, an welchen Stellschrauben sich tatsächlich drehen lässt, kann Kosten senken – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Doch welche Faktoren wiegen am schwersten, und wo verbergen sich die größten Einsparpotenziale?

Canva
Digitalisierung

KI-Inhalte kennzeichnen: Was ab 2. August 2026 gilt

Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung liegt – und warum Betriebe, die das ignorieren, Abmahnungen und empfindliche Bußgelder riskieren.

Lightspeed, L Seden
Branche und Trends

Nachhaltigkeit in der Gastronomie stößt an die Preisgrenze

Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal fünf Prozent Aufschlag. Für Gastronomiebetriebe wird die grüne Transformation damit zur ökonomischen Gratwanderung.

Gastfreund GmbH
Branche und Trends

Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern schlicht den Anschluss. Ein aktueller Branchenreport der Gastfreund GmbH zeigt, wo der größte Hebel liegt – und warum die eigentliche Herausforderung nicht Technologie, sondern Integration ist.

Weitere Artikel zum Thema

ACCONSIS
50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus?[...]
ACCONSIS
Lightspeed, L Seden
Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal[...]
Lightspeed, L Seden
Gastfreund GmbH
Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern[...]
Gastfreund GmbH
Jakub Żerdzicki, Unsplash
Rekordübernachtungen und steigende Insolvenzen – die deutsche Hotellerie navigiert 2025 durch widersprüchliche Signale. Während die Auslastung anzieht, brechen die Zimmerpreise ein. Was bedeutet diese Schere zwischen operativem Erfolg und schwindendem Ertrag für Betriebe, die bereits[...]
Jakub Żerdzicki, Unsplash
Daniel, Unsplash
Das Gastgewerbe ist im April der stärkste Wachstumstreiber im deutschen Mittelstand. Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex zeigt aber auch, warum die Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind.[...]
Daniel, Unsplash
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.