Effektiver Mitarbeitereinsatz

SleepConsulting & Design: Personalplanung nach Chronobiologie

Christine Lenz ist Expertin für Schlafgesundheit und -medizin. Mit ihren Workshops, Vorträgen und Individualberatungen eröffnet sie ihren Kunden die Möglichkeit, einen aktiven Beitrag zur Gesundheitsprävention ihrer Mitarbeiter zu leisten, gleichzeitig Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und so basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen neue, maßgeschneiderte und gewinnbringende Angebote sowie Produkte zu gestalten. Im folgenden Artikel erläutert sie, wie und warum die Chronobiologie eines Menschen bei der Personalplanung berücksichtigt werden sollte.

© SIphotography | iStockphoto

Frühschicht, Spätschicht, manchmal noch ein Zwischendienst oder gar die Nachtschicht – Mitarbeiter in der Hotellerie und Gastronomie müssen ihren Biorhythmus den Arbeitszeiten anpassen. „Nicht immer leicht“, findet Schlafexpertin Christine Lenz, Inhaberin von SleepConsulting & Design, denn „das Leistungsvermögen der Menschen zu unterschiedlichen Tageszeiten ist nicht gleich, man teilt sie daher in verschiedene Chronotypen ein.“ Sie weiß, wovon sie spricht, denn Sie betreut und berät seit Jahren Hoteliers, Gastronomen und Personalverantwortliche rund um das Thema Schlaf. „Warum sollte die ‚Eule‘ morgens nicht arbeiten? Weil dieser Typ Mensch effektiver am Abend seinen Job ausüben kann. Genauso wie die Lerche – die bitte für den Frühdienst einteilen, denn hier ist sie in ihrem Element“, erklärt Lenz. Ausgeschlafene Menschen sind freundlicher, geduldiger, belastbarer, konzentrierter und machen weniger Fehler. „Gerade im Hotel ist durch den Fachkräftemangel und die Corona-Krise eine besondere Herausforderung für alle entstanden: hohe Belastungen, unfreundliche Gäste, fordernde Vorgesetzte. Ausgeschlafen und in der richtigen Zeit zu arbeiten, schafft glücklichere, belastbarere Mitarbeiter. Hinzu kommen noch ein paar weitere schöne Nebeneffekte: Wer gut schläft ist auch weniger krank. Und wer nach der inneren Uhr arbeiten darf, verbessert zudem die eigene Gesundheit.“

Chronotypen: Wichtiges Element für die Dienstplanung

„In Deutschland gibt es mehr Eulen als Lerchen, was der tatsächlichen Situation in der Arbeitswelt widerspricht“, weiß die Schlafexpertin. „Eine SPA-Mitarbeiterin, die eine Eule ist, sollte am frühen Vormittag nicht arbeiten, da sie einfach unausgeschlafen ist. Aber abends ab 20.00 Uhr wäre sie fit und der Hotelier könnte somit auch zu diesen Uhrzeiten Behandlungen anbieten. Flexible Arbeitszeiten und Serviceerweiterungen in den Abendstunden entsprechen den Wünschen des Gastes und sind daher auch für den Hotelgast ein echter Mehrwert. Für das Hotel bedeutet das wiederum ein erweitertes Serviceangebot am Abend und dadurch auch höhere Einnahmen. Es ist wichtig, den Chronotyp der Mitarbeiter zu kennen und sie entsprechend einzusetzen: Nur so holen wir das Optimum aus dem Möglichen heraus“, so Lenz.

 

Bisher keine Kommentare zu “SleepConsulting & Design: Personalplanung nach Chronobiologie”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Artikel zum Thema

Ranking

Falstaff Hotel Guide präsentiert erstmals die besten 1.100 Hotels in Deutschland und weltweit

© Falstaff Hotel Guide

Das zurückliegende Jahr war die schwierigste Zeit, die Hotellerie und Gastronomie seit der Nachkriegszeit durchmachen mussten. An „Business as usual“ war nicht zu denken. Der erstmalig erscheinende „Falstaff Hotel Guide“ ist der Navigator für das große Comeback und bewertet 1.100 Hotels, davon 192 in Deutschland, 450 in Österreich, 109 in der Schweiz und 114 in Südtirol. Hinzu kommen 251 außergewöhnliche internationale Hoteltipps. Zudem sind im neuen „Falstaff Hotel Guide 2021“ 284 exzellente Hotels zu finden, die jeweils mit sechs Sternen ausgezeichnet wurden. In Deutschland können sich 16 Häuser über diese Bestnote freuen.

Personalakquise

Drei Tipps gegen den Fachkräftemangel in Gastronomie und Hotellerie

© andresr | iStockphoto

Ob 2G- oder 3G-Regelung – dank Hygienekonzepte können Restaurants, Cafés und Co. bereits seit Wochen wieder halbwegs normal ihrem Betrieb nachkommen. Trotzdem sind die meisten Gastronomen, aber auch Hoteliers, von einer Vollauslastung teilweise weit entfernt. Nicht zwingend aufgrund des Ausbleibens von Gästen. Es fehlt schlichtweg das Personal. In drei Schritten erklärt Markus Bernhart, CEO und Mitgründer von ready2order, wie Betriebe aktuell an neue Mitarbeitende kommen und diese dann im besten Fall auch langfristig halten können

Betrugsversuch

Treueprogramme im Visier von Cyberkriminellen

© TheDigitalWay, Pixabay

Cyberkriminelle greifen immer häufiger die Kunden-Treueprogramme von Hotels und Restaurants an. Sie stehlen persönliche Daten und Passwörter der Kunden sowie Treuepunkte, die anschließend im Darknet eingetauscht oder verkauft werden können. Ursache sind meist Credential-Stuffing-Angriffe, deren Zahl weltweit inzwischen in die Milliarden geht. Doch wie kann sich das Gastgewerbe dagegen schützen? Elmar Witte, Security Specialist bei Akamai, gibt Auskunft.