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E-Mobilität in der Hotellerie – Pluspunkt für Gäste und Umwelt

Nachhaltigkeitskonzepte gewinnen in Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Dazu zählt auch der Ausbau der Elektromobilität. Für das Gastgewerbe bedeutet dies: Durch die Errichtung eigener Ladeinfrastrukturen können Hotels ökologische Verantwortung zeigen und sich obendrein durch einen besonderen Service vom Wettbewerb abheben. Charging-as-a-Service-Modelle helfen, den Aufwand gering zu halten.
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Die aufwändige und komplexe Implementierung der Ladepunkte schreckt noch viele Hoteliers ab. Abhilfe schaffen innovative Charging-as-a-Service-Modelle, die den Hoteliers den gesamten Workflow abnehmen – von der Planung über den Bau bis hin zu Betrieb, Wartung und Reparatur der Ladelösung.

Ressourcen schonen, Schadstoffemissionen vermeiden, Klima schützen – der Trend hin zu nachhaltigem Handeln zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang steigen auch das Bewusstsein und die Verantwortung der Menschen für umweltfreundliches Reisen. So nimmt die Nachfrage nach einer nachhaltigen Unterbringung rasant zu. Viele Gäste erwarten heute, dass Hotels gewisse Umweltstandards konsequent einhalten und sich für ökologische Belange wie etwa eine CO₂-Neutralität einsetzen. Daher gewinnt beispielsweise die Erzeugung und Einspeisung „grüner“ Energie durch hoteleigene Photovoltaik-Anlagen zunehmend an Bedeutung.

Noch wichtiger in diesem Kontext ist es, den Gästen das unkomplizierte Laden ihrer Elektrofahrzeuge direkt auf dem Hotelgelände anzubieten. Hoteliers schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie können dadurch ihr Engagement für die Umwelt unter Beweis stellen und gleichermaßen durch die Bereitstellung einer funktionierenden Ladeinfrastruktur einen Wettbewerbsvorteil realisieren sowie zusätzliche Kundengruppen ansprechen. Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Konkurrenzdrucks in der Tourismusbranche leistet dieser besondere Service einen wichtigen Beitrag dazu, das Markenimage und den Bekanntheitsgrad des Hotels in der Region zu verbessern.

Dieses kann sich nicht nur als umweltbewusstes Unternehmen, sondern auch als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Denn auch die Mitarbeitenden profitieren von der Lademöglichkeit und können diese – eventuell sogar zu vergünstigten Konditionen – für ihre E-Autos nutzen. Und nicht zuletzt unterstützen hoteleigene Ladepunkte auch die regionale Infrastruktur für Elektrofahrzeuge maßgeblich. So ebnet das Engagement den Weg, um intensivere Beziehungen zu lokalen Unternehmen, Behörden und ökologisch relevanten Interessensgruppen aufzubauen.

E-Ladeinfrastruktur – von der Kür zur Pflicht

Dabei bleibt die Implementierung einer eigenen E-Ladeinfrastruktur für die Hotels keine rein freiwillige Angelegenheit: Denn nach den Richtlinien des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG) sind auch Hotel- und Gastronomiebetriebe dazu verpflichtet, bis 2025 Lademöglichkeiten für ihre Gäste, Mitarbeitende und sogar externe E-Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Die Regelung gilt bereits ab sechs Stellplätzen in Neubauten und 20 Stellplätzen bei Bestandsobjekten. Aus diesem Grund ist in den kommenden Monaten mit einer stark steigenden Nachfrage nach entsprechenden Bauleistungen zu rechnen. Daher kann es bei den ausführenden Unternehmen aus dem Elektrohandwerk durchaus zu einer Überlastung und zu Engpässen kommen – nicht zuletzt auch wegen des anhaltenden Fachkräftemangels. Dies sollte für Hoteliers Grund genug sein, sich bereits jetzt mit der Planung und Errichtung einer Ladeinfrastruktur zu beschäftigen.

Die zentrale Bedeutung dieser Maßnahme zeigen auch die Ergebnisse einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) vom Januar 2023: Demnach bietet gut ein Viertel der 1.500 befragten Betriebe bereits eine Lademöglichkeit auf dem eigenen Gelände. Die Hotellerie kommt dabei sogar auf knapp 44 Prozent, während es die Gastronomie lediglich auf rund neun Prozent bringt. Demgegenüber planen etwa 24 Prozent der Betriebe, künftig eine Lademöglichkeit anzubieten.

