Arbeitszeit

Antrag zur Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetztes gescheitert

Ende September ist der mit Spannung erwartete Antrag der FDP-Fraktion bezüglich der Arbeitszeitflexibilisierung von den übrigen Fraktionen abgelehnt worden. Der Ausschuss für Arbeit und Soziales lehnte den entsprechenden Gesetzesentwurf ab.

Stechmaschinen sollen der Vergangenheit angehören: Das Gastgewerbe fordert schon lange die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Die Umstellung von Tages- auf Wochenarbeitszeit ist das Ziel.
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Während die SPD fürchtet, dass der Schutz des Arbeitnehmers durch den Verlust des 8-Stunden-Tages nicht mehr gewährleistet ist, argumentiert das Bündnis 90/Die Grünen mit den wissenschaftlich bewiesenen negativen Auswirkungen, resultierend in höherer Unfallgefahr und angeschlagener Gesundheit. Dabei geht es dem DEHOGA nicht darum, dass die Mitarbeiter in Gastronomie und Hotellerie mehr Stunden arbeiten, es soll nur die starre tagesbezogene Arbeitszeit von einer flexiblen Wochenarbeitszeit abgelöst werden.


„Es geht nicht um mehr Arbeit“, so DEHOGA-Präsident Guido Zöllick, „sondern um eine bessere Verteilung der Arbeitszeit. Gesundheitsschutz, Jugendarbeitsschutz und Mindestruhezeiten bleiben gewahrt.“

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4 Comments on “Antrag zur Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetztes gescheitert”

  1. Hoffentlich legen die Mitarbeiter aus Küche und Service beim nächsten Staatsbesuch, G20 Gipfel oder ähnlichen Veranstaltungen noch 8 Stunden die Schürze hin und gehen in den Feierabend.

  2. das ist wieder typisch, von der Praxis keine Ahnung und solche Entscheidungen treffen

  3. „Lukas 10.30.2018 AT 11:20“ hat ja sooo Recht ! Aber warum organisieren sich die Arbeitgeber und Unternehmer nicht endlich einmal und zeigen den ganzen Politikern und „Entscheidern“ nicht einfach mal was Sache ist. Gerade diese Menschen sind täglich in Hotel und Gastronomie unterwegs und mit ihren Geschäftsessen und Tagungen darauf angewiesen. Lasst alle Politiker doch in Zukunft ihr Essen zuhause essen und ihre Gespräche und Kaffeepausen am Imbisstand an der zugigen Ecke absitzen. Das Hotel- und Gastgewerbe zahlt mit die meisten Steuern (Umsatzsteuer-Problematik 7/19%) und hat die größten Hürden und Schikanen mitzuerleben. Alles unter der Ausrede des Arbeitnehmerschutzes.
    Ich bin jetzt seit 34 Jahren Unternehmer, davon 4 Jahre zusätzlich Gastronomie und muss sagen, dass all das was vor deutschen Arbeitsgerichten zum „Schutze des Arbeitnehmers“ heutzutage ab geht eher Spott und Hohn gegenüber den meisten Arbeitgebern ist. Deutschland lebt in einer Gesellschaft von immer mehr an unqualifizierten und arbeitsscheuen Arbeitnehmern, die sich mit einem „immer mehr an Rechten“ am liebsten bei einer „3 Stunden Woche“ daheim am Sofa mit 50 Kilo Übergewicht und einer Tüte Chips den Bauch vollstopfen würde.
    Am schlimmsten ist jedoch, dass all diese ganzen Missstände die meiste Zeit nur totgeschwiegen oder „schöngelogen“ werden obwohl man täglich hört und sieht „der macht zu, der hört auf, der ist insolvent, der Pächter hat schon wieder gewechselt… ja warum denn nur ? – wo soll das hinführen ? Meiner Meinung nach besteht JETZT dringender Handlungsbedarf, denn es ist bald zu spät?
    Es gibt so viele Dinge, die von Menschen entschieden werden die nicht den blassesten Schimmer von den tatsächlichen Umständen und Gegebenheiten der Realität haben. Man sieht es auch, wenn wieder einmal 80-100 Gäste kommen die nicht eingeplant waren und bei vollem Haus absolut verständnislos das Personal beleidigen wenn das Getränk oder das Essen nicht innerhalb von 5 Minuten am Tisch steht.
    Wie gesagt – einfach mal nur so zum Nachdenken – oder zum zuschauen bis der Arbeitnehmerschutz den Arbeitnehmer irgend wann endlich zu 100% vor Arbeit schützt und wir Arbeitgeber für die Arbeitnehmerbezahlung dreifach-Schichten arbeiten – >>> oder enden wir hier ? Idiocracy 2006 / https://tinyurl.com/y79mpmas
    Wer geht den ersten Schritt ? Ich bin dabei…

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