Suche
Anzeige

Expertentipp: Was machen große Marken anders?

Coca-Cola, Adidas oder Nivea: Alles Marken, die einen festen Platz in der Wahrnehmung von Verbraucherinnen und Verbrauchern haben. Doch was zeichnet sie und vor allem ihr Marketing aus? Robert Klipp, CEO und geschäftsführender Gesellschafter von My Best Concept, zeigt Wege auf, wie aus einer Marke ein Branchenleader werden kann.

Steve Johnson, PexelsSteve Johnson, Pexels

In erster Linie steht die Markenpositionierung im Zentrum der Strategie. Sie erweist sich als Kern der Brand, definiert die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens und gibt die Richtung für das Markenimage und das gesamte Marketing vor. Dabei lässt sich die Positionierung auch wie eine Leiter beschreiben: Wenn wir gefragt werden, welche Softdrinks wir kennen, nennen wir vermutlich als Erstes Coca-Cola und als Zweites vielleicht Pepsi, Sprite oder Fanta. Coca-Cola hat es damit geschafft, das Markenversprechen und den Mehrwert des Getränks perfekt zu kommunizieren und sich auf dem ersten Platz der gedanklichen Leiter zu positionieren. So kann die richtige Markenführung aus einem Unternehmen einen echten Branchenleader machen.

Interaktion mit der Marke

In der Praxis besteht die Idee also darin, eine Nische oder Position für die eigene Brand, das Produkt oder die Dienstleistung zu identifizieren und zu versuchen, diese bestmöglich zu ‚besitzen‘. Die Positionierung verändert sich dabei kaum oder nur selten und gibt langfristig die Richtung für strategische und taktische Aktivitäten vor, die dazu beitragen, dass sich Produkte und Services von Wettbewerbern abheben. Als solche sollte die Markenpositionierung immer auf andere Schlüsselaspekte der Markenstrategie folgen, nämlich auf die Marktanalyse, die Segmentierung und die Definition der Zielgruppe. Erst dann gilt es die Positionierung zu formulieren und das Markenimage aufzubauen. Letztlich geht es darum, die Konsumierenden in eine Interaktion mit der Brand zu leiten und den Austausch der Menschen über die Marke zu fördern. Wenn Unternehmen zudem Kommunikationsplattformen anbieten, auf denen die Marke im Fokus steht, können sie positive Nutzererfahrungen herstellen und so eine Bindung an das Produkt oder den Service unterstützen.

Partner aus dem HORECA Scout

Stichwort: Influencer

Grundsätzlich muss ein Marketingmodell, in dem die Konsumentin oder der Konsument im Vordergrund steht, natürlich flexibel sein und stets auf Aktionen der Zielgruppe reagieren können. Agiles Marketing eignet sich daher ideal zur Realisierung eines effektiven Marketingmodells, da es die Marke in Interaktion mit den Kundinnen und Kunden sowie den verschiedenen Medien stellt. Die Kommunikation sollte sich dabei jedoch auf Augenhöhe abspielen. Influencer lassen sich bei dieser Strategie sehr gewinnbringend einsetzen, da sie durch ihre Follower eine große Reichweite eröffnen. So können sie die Verbreitung einer Markenbotschaft befördern und den Anstoß sowie den Raum zur Auseinandersetzung mit einer Brand geben. Der entscheidende Vorteil: Verbraucherinnen und Verbraucher werden individueller angesprochen und zur Auseinandersetzung oder sogar zur Interaktion mit der Marke bewegt. Entsteht in diesem Zuge ein positives Bild bei der konsumierenden Person, das sie sogar selbst aktiv mitgeprägt hat, wirkt sich dies im Umkehrschluss positiv auf alle Produkte eines Unternehmens aus. Ein derartiger Ansatz zur Markenbildung und -pflege verlangt daher geradezu eine agile Marketingstrategie. Denn nur so lässt sich jederzeit auf Veränderungen des Markenbildes und Feedback der Kundinnen und Kunden reagieren.“

Weitere Informationen

Lesen Sie auch
Arbeitszeit, Dienstplan, und SchichtplanungGehalt, Benefits und AltersversorgungKostenmanagement
Mindestlohn 2026: Wie Betriebe im Gastgewerbe Personalkosten wieder steuerbar machen
Quinyx
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

Mindestlohn 2026: Wie Betriebe im Gastgewerbe Personalkosten wieder steuerbar machen

13,90 Euro heute, 14,60 Euro 2027 – und fast jede zweite Arbeitskraft im Gastgewerbe ist betroffen. Doch der Stundensatz allein entscheidet nicht über die Personalkosten. Wo genau im Dienstplan das Geld verloren geht und welche Schicht-Stellschrauben Lohnsteigerungen abfedern, ohne Service und Team zu belasten.

