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Günstiges Dinner trotz Inflation: Umfrage deckt Tricks der deutschen Sparfüchse auf

Wenn die Preise steigen, werden die Deutschen kreativ – auch beim Restaurantbesuch. Rund ein Drittel lässt Vor- und Nachspeise gern auch mal als Sparmaßnahme weg, wie eine aktuelle Umfrage von Lightspeed, globaler Anbieter einer cloudbasierten und ganzheitlichen Kassensystem- und Bezahlplattform sowie Finanzdienstleistungen für die Gastronomie und Hotellerie, zeigt.

Pablo Merchán Montes, Unsplash Pablo Merchán Montes, Unsplash

Fast ebenso viele nutzen weitere Spartricks, wie Happy Hours-Deals, um nicht komplett auf den Genuss verzichten zu müssen. Die Umfrage umfasst mehr als 7.500 Restaurantbesucher:innen in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Kanada, den USA und dem Vereinigten Königreich.

Vorliebe fürs Hauptgericht: Jeder dritte Deutsche lässt den Nachtisch weg

Dass der Restaurant-Besuch teurer wird, haben die meisten Verbraucher:innen im Gefühl. Das bestätigt auch die Umfrage: Rund 70 Prozent der deutschen Restaurantbesucher:innen beobachten, dass die Preise für das Essen im Restaurant gestiegen sind – das Gleiche gilt für die Getränkepreise (rund 60 Prozent). Doch anstatt vollständig auf den Restaurantbesuch zu verzichten, werden die Deutschen kreativ:

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  • Rund 30 Prozent der Deutschen überspringen die Vorspeise, ebenso viele lassen das Dessert weg.
    21 Prozent nutzen besondere Restaurantangebote, wie Happy Hour oder 2-3-Gänge-Menüs zum Festpreis (28 Prozent).
  • Knapp ein Viertel (23,7 Prozent) der deutschen Restaurantbesucher:innen nimmt die Reste vom Essen für eine zweite Mahlzeit mit nach Hause.
  • Wohingegen nur 17 Prozent der Deutschen im Restaurant auf alkoholische Getränke verzichten, um Geld zu sparen. In anderen Ländern wie Frankreich (25 Prozent) sowie Kanada (31 Prozent) und den USA (28 Prozent) spielt dies eine viel größere Rolle.
  • Stempelkarten und ähnliches werden bislang übersehen – Nur knapp 9,5 Prozent der deutschen Befragten machen Gebrauch von Treueprogrammen
  • Interessanterweise lassen sich über alle Länder hinweg Frauen (32 Prozent) häufiger das Essen einpacken als Männer (21 Prozent).

Am Trinkgeld sparen – aber nicht komplett

37 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, dass sich die Inflation auf ihre Trinkgeldgewohnheiten auswirkt. Besonders sparsam ist hier die Altersgruppe 25 – 34, wo mehr als jede:r Zweite (52 Prozent) lieber am Trinkgeld spart.

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Während mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) zwischen 10 und 15 Prozent Trinkgeld geben, geben auch 35 Prozent an, weniger oder gar kein Trinkgeld auf die Rechnung zu schlagen. Im europäischen Vergleich sind die Deutschen aber nicht weniger spendabel. 28 Prozent der Franzosen und 31 Prozent der Belgier geben gar kein Trinkgeld; jeweils 43 Prozent geben weniger als 10 Prozent. Dennoch ist es deutschen Restaurantbesucher:innen ein wichtiges Anliegen, den Kellner:innen einen Obolus für den Service dazulassen. Bei der Frage, ob das Trinkgeld abgeschafft werden sollte, sprachen sich 59 Prozent dagegen aus. Das ist im europäischen Vergleich der höchste Wert.

„Trotz gestiegener Preise lassen die Deutschen den Restaurantbesuch nicht ganz ausfallen. Vielmehr passen sie sich den veränderten Vorzeichen an und verzichten beispielsweise auf den Nachtisch, oder wählen Restaurants, die auf sie zugeschnittene Mittagsmenüs anbieten. Gastronomen müssen sich an dieses Umfeld anpassen, indem sie gut kalkulieren, ihr Personal effizient einsetzen sowie ihre Zielgruppen und Vorlieben genau kennen. Die Digitalisierung ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und wir bieten die richtigen Werkzeuge für die vielen Restaurantbesitzer in Deutschland – von Analysen darüber, welches Gericht am meisten nachgefragt wird, bis zum Erhalt kurzfristiger Finanzierungen“, so Sinahn Fabian Sehk, Head of DACH von Lightspeed.

Themen in diesem Artikel
InflationTrinkgeld

Methodik

Lightspeed hat im Mai 2024 eine Verbraucherumfrage gemeinsam mit dem Umfrageanbieter Medallia durchgeführt. Weltweit wurden über 7.500 Personen aus dem Vereinigtes Königreich (1.000 Befragte), Kanada (1.500 Befragte), Vereinigte Staaten (1.500 Befragte), Deutschland (1.000 Befragte), Frankreich (1.000 Befragte), Niederlande (1.000 Befragte) und Belgien (1.000 Befragte) befragt. Die Befragten mussten über 18 Jahre alt sein und in den letzten sechs Monaten ein Restaurant besucht haben. Alle gesammelten Antworten waren anonym und wurden einer Qualitätsprüfung unterzogen, um eine angemessene Fehlermarge zu gewährleisten.

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