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Volle Tische, kein Personal – was der Gastronomiebranche jetzt hilft

Nach der Krise ist vor der (nächsten) Krise: Zwar sind die Gäste in die Gastronomie zurückgekehrt, nun fehlt jedoch das Personal. Wie kann hier schnell und flexibel eine Abhilfe geschaffen werden? Eine Idee liefert Frederik Fahning, Mitgründer und Managing Director bei Zenjob.

ZenjobZenjob

Lockdown, Kurzarbeit und Angst um den Job – die Erwerbstätigen in der Gastronomie wurden durch die Coronakrise stark gebeutelt und nicht wenige entschieden sich dazu, der Branche den Rücken zu kehren. So verließen etwa 300.000 Angestellte den Sektor und laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes war die Anzahl der Beschäftigten aufgrund der Bewegungen im letzten Jahr um 11,6 % niedriger als noch im Jahr zuvor. Und selbst ein Drittel von jenen, die noch in der Branche tätig sind, können sich laut einer Umfrage der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten nicht vorstellen, noch allzu lange in der Branche zu bleiben. Dazu kommt, dass immer weniger junge Leute eine Ausbildung im Gastgewerbe beginnen. Denn während 2017 noch 100.000 Schulabgänger*innen mit einer Ausbildung in der Gastronomie starteten, wurden 2021 nur noch knapp mehr als 43.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Nicht verwunderlich also, dass es am Eingang vieler Restaurants oder Cafés nun „Mitarbeiter*innen gesucht” heißt. Die Gastronomie sucht händeringend nach Personal, um den Betrieb zu entlasten oder gar aufrechterhalten zu können. Nebenjobbende können hier schnell, flexibel und kosteneffizient Linderung verschaffen – egal ob als kurzfristiger Ersatz gedacht, zum Ausgleich zu Spitzenzeiten oder zur langfristigen Unterstützung. Um sie zu finden und für sich zu gewinnen, sollten Gastronom*innen auf digitale Lösungen setzen und sich der Wünsche und Anforderungen der Aushilfen an den Job bewusst sein.

Auf Digitalisierung setzen: Schnell qualifizierte Nebenjobbende finden

Die Nebenjobsuche findet klassischerweise meist noch über Aushänge und Anzeigen statt, über das Umhören im Bekanntenkreis, oder indem vor Ort nach freien Stellen gefragt wird. Das ist nicht nur für die Nebenjobsuchenden ein oftmals langwieriger und zeitintensiver Prozess, sondern bedeutet auch für Gastronom*innen viel Aufwand. Eine Lösung bieten hier digitale Plattformen, mit denen Vakanzen schneller, kosteneffizienter und flexibler besetzt werden können, indem sie Nebenjobsuchende und Gastronom*innen mittels intelligenter Technologie automatisch zusammenbringen. Gerade bei kurzfristigen Personalausfällen und -knappheiten sowie Stoßzeiten ist das Gold wert und entlastet beide Seiten. Auch bürokratischer Aufwand wie Vertragsvereinbarungen und Bezahlung können über digitale Plattformen bequem und problemlos abgewickelt werden.

Partner aus dem HORECA Scout

Was das Personal sich wünscht – dem Personalmangel in der Gastronomie Einhalt bieten

Zwar können digitale Tools also helfen, schnell Arbeitskräfte zu finden – jedoch müssen Arbeitgeber*innen ihnen auch etwas bieten, um sie für sich gewinnen und dauerhaft binden zu können. Denn die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt haben sich grundlegend verändert. Saßen früher Unternehmen am längeren Hebel, können nun Arbeitnehmer*innen mitentscheiden, zu welchen Bedingungen sie arbeiten wollen und zu welchen nicht. Laut einer Umfrage der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sind zentrale Gründe, der Gastronomiebranche den Rücken zu kehren, geringe Löhne, schlecht planbare und überlange Arbeitszeiten, fehlende Wertschätzung sowie psychische und körperliche Belastungen.

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Gerade für die junge Generation spielen die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben, Arbeitsplatzsicherheit und Flexibilität eine große Rolle. Ein gutes Gehalt ist auch heute noch gefragt und somit ist Trinkgeld nach wie vor ein wichtiger Grund, sich für einen Job in der Gastronomie zu entscheiden. Was die Branche hierbei noch attraktiver machen könnte, wäre ein Standardverfahren für Trinkgelder. Doch darüber hinaus müssen sich Gastrom*innen nun auch vermehrt um das Wohl ihrer Mitarbeitenden kümmern, zum Beispiel, indem sie ihnen Krankheitszeiten bezahlen.

Ein höheres Maß an Flexibilität und Autonomie kann dadurch erreicht werden, indem Nebenjobbende eigenständig ihre Schichten tauschen können. Das führt zudem auch auf Seiten der Gastronom*innen zur Entlastung. Eine transparente Kommunikation und Ehrlichkeit stehen ebenso hoch im Kurs und unterstützen dabei, gerade in Hoch- und Stoßzeiten die Motivation und den Teamzusammenhalt aufrechtzuerhalten.

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