Suche

„Arbeit auf Abruf“ in Gefahr

Das Bundesarbeitsministerium hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der verschiedene Verschärfungen im Teilzeitrecht vorsieht. Die Gastronomie ist dabei besonders von der geplanten Regelung für „Arbeit auf Abruf“ betroffen.
Besonders Kellner werden gerne "auf Abruf" angestellt,.ongchinonn | Pixabay

Geplant ist, dass 20 Stunden wöchentlich als vereinbart gelten und bezahlt werden müssen, wenn eine ausdrückliche Stundenabrede im Arbeitsvertrag fehlt – egal, ob diese Stunden geleistet werden oder nicht. „Die Absurdität der vorgesehenen 20-Stunden-Regelung zeigt sich schon allein darin, dass bei „auf Abruf“ arbeitenden Minijobbern, selbst bei Bezahlung mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro bei 20 Stunden pro Woche die 450-Euro-Monatsgrenze in jedem Fall überschritten würde“, hat der DEHOGA Bundesverband ausgerechnet. Deshalb werde die geplante 20-Stunden-Regelung dem Charakter der Abrufarbeit als „Aushilfsarbeit“ nicht gerecht. Besonders betroffen sind Betriebe, bei denen der Arbeitsanfall nicht planbar ist, also beispielsweise in Freizeiteinrichtungen oder Biergärten.

Wie wichtig ist Arbeit auf Abruf für Ihren Betrieb?

Ergebnis ansehen

Wird geladen ... Wird geladen ...

„Der große und steigende Arbeitskräftebedarf im Gastgewerbe, insbesondere auch im Teilzeitbereich, besteht vor allem zu den Zeiten, zu denen der Gast die Leistung nachfragt – und das ist häufig in der Saison bzw. der Urlaubszeit, am Abend und am Wochenende, beim schönem Wetter, zu besonderen Events wie Familienfeiern, Messen oder Volksfesten. Solche Bedarfe kann man nur abdecken und mit den persönlichen Wünschen der einzelnen Mitarbeiter sowie Fairness und Ausgleich im Team in Einklang bringen, wenn die einzelnen Unternehmen und Mitarbeiter die Möglichkeit haben, individuelle arbeitsvertragliche Absprachen zur Arbeitszeit zu treffen. Neue komplizierte Rechtsansprüche lösen diese Herausforderung nicht, im Gegenteil!“, heißt es in einer Stellungnahme des DEHOGA Bundesverbandes.

Weitere Artikel zum Thema

Miriam Engel
Die Forderung nach mehr Flexibilität im Arbeitsleben bezieht sich längst nicht mehr nur auf Strukturen und Zeitsouveränität. Personalpolitik muss im Ganzen neu gedacht werden. Um auch in der Arbeitswelt der Zukunft Personal zu binden und[...]
Yehor Milohrodskyi, Unsplash
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind mehr als drei Millionen Menschen aus dem Land geflohen, davon über 160.000 nach Deutschland. Bei ihrer Aufnahme und Versorgung haben sich Hoteliers und Gastronomen in der ganzen[...]
Engin Akyurt, Unsplash
Die Ferienhotellerie im deutschsprachigen Raum boomt. Gerade Wellness-Hotels und Resorts profitieren stark von dem neuen Trend, Urlaub in der Nähe zu planen, sowie dem anhaltenden Bedürfnis der Gäste nach „Wellbeing“. Professionelles Know-how ist in diesem[...]
Kommunikation als Schlüssel für die Gast-KommunikationRhetorik-Führerschein
Gerade in nie dagewesenen Zeiten wie jetzt, mit vielen neuen Regeln und Vorschriften, die auch noch je nach Bundesland variieren, ist es wichtig, Beschwerden der Kunden nicht nur anzuhören, sondern entsprechend reagieren zu können. Der[...]
Kira auf der Heide, Unsplash
Geschenke sind nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Rahmen eine schöne Möglichkeit, Wertschätzung zu zeigen. Unternehmen stärken dadurch die Mitarbeiterbindung, steigern ihre Arbeitgeberattraktivität und können dabei sogar noch Steuern sparen. Doch welche Möglichkeiten[...]
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.