Nachhaltigkeit

Schluss mit Plastik: Zwei Hamburger Hotels setzen auf Glastrinkhalme

Etwa 600.000 Plastikhalme pro Jahr. So hoch war bis vor kurzem der Verbrauch von Einwegtrinkstäben in den sieben Restaurants und Bars des Empire Riverside Hotel und des Hotel Hafen Hamburg. Nach einer zweimonatigen Testphase setzen die Häuser nun auf die nachhaltige Alternative aus Glas.

Praktisch, wiederverwendbar und optisch schön: Trinkhalme aus Glas.
© HALM

Die Plastiktrinkhalme stehen aktuell – nachdem die EU-Kommission ein Verbot angekündigt hat – im Fokus. Drei Milliarden pro Tag sollen es sein, die weltweit entsorgt werden und einen Beitrag zu den globalen Umweltschäden durch Plastikmüll im Meer leisten. Die beiden Hotels in Hamburg wollen den Müllbergen nun den Kampf ansagen und mit dem Verzicht einen wichtigen Beitrag für ein stärkeres Umweltbewusstsein leisten.

„Umweltschutz und Ressourcenschonung sind für uns eine wahre Herzensangelegenheit. Wir haben das Thema stets im Bewusstsein; vom Wasser- und Energiesparen bis hin zur Vermeidung von Müll und dies nicht erst seit dem aktuellen Vorstoß der EU-Kommission zur Vermeidung von Plastikmaterialien“, erklärt Enrico Ungermann, Direktor der beiden Häuser.

Statt wie bisher 600.000 Plastiktrinkhalme pro Jahr in den insgesamt sieben Restaurants und Bars zu verbrauchen, sind die neuen Varianten des Berliner Startups HALM „Made in Germany“, BPA-frei, extrem stabil und lebenslang haltbar im Einsatz. Durch die Anschaffung fördern die beiden Hamburger Hotelinstitutionen das Thema Nachhaltigkeit, da 50 Prozent des Herstellerprofits in Projekte gegen Plastikmüll fließen.

„Die Glastrinkhalme sind nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern auch für den Geschmack, da keine Plastikrückstände in die Getränke gelangen. Zudem muss eine gründliche und einfache Reinigungsmöglichkeit auch zu Stoßzeiten gewährleistet werden. Diese Kriterien erfüllen die Glasröhrchen“, erläutert Michael Nemecek, Food & Beverage Manager des Empire Riverside Hotel.

Und noch ein Zusatznutzen: Wer im Hotel von den Glashalmen begeistert ist, kann diese für den heimischen Gebrauch auch vor Ort kaufen.

Mehr zu den Trinkhalmen aus Glas lesen Sie hier.

Ein Kommentar zu “Schluss mit Plastik: Zwei Hamburger Hotels setzen auf Glastrinkhalme”

  1. Trinkhalme aus Glas statt aus Plastik sind eine spannende Idee. Ich hätte spontan etwas Bedenken, was passiert, wenn sie abbrechen – gibt es dann nicht Splitter im Getränk? Ansonsten aber eine gute und ökologisch sehr sinnvolle Idee.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Artikel zum Thema

Nachhaltigkeit

EU will Plastikstrohhalme verbieten – Das sind die besten Alternativen

© wisefood GmbH

3 Milliarden Plastikstrohhalme landen weltweit täglich im Müll. Deshalb hat das Europaparlament für ein Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik gestimmt. Ab 2021 sollen eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, aus der EU verbannt werden und so vor allem die Verschmutzung der Meere durch Kunststoff reduziert werden. Damit könnten die Tage des Plastikstrohhalms bald gezählt sein. Wir stellen 6 Alternativen vor.