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Ladebedarf für E-Autos in Deutschland: Droht Ladestau in Tourismusregionen?

Der ADAC hat ein neues Online-Tool vorgestellt, das den Ladebedarf für E-Autos in Deutschland bis 2030 unter Berücksichtigung des Tourismus zeigt. Die aktuelle Infrastrukturplanung vernachlässigt oft touristische Regionen, was zu drohendem Ladestau in führen könnte. Der ADAC prognostiziert für die Jahre 2025 und 2030 zunehmend unterversorgte Tourismusorte.

Jenny Ueberberg, UnsplashJenny Ueberberg, Unsplash

Das Tool zeigt, wie der Ladebedarf von Reisenden mit E-Autos steigen könnte und fordert Unterstützung von Bund, Ländern und Kommunen. Die Bundesregierung plant, bis 2030 mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw auf deutsche Straßen zu bringen und eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte bereitzustellen, was derzeit noch weit entfernt ist.

Der ADAC-Projektor „eLadebedarf in Tourismusregionen“ verwendet aktuelle Daten und Prognosen, um den Einfluss des Tourismus auf den Ladebedarf zu zeigen. Es wird deutlich, dass es in vielen Tourismusorten in den Jahren 2025 und 2030 einen wachsenden Bedarf an Ladepunkten gibt. Dies betrifft besonders ländliche Regionen und Grenzgebiete, wie das Allgäu oder die Nordseeküste. Beliebte Inseln wie Sylt und Föhr sind noch nicht berücksichtigt.

Der ADAC fordert, den Tourismusfaktor bei der Infrastrukturplanung zu berücksichtigen, da touristische Ladevorgänge zeitlich und räumlich von üblichen Fahrten abweichen. Er schlägt vor, Übernachtungszahlen in Spitzenzeiten und den Tagestourismus in die Planung einzubeziehen und Förderprogramme für touristische Anbieter anzupassen, um private Ladestationen zu fördern und das öffentliche Ladenetz zu ergänzen. Damit sollen Reisen mit E-Autos auch in touristischen Regionen problemlos möglich sein.

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