Kleine Blutsauger auf dem Vormarsch

Bettwanzen bevölkern die Hotelbetten

Vom 5-Sterne-Luxushotel über das Budgethotel, Pensionen und Ferienwohnungen, bis hin zu Jugendherbergen, Gasthäusern und Hostels: Kaum ein Ort, an dem Bettwanzen nicht früher oder später ihr Unwesen treiben. Vor allem der Corona-Lockdown hat ihnen die Möglichkeit gegeben, sich ungestört auszubreiten. So gehen Gastgeber gezielt und hygienisch rein gegen die Blutsauger vor.

© Rentokil

Über viele Jahre schienen Bettwanzen in weiten Teilen der Welt ausgerottet zu sein. Nun sind Bettwanzen als Ektoparasiten trotz eines hohen Hygienestandards im Beherbergungsgewerbe weltweit wieder auf dem Vormarsch und haben sich als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet. Eine Bekämpfung von Bettwanzen ist für Hotels essenziell, steht doch der gute Name auf dem Spiel.

Ursachen für Bettwanzen in Hotels

Die Verschleppung von Bettwanzen kann auf unterschiedliche Arten erfolgen: Bettwanzen betreten die meisten Hotels als blinde Passagiere im Reisegepäck der Gäste, aber auch in Kleidung oder in Möbeln. Einmal angekommen, verbreiten sie sich in rasender Geschwindigkeit und befallen Zimmer für Zimmer. Nachfolgende Gäste tragen Bettwanzen oder deren Eier durch Kleidung, Koffer und Taschen über Verkehrsmittel wie Flugzeuge und Züge in andere Hotels und nach Hause. Aufgrund dieser unbemerkten und kontrollierbaren Verschleppung sind vorbeugende Maßnahmen für Hotelbetreiber nahezu unmöglich.

Folgen, Risiken und Schäden für die Betreiber

Bettwanzen sterben nicht von selbst ab, sondern breiten sich auf benachbarte Zimmer und im schlimmsten Fall auf die gesamte Immobilie aus. Das macht eine Bekämpfung durch erfahrene Schädlingsexperten zwingend notwendig.  Aus einer einzigen weiblichen Bettwanze oder wenigen, mikroskopisch kleinen Bettwanzen-Eiern kann sich innerhalb von nur 13 Wochen eine Epidemie entwickeln. Werden Hotelgäste von Bettwanzen gebissen, drohen erhebliche negative Auswirkungen auf die Reputation sowie die Wirtschaftlichkeit des Hauses. Gäste-Reklamationen und -Abwanderungen sowie Image- und Umsatzverluste sind einige der unangenehmen Folgen.

So kann der Befall erkannt werden

Hotelangestellte aller Bereiche sollten über das Aussehen der Bettwanze informiert sein, besonders das Housekeeping ist für die Früherkennung von Bettwanzen relevant. Ein Befall lässt sich anhand verschiedener Indizien feststellen:

  1. Blutflecken auf dem Bettlaken, der Bettwäsche und der Nachtwäsche: Beim Biss der Bettwanze tritt Blut aus, das zu kleinen Flecken führt.
  2. Kotspuren an Matratzen, Bettrahmen oder hinter Tapeten: Etwa 0,5 bis 1 Millimeter große schwarze Punkte sind insbesondere in der Nähe von Bettwanzenverstecken zu finden.
  3. Häutungsreste: Bettwanzen durchlaufen in ihrer Entwicklung insgesamt fünf Larvenstadien, wobei jede Phase mit einer Häutung eingeleitet wird. Zurück bleiben durchsichtige Hautreste in der Nähe von Bettwanzennestern.
  4. Geruch: Bettwanzen besitzen sogenannte Stinkdrüsen, aus denen ein öliges Sekret austritt. Dies verbreitet einen abstoßenden, süßlichen Geruch, welcher charakteristisch für einen starken Befall ist.

Sofortmaßnahmen ergreifen

Entdeckt der Zimmerservice erste Anzeichen, die auf einen Befall mit Bettwanzen hindeuten, sollten folgende Regeln beachtet werden:

 

  1. Hotelleitung und die Leitung des Housekeepings müssen über den Verdacht eines Bettwanzenbefalls informiert werden.
  2. Dem gesamten Personal muss der Zugang zu dem beziehungsweise den verdächtigen Zimmer(n) untersagt werden.
  3. Ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen muss benachrichtigt werden.
  4. Es sollten keinesfalls Gegenstände aus dem verdächtigen Zimmer entfernt werden. Ausnahme: Gepäck des Gastes, das zuvor entweder durch geschulte Hotelmitarbeiter oder einen Schädlingsexperten auf Bettwanzen kontrolliert wurde.
  5. Wäschewagen, Reinigungsgeräte und -utensilien, die kürzlich in dem betroffenen Raum verwendet wurden, müssen sehr gründlich auf jegliche Anzeichen eines Befalls untersucht werden. Zu diesem Zweck sollten zum Beispiel Staubsauger aus dem Gebäude verbracht werden, um den Staubsaugerbeutel dort zu entsorgen. Gleichzeitig sollten die Aufbewahrungsorte der Gerätschaften gründlich inspiziert werden.
  6. Bettwäsche, Handtücher und andere Altwäsche der betroffenen Etage sollte sofort in einem Plastiksack luftdicht verschlossen werden, bevor diese später der Wäsche zugeführt werden. Müllsäcke sind sofort zu verschließen.

