„Als DEHOGA machen wir uns stark für Rahmenbedingungen, die unsere Unternehmerinnen und Unternehmer beflügeln und nicht fesseln“, sagt Präsident Guido Zöllick im Vorwort der Broschüre. Es gehe der Branche um mehr Flexibilität und fairen Wettbewerb. „Dies ist dringend notwendig, denn immer neue bürokratische Belastungen und ausufernde Regulierungswut sorgen für Unternehmerfrust statt Unternehmerlust.“

Antworten auf die Fragen der Branche

Die Kandidatinnen und Kandidaten, die vom DEHOGA angeschrieben werden, erhalten in der Broschüre nicht nur Informationen über die Themen der Branche und die damit verbundenen Forderungen, sondern werden auch aufgefordert, insgesamt 38 Fragen konkret zu beantworten. Konkret heißt in diesem Fall: Stimmen Sie den Forderungen des Gastgewerbes zu oder nicht. „Wir wollen von Ihnen wissen, welche Antworten Sie auf die drängendsten Fragen der Branche geben“, schreibt Guido Zöllick an diejenigen, die sich um politische Ämter bewerben.

Das Themenspektrum der Branchenforderungen beinhaltet natürlich die drei zentralen Forderungen nach einer Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes im Hinblick auf eine Wochenarbeitszeit, nach fairen Wettbewerbsbedingungen wie beispielsweise einem reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie und nach unternehmerischer Selbstverantwortung im Sinne eines Bürokratieabbaus. Themen sind aber auch die Energie- und Tourismuspolitik, der Verbraucherschutz sowie das Urheberrecht.

Schneller Überblick

Schon bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat ein ähnlicher Wahlcheck sehr schnell und deutlich gezeigt, welche Parteien und Kandidaten auf der Seite des Gastgewerbes stehen und welche nicht. Der DEHOGA schränkt bei seinem Wahlcheck ein, dass für ihn „eine Politik, die sich gegen Toleranz und Weltoffenheit richtet und damit das Ansehen unseres Landes beschädigt“, inakzeptabel sei, und erwartet von allen Parteien und Kandidaten, die mit der Branche im Dialog stehen, diese Haltung zu akzeptieren.

Gastgewerbe Magazin wird in der nächsten Ausgabe umfangreich über die Forderungen der Branche berichten und die Ergebnisse aus der Parteien- und Kandidatenbefragung in der Wahl-Ausgabe im September ausführlich vorstellen.

Wer sich selbst ein Bild von den Themen der Branche machen möchte, kann die Broschüre über seinen Landesverband anfordern und selbst die Kandidaten seines Wahlkreises mit den Fragen konfrontieren. Die Broschüre steht auch zum Download zur Verfügung: www.dehoga-bundesverband.de im Bereich Publikationen.