Die Gewinner des Fizzz Awards 2016 für das kreativste Cafékonzept kommen – wie der Name vielleicht vermuten lässt – aus München; das Café liegt erste Reihe am Elisabethmarkt. Hiermit haben die Besitzer, der Kaffeeröster Johannes Bayer und der Barista Paul von Tettenborn, bereits den ersten Punkt auf der Liste zum erfolgreichen Café abgehakt. Doch die beste Front Row nützt nichts, wenn die Lage etwas verspricht, was der Inhalt nicht halten kann. Aber auch hier hat Deutschlands prämierte Kaffeebar die Nase vorn. Nach dem Konzept eines amerikanischen Coffeeshops gibt es im Standl20 freundliche Selbstbedienung, was den Machern die Möglichkeit bietet, sich auf die gleichbleibende Qualität ihrer Arbeit zu konzentrieren. Gezaubert wird mit einer Kees van der Westen Mirage Idrocompresso Duette, einer Handhebelmaschine, die komplett manuell ist und den Baristi viel abverlangt. Gemahlen werden der Espresso mit zwei Anfim Super Caimano mit Titan-Mahlscheiben und Grind on Demand und der Filterkaffee mit einer Mahlkönig EK 43. Gebrüht wird dieser dann mit einem Marco Bru F60 oder einem Marco Über Boiler für einzelne Tassen. Beim Filterkaffee gibt es übrigens einen täglich wechselnden Batch Brew sowie bis zu 10 verschiedene Single-Origin-Kaffees zur Auswahl.

Neben den von eigener Hand gerösteten Bohnen bester Qualität gibt es immer etwas Neues. Der Jahreszeit entsprechend serviert das Team im Winter heiße Zitrone mit Ingwer, im Sommer gab es in Zusammenarbeit mit True & Twelve ein eigens entwickeltes Ice-Cream-Sandwich. Regelmäßig wird ein eigener Signature-Drink lanciert und lässt Kunden ganz neue Geschmackserfahrungen machen, das Jahr startete zum Beispiel mit einem Orangen-Espresso, garniert mit Sahnehäubchen.

(Foto: Standl20)

Das Hauptaugenmerk richtet sich natürlich auf die braunen Koffeinspender. Die Kaffeesorten wechseln saisonal, die Handarbeit bei der Röstung durch Johannes Bayer bleibt. Ob aus Kolumbien, Kenia oder Äthiopien – laut Paul von Tettenborn ist das Herkunftsland weniger relevant als der qualitative Anspruch des Farmers an die Ernte selbst. Nur durch das tägliche Verkosten der Proben von Lieferanten gelingt es Johannes Bayer, neue und besonders geschmacksintensive Bohnen zu erkennen. Die eigentliche Kunst besteht dann für den Röster darin, das Beste durch den ideal abgestimmten Röstprozess aus der Bohne herauszuholen.

(Foto: Standl20)

Um die Mitarbeiter im Bereich Sensorik und Beschreibung fit zu halten,  gibt es im Standl20 häufig Cuppings (Verköstigungen), außerdem werden Effizienz-, Espresso- und Latte-Art-Trainings angeboten.

Die Kombination aus perfekter Location, ausgeklügeltem Konzept und echter Leidenschaft macht den Erfolg des Standl20 aus. Durch perfekt auf das Einsatzgebiet abgestimmte Technik und ständige Trendbeobachtung und -realisierung lässt sich auch auf 20 Quadratmetern erfolgreiches Kaffeehaus-Business betreiben.

> www.standl20.de