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EU-Richtlinie für kostenlose Trinkwasser-Abgabe in Restaurants?

Europa ist bei der Trinkwasserqualität schon sehr weit, will mit einer neuen Trinkwasser-Richtlinie aber noch einen Schritt weiterkommen. Ganz nebenbei soll europaweit geregelt werden, dass Trinkwasser in der Gastronomie kostenlos angeboten werden muss.

Neue EU-Richtlinie zur Trinkwasserverordnungkaticaj | Pixabaykaticaj | Pixabay

Die EU reagiert mit der Richtlinie auf den Willen der Bürger. 1,7 Millionen Menschen in ganz Europa hatten sich bei der europäischen Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht“ für eine strengere Regulierung der Wasserwirtschaft ausgesprochen. Deshalb also die niedrigeren Schadstoffwerte, aber auch mehr Transparenz bei den Wasserversorgern, um Wasser auch weiterhin zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können. Aktuell liegt das Risiko einer potenziellen Gesundheitsgefährdung bei gerade einmal vier Prozent – und soll auf unter ein Prozent sinken. Durch bessere Qualität soll mehr Vertrauen entstehen, damit dann mehr Trinkwasser genutzt werden kann.

Wichtigster Effekt der neuen Trinkwasser-Richtlinie soll die Vermeidung von Plastikmüll sein. Die einfache Konsequenz: Haben die Menschen mehr Vertrauen ins Trinkwasser, wird weniger Wasser aus Plastikflaschen getrunken. Um 17 Prozent soll dieser Konsum sinken – mit entsprechend weniger Plastikmüll, der in der Umwelt oder im Meer landet.

Müssen Restaurants und Kantinen Leitungswasser kostenlos anbieten?

Ein weiterer Bestandteil der geplanten Richtlinie ist die Idee, dass Restaurants und Kantinen Leitungswasser kostenlos anbieten müssen. Was aktuelle in einigen Ländern schon gesetzlich vorgeschrieben ist, soll dann in der ganzen EU gelten. Allerdings: Es handelt sich weiterhin um einen Empfehlung, die Ausführungsbestimmungen sollen den Mitgliedsstaaten überlassen werden. Frans Timmermanns, Vizepräsident der EU-Kommission, sieht in dem Angebot „eine nette Geste“ der Gastronomen, die bei der Entscheidung der Gäste künftig sicherlich eine Rolle spielt. Eine konkrete, sanktionsbewährte Verpflichtung soll es von der EU aber nicht geben – auch keine Verpflichtung für die EU-Staaten, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

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Gute Chancen zur Zustimmung der neuen Richtlinie zum Trinkwasser

Der neuen Trinkwasser-Richtlinie werden gute Chancen zur Zustimmung durch die EU-Kommission und zur Umsetzung eingeräumt, weil sie wenig verbindlich ist und den Mitgliedstaaten sowohl die Freiheit der Umsetzung lässt als auch Sanktionen vermeidet.

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