Joshua Rodriguez, Unsplash
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

Rentenreform: DEHOGA warnt vor Minijob-Aus und sieht eine Million Stellen im Gastgewerbe in Gefahr

Es geht um die Zukunft eines ganzen Beschäftigungsmodells: Die Rentenkommission will den Sonderstatus von Minijobs streichen, und im Gastgewerbe stehen damit rund 1,1 Millionen Stellen auf dem Spiel. DEHOGA-Präsident Guido Zöllick spricht von einem „Frontalangriff“ auf die Branche, warnt vor neuer Schwarzarbeit und fordert die Politik zum Umsteuern auf.

Markus Spiske, Pexels
Datenschutz

Sommer 2026: Personelle Abwesenheit wird zum Sicherheitsrisiko

Urlaubszeit und ausgedünnte Teams schaffen genau die Lücken, die Cyberkriminelle suchen. Stoïk-Daten belegen, dass Juli und August zu den schadensintensivsten Monaten zählen – und dass die Hotellerie zunehmend ins Visier gerät. Anhand dreier Fälle wird sichtbar, wie E-Mail-Betrug, manipulierte Bankverbindungen und verzögert wirkende Kompromittierungen funktionieren.

Banerjee & Kollegen
Gastro, Recht und Gewerbe

Typische Streitfragen bei Hotel- und Gastronomieimmobilien

Gewährleistungsausschlüsse sind bei Bestandsimmobilien üblich, im Gastgewerbe aber nur dann tragfähig, wenn die Informationslage stimmt. Streit entsteht regelmäßig dort, wo bekannte Einschränkungen der Nutzung oder der Betriebsfähigkeit nicht sauber offengelegt und vertraglich eingeordnet werden.

Weitere Artikel zum Thema

Nikita Kulikov, Unsplash
Speisequalität und Service sind die Grundlage gastronomischen Erfolgs – doch der Umsatz entscheidet sich oft Sekunden vor dem ersten Gespräch mit dem Personal. Betriebe, die ihre Kommunikationsflächen strategisch bespielen, verwandeln passive Wände in aktive Verkäufer[...]
Nikita Kulikov, Unsplash
Click A Tree
Nachhaltigkeit in der Gastronomie – klingt nach Verzicht und hohen Investitionen? Irrtum. Wer ökologische und soziale Verantwortung strategisch einsetzt, steigert nicht nur das Image, sondern auch die Rendite. Sieben praxiserprobte Wege zeigen, wie sich Umweltschutz,[...]
Click A Tree
Frame for Business GmbH
Online-Bewertungen auf Google, TripAdvisor oder Booking.com prägen die Wahrnehmung von Hotels und Gastronomiebetrieben maßgeblich und beeinflussen Buchungsentscheidungen oft innerhalb weniger Sekunden. Einzelne negative Einträge können dabei eine überproportionale Wirkung entfalten – insbesondere dann, wenn sie[...]
Frame for Business GmbH
Yasin Alsbey, Unsplash
Zur Fußball-WM 2026 planen viele Gastronomie-Betriebe Public Viewing, Aktionskarten und besondere Angebote. Ein neues DEHOGA-Merkblatt zeigt, worauf Betriebe bei Werbung, Dekoration und geschützten FIFA-Begriffen achten müssen.[...]
Yasin Alsbey, Unsplash
orderbird
Social Media entscheidet immer häufiger mit, wo wir essen gehen. Gäste entscheiden heute oft schon online anhand von Bildern, Videos oder Empfehlungen, ob ein Restaurant oder Café zu ihren Vorlieben passt. Wie Gastronomen den Sprung[...]
orderbird
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.