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Warum gezielter Markenaufbau für Gastronom:innen in Krisenzeiten unverzichtbar ist

In Zeiten steigender Kosten und sinkender Umsätze wird der Wettbewerb in der Gastronomie immer härter. Dennoch investieren viele Betriebe noch immer kaum in gezieltes Marketing. Eine aktuelle Umfrage von SIDES zeigt, dass fast ein Drittel der befragten Gastronom:innen weniger als 100 Euro pro Monat für die eigene Markenstärkung aufwendet – und damit wertvolle Chancen verpasst, um die eigene Kundschaft zu erweitern und neue Zielgruppen zu erreichen.

WebTechExperts, Pixabay WebTechExperts, Pixabay

Dabei sind Investitionen in Marketing unerlässlich, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und neue Kundenschichten zu erschließen. Social Media – insbesondere Instagram mit 1,4 Milliarden monatlichen Nutzer:innen und einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von über 30 Minuten täglich – bietet hier enormes Potential für gezielte Kampagnen und emotionale Kundenbindung. Laut einer Umfrage von Bitkom lassen sich besonders junge Menschen durch soziale Medien inspirieren. 57 % der 16- bis 29-Jährigen geben an, bereits durch Social Media zum Besuch eines Restaurants animiert worden zu sein . Für Gastronom:innen heißt das: Wer nicht präsent ist, verpasst die Chance, genau diese kaufkräftige Zielgruppe zu erreichen.

Wie viel sollten Restaurants ins Marketing investieren?

Die Frage, wie viel Gastronom:innen ins eigene Marketingbudget stecken sollten, ist von zentraler Bedeutung. In der Gastronomie wird im Allgemeinen empfohlen, zwischen 2 und 5% des Gesamtumsatzes für Marketingmaßnahmen strategisch einzuplanen. Eine sinnvolle Verteilung könnte etwa 40-50% für Online-Marketing, 20-30% für die Erstellung von Inhalten, 10-15% für Influencer-Marketing und 10-15% für lokale Marketingaktivitäten vorsehen. Zudem ist es wichtig, 5-10% des Budgets für Monitoring und Anpassungen einzuplanen, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen effektiv sind und den gewünschten Erfolg bringen.

Partner aus dem HORECA Scout

Ein Großteil der SIDES-Kunden, die alle in der Gastronomie tätig sind, investiert bereits regelmäßig vergleichsweise höhere Summen in Marketing. Von allen Teilnehmern der Umfrage geben 20% monatlich mehr als 1.000 Euro für Marketingmaßnahmen aus. Diese Gastronom:innen setzen verstärkt auf den Bereich Print (64%), Social Media (59%) und hochwertige Produktfotografie (26%), um ihre Marke aufzubauen.

Erfolgsbeispiel Social Media: Eigenvermarktung lohnt sich auch für kleinere Betriebe

Auch mit nur wenigen Filialen kann sich der Marketing-Aufwand lohnen und das Budget sinnvoll eingesetzt werden. Ein Vorreiter-Modell hierfür ist Glückspilz Burger, das es geschafft hat, durch gezielte Social Media-Strategien und den Aufbau von Personas ihre Marke als hippen Lifestyle-Anlaufpunkt zu etablieren und innerhalb von kürzester Zeit mehr als 280.000 Follower:innen auf TikTok zu generieren. Selbst in der branchenweit bekannten Website von OMR (Online Marketing Rockstars) war der SIDES Kunde mit dieser Strategie vertreten und zieht trotz regionaler Begrenzung Gäste aus ganz Deutschland an.

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Ebenfalls bemerkenswert ist das Franchise-Modell Sushi Palace, bei dem der Inhaber Anatolij Dejnekoselbst als Markenbotschafter auftritt und das Image des Sushi als Lieblingsprodukt der Generation Z kultiviert. Durch personalisierte Storys und gezielte Platzierung von Content konnte Sushi Palace eine starke Verbindung zu seiner Zielgruppe aufbauen – und das nahezu ausschließlich über Social Media. Ein weiteres Beispiel ist das noch junge Berliner Restaurant Fergy Pizza, das mit seinen ansprechenden Produktvideos in den sozialen Netzwerken eine Interaktionsrate von bis zu 5% erreicht. Hierbei steht die Darstellung der eigenen Gerichte im Vordergrund.

SIDES als Partner für effektive Marketingstrategien

An dieser Stelle setzt SIDES an. Die Gastronomiemanagementsoftware bietet nicht nur eine effiziente Lösung für den täglichen Betrieb, sondern ermöglicht Gastronom:innen auch, ihr Markenimage durch die Nutzung eines personalisierbaren Webshops und der eigenen App gezielt zu stärken. Dies hilft dabei, Neukunden anzulocken und mit Empfehlungskampagnen oder der Nutzung eines Bonussystems langfristig zu binden. Zusätzlich spart ein eigener Webshop hohe Provisionen bei den bekannten Lieferportalen. So laufen beispielsweise beim Hamburger Restaurant und SIDES Kunden Ala Turka mit dem eigenen Webshop mittlerweile über 45% der Bestellungen über den eigenen Webshop – Tendenz steigend. „Zudem ermöglicht der Webshop auch effektive Online-Werbung auf Plattformen wie Instagram und Facebook“, so Mehmet Türün.

Themen in diesem Artikel
MarketingOnline-MarketingSocial Media

„Unser Ziel ist es, Gastronom:innen die Werkzeuge zu bieten, die sie benötigen, um ihre Marke erfolgreich aufzubauen und in der digitalen Welt herauszustechen“, erklärt Björn Wisnewski, CEO und Gründer von SIDES. „Auch mit kleineren Budgets kann man viel erreichen, wenn man die richtigen Kanäle nutzt und eine konsistente Markenbotschaft vermittelt.“

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