Wichtige Aspekte bereits vor Projektbeginn abklären

Wie können nun Hotelbetreiber konkret vorgehen, wenn sie eine professionelle Ladeinfrastruktur implementieren möchten? Entscheidend für den Erfolg entsprechender Projekte ist es, bereits im Vorfeld einige wichtige Aspekte zu berücksichtigen: Diese reichen von der Auswahl passender Ladetechnik über die Abrechnung mit den Gästen bis hin zur Sicherung der Stromversorgung. Zu beachten ist auch, dass die softwareseitige Installation genauso im Blick behalten werden muss wie die baulichen Anforderungen einer Liegenschaft. Als zentrale Stellschrauben fungieren hier ein intelligentes Lastmanagementsystem und die Steuerung über das Backend.

Um nach der Installation einen reibungslosen Betrieb der Infrastruktur zu gewährleisten, sollte sich die Verwaltung der Ladesäulen nahtlos in die Unternehmens-IT und Buchhaltung integrieren. Hierbei ist ein optimales Zusammenspiel von Hard- und Software entscheidend. Zudem ist es erforderlich, dass der Stromverbrauch zuverlässig abgerechnet und den jeweiligen Usern präzise zugeordnet wird. Bei komplexen Ladeinfrastrukturen mit verschiedenen Nutzergruppen wie Gästen, Mitarbeitenden und Externen kann die Erfassung und Verarbeitung des Verbrauchs zur Herausforderung werden. Unabdingbar sind daher eichrechtskonforme Ladestationen, ein geschützter Datentransfer sowie ein kompatibles Backend. Nur so lässt sich die zuverlässige Kommunikation von Daten im Hinblick auf Authentifizierung, Ladestatus und Abrechnung realisieren.

Charging-as-a-Service deckt gesamten Projekt-Workflow ab

Diese Anforderungen sind für Hoteliers, die in der Regel nicht über entsprechende Fachkenntnisse verfügen, im Alleingang kaum zu stemmen. Vielmehr bedarf es für die erfolgversprechende Planung und Ausführung des gesamten Projekts einer professionellen Unterstützung und Begleitung von externer Seite. Eine praktikable Lösung hierfür bieten Charging-as-a-Service-Modelle (CaaS), wie sie beispielsweise ChargeOne bereitstellt. Hierbei übernimmt der Anbieter den kompletten Projekt-Workflow – von der Planung, Auswahl und Installation der passenden Ladetechnik über Betrieb, Wartung und Reparatur bis hin zu Abrechnung und Notfallservice. So bekommt der Hotelier per Mietmodell eine fertige und maßgeschneiderte Ladeinfrastruktur mit allen erforderlichen Services aus einer Hand.

Dabei fungiert der Anbieter auf Wunsch auch als sogenannter Charge Point Operator (CPO). Dieser kümmert sich nicht nur um den laufenden Betrieb, sondern auch um die Rechnungsabwicklung zwischen Nutzern, Verwaltern und Versorgern. Somit sparen Hoteliers Verwaltungs- und Personalaufwand und können sich ganz auf ihr Kerngeschäft fokussieren. Möglich ist hierbei auch die getrennte Abrechnung von unterschiedlichen Nutzern: So erhalten Mitarbeitende oft einen günstigeren Tarif, während externe User den Standardpreis bezahlen. Ein weiterer Vorteil des CaaS-Modells: Wird der Parkraum des Hotels mit anderen Gewerbebetrieben geteilt, übernimmt der Anbieter auch die Abrechnung und Kommunikation zwischen allen Parteien.

Fazit

Um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Gästen einen besonderen und nachhaltigen Service anzubieten, kommen Hotelbetreiber in Zukunft nicht mehr an dem Thema Elektromobilität vorbei. Unverzichtbar hierfür ist die Bereitstellung einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur für Gäste, Mitarbeitende und Externe. Geht es um die fachgerechte Implementierung und den verlässlichen Betrieb, ist Charging-as-a-Service eine empfehlenswerte Option. Hoteliers profitieren dabei entlang des gesamten Projektzyklus von überschaubaren Kosten und einer hohen Planungssicherheit. Zudem wird die Anlagentechnik immer auf dem neuesten Stand gehalten. So ist gewährleistet, dass sämtliche Ladesäulen jederzeit einwandfrei und sicher funktionieren. Damit wissen Hotelinhaber das Thema E-Mobilität in professionellen Händen und können sich uneingeschränkt ihren Kernaufgaben widmen.

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