So gelingt die nachhaltige Bekämpfung

Hausmittel

Im Internet kursieren eine ganze Reihe von angeblichen Hausmitteln wie Lavendelpräparate, Wundersprays, Klebefallen bis hin zu angeblich wirksamer Bettwäsche gegen Bettwanzen. Alle diese Mittel sollen Bettwanzen bekämpfen, beseitigen, vernichten oder sonst irgendwie abwehren können. Die meisten sind allerdings entweder komplett unwirksam oder erfüllen nicht ihren Zweck, weil sie meist falsch angewendet werden.

Schädlingsexperte

Eine wirkungsvolle Bettwanzenbekämpfung gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen der Schädlingsbekämpfung. Dies liegt vor allem an der mangelhaften Wirksamkeit vieler Bekämpfungsmittel und der Resistenz von Bettwanzen gegen eine ganze Reihe üblicherweise eingesetzter Präparate. Hinzu kommt, dass eine erfolgreiche Bettwanzenbekämpfung oftmals abhängig ist vom Know-how und der Erfahrung des ausführenden Schädlingsbekämpfers. Bei Bettwanzen gilt: Nur wer die Biologie und das Verhalten genau kennt und dabei die Maßnahmen zur Bekämpfung auf die individuellen Umgebungsbedingungen abstellt, kann nachhaltigen Erfolg haben.

Der Marktführer Rentokil hat sich auf die Bettwanzenbekämpfung spezialisiert und bietet seinen Kunden mit einem speziellen Kombinationsverfahren eine seit Jahren bewährte und hocheffektive Lösung zur Beseitigung dieses gefürchteten Parasiten. Dabei wird mittels einer speziellen Apparatur die Raumtemperatur von betroffenen Zimmern auf bis zu 55 Grad aufgeheizt. Grund: Bettwanzen aller Entwicklungsstadien denaturieren ab ca. 45 Grad. Das bedeutet, die Stoffwechselvorgänge von Bettwanzen brechen zusammen und die Parasiten sterben. In schwer aufzuheizenden Bereichen, wie zum Beispiel unter Bodenbelägen wie Teppichen und PVC werden Bettwanzen durch Temperaturen von über 35 Grad mobilisiert. Dieser reflexartige Mechanismus, auf eine gemäßigte Temperaturerhöhung mit plötzlicher Bewegung zu reagieren, wird dabei bewusst hervorgerufen. Auf diese Weise werden die Blutsauger aus ihren Verstecken gelockt und ein Kontakt mit gezielt ausgebrachten Insektizidbelägen provoziert. Die Bettwanzenbekämpfung gelingt so auch in schwer zugänglichen Bereichen, da der Kontakt mit Insektiziden den unmittelbaren Tod zur Folge hat.

Über Rentokil:
Weltweit und auch in Deutschland ist die Rentokil Schädlingsbekämpfung markt- und technologieführend. Mit vernetzten Schädlingsmanagementkonzepten, kombiniert mit digitaler Dokumentation, unterstützt Rentokil Unternehmen dabei, wirtschaftliche, hygienische und gesundheitliche Risiken in ihrem täglichen Arbeitsablauf zu minimieren. Mit fast 500 hochqualifizierten Schädlingsexperten und 15 Standorten deutschlandweit verfügt Rentokil über das größte Servicenetzwerk der Branche. Dies garantiert schnellste Reaktionszeiten und stellt eine bundesweit gleichbleibend hohe Servicequalität sicher. Rentokil gehört zur Rentokil Initial Gruppe, einem der größten Service-Konzerne weltweit. Die Rentokil Initial Gruppe ist in über 75 Ländern aktiv und beschäftigt mehr als 40.000 Menschen im Dienste einer gemeinsamen Mission: „Menschen schützen, Leben verbessern“. Mit Expertise und Leidenschaft.

Ein Kommentar zu “Bettwanzen bevölkern die Hotelbetten”

  1. Ich selbst hatte bereits größte Schwierigkeiten mit Bettwanzen und das Einzige, was wirklich geholfen hat (ich habe alles probiert, inklusive Rentokill) war:

    0. alles, was ins Gefrierfach passt, ins Gefrierfach für 2 Wochen!
    1. alles gründlichst staubsaugen (Beutel danach ins Gefrierfach oder verbrennen)
    2. alles gründlichst abdampfen
    3. alle Ritzen – egal ob am Bett oder am Boden oder an der Wand – versiegeln (Acryl, Silikon, Kleber).
    4. am Anfang jeden Tag wiederholen, nach 2 Wochen nur noch alle 2 Wochen wiederholen (die Jungen schlüpfen nach 2 Wochen) – nach ca. 4 Wochen sollte man es geschafft haben.

    Geheimwaffe/Schnellhilfe: Haarspray in alle Ritzen. Verklebt die Bettwanzen und die Eier und ist nicht gesundheitsschädlich.

    Gift sprühen hat bei mir NICHT geholfen – auch nicht vom Profi! Die Wanzen sind nur ins nächste Zimmer geflüchtet, weil es nicht mehr so angenehm war.

    Wer ein Zimmer nicht so lange sperren kann (bei mir hat es allerdings oft nach der ersten Vollbehandlung schon keine Bisse mehr gegeben):
    Hitze hilft, wenn man keine Holzfußböden hat, wo sich die Wanzen verkriechen können. Dort wird es nicht heiß genug. Achtung: Manche Möbel harzen bei über 60 Grad Celsius für 8 Stunden! Habe mir extra eine Starkstromleitung legen lassen und mir Heizlüfter geliehen. Hat aber wegen meinen Holzböden auch nicht geholfen. Im Gegenteil, es war gerade warm genug um sich unter den Brettern fleißig weiterzuvermehren!

    Und seitdem ich weiß, dass das Problem existiert, suche ich jede Woche, jedes Zimmer gründlichst nach Wanzen oder deren Kot ab. Wenn man sie früh erwischt, klappt es gut mit meiner Methode.

    Viel Erfolg!

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