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Finanzplanung als Mehrwert für den Unternehmerruhestand

Hoteliers und Gastronomen suchen regelmäßig nach Lösungen, um ihren Ruhestand finanziell abzusichern. Aber die Geldanlage ist nur das eine – eine sinnvolle Analyse und Planung sind das andere. Aber wie funktioniert Finanzplanung für das Ruhestandsmanagement von Unternehmern genau?

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Finanzplanung als Mehrwert für den Unternehmerruhestand

Hoteliers und Gastronomen suchen regelmäßig nach Lösungen, um ihren Ruhestand finanziell abzusichern. Aber die Geldanlage ist nur das eine – eine sinnvolle Analyse und Planung sind das andere. Aber wie funktioniert Finanzplanung für das Ruhestandsmanagement von Unternehmern genau?

Warum ist das finanzielle Ruhestandsmanagement für Hoteliers und Gastronomen so wichtig?

Unternehmer haben – im Vergleich zu Arbeitnehmern – in der Regel überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten. Damit kompensieren sie ihr unternehmerisches Risiko – und den Faktor, dass sie sich selbst um ihre Ruhestandsfinanzierung kümmern müssen. Denn Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten sie gegebenenfalls nur dann, wenn sie vor der unternehmerischen Tätigkeit angestellt waren. „Darauf sollten sie aber nicht setzen. Denn zum einen reicht die Dauer der Einzahlungen in der Regel nicht aus, um ein substanzielles Ruhestandseinkommen daraus zu erhalten. Und auf der anderen Seite sinkt die Rentenquote generell nach und nach auf unter 40 Prozent des letzten verfügbaren Einkommens. Reichtümer entstehen auf diese Weise nicht“, sagt Frank Austrup, Geschäftsführer der HWA Finanzplan, die zum Finanz- und Versicherungsunternehmen Helmig & Partner in Olfen im Münsterland gehört. „Daher brauchen sie tragfähige Konzepte, um auch im Alter finanziell unabhängig zu bleiben und den gewohnten Lebensstandard zu wahren.“

Welche Schritte sollten Hoteliers und Gastronomen ergreifen?

„Es ist entscheidend, dass Unternehmer erkennen, dass Planung alles ist. Schaut man sich die Praxis der privaten Altersvorsorge an, erkennt man oft ein Muster: Es wird, im Rahmen des Möglichen, Geld in ein Vermögensverwaltungsdepot oder ein Versicherungsprodukt eingezahlt, damit dieses beim Renteneintritt zur Verfügung steht. Das ist in Ordnung, aber ein wichtiger Aspekt fehlt: Die gewünschte Höhe des Ruhestandsvermögens wird aber zumeist eher zufällig festgesetzt. Das kann zum Problem werden“, warnt Frank Austrup. Warum? Ganz einfach, wie er herausstellt: „Vermögen zu haben, ist immer gut. Aber es stellen sich einfach zu viele wichtige Fragen, als dass der Vermögensaufbau allein ausreichend wäre, um dem Ruhestand gelassen entgegen zu sehen. Und diese Fragen reichen von der Erfassung der tatsächlichen Bedürfnisse bis hin zur frühzeitigen Gestaltung der Generationenfolge.“ Daher steht für Austrup der Begriff der Finanzplanung im Fokus. 

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Was bedeutet Finanzplanung genau und wie funktioniert diese?

Finanzplanung, auch Financial Planning genannt, ist Lebensplanung und fasst daher sämtliche Fragen rund um Vermögen und Vorsorge zusammen. Es wird eben nicht, wie in der klassischen Vermögensverwaltung, beispielsweise nur der Bereich der liquiden Geldanlage betrachtet oder nur die Entwicklung des Immobilienportfolios. Effektive Finanzplanung bedeutet, alle finanziellen Entscheidungen optimal aufeinander abzustimmen und die gesamte Lebenssituation zu betrachten. Und das ist die Basis für die finanzielle Absicherung des Ruhestands. Das Financial Planning nimmt alle Bereiche in den Blick, die mit dem Wohlstand eines Menschen zu tun haben und reicht damit von der Analyse der gesamten Vermögensverhältnisse über die Nachsteuerrendite der Geldanlage und der Suche nach sogenannten „Renditekillern“ im Portfolio bis hin zur Gestaltung des Ruhestandseinkommens und der Strukturierung der Vermögensübertragung an die nächste Generation. „Dementsprechend stehen die systematische Analyse der Ist-Situation inklusive der Ermittlung der individuellen Ziele und Wünsche im Fokus der Finanzplanung. Daraus ergibt sich das übergeordnete Bild des gesamten Vermögensmanagement, das sich vor allem auf den Zeitpunkt des Ruhestandsbeginns, den tatsächliche Kapitalbedarf in den verschiedenen Lebensphasen, planbare Großausgaben und die Unterstützung der Familie bezieht. So erkennen wir ganz klar und vor allem frühzeitig, wieviel Geld im Alter zu welchem Zeitpunkt zur Verfügung stehen muss.“ Erst daraus könnten die passenden Maßnahmen der operativen Vermögensverwaltung abgeleitet werden – und damit die richtigen Produkte.

Themen in diesem Artikel
ManagementFinanzenFinanzplanungRuhestand

Welche Vorteile erwachsen daraus?

Laut Frank Austrup lasse sich mit professioneller Finanzplanung verhindern, dass Menschen ihre finanzielle Situation falsch einschätzten und meinen, entweder zu viel oder zu wenig Geld zu haben und zu brauchen. Das könne zu einer eklatanten Versorgungslücke im Alter führen – oder aber im Gegensatz auch dazu, dass Menschen sich stark einschränkten, obwohl sie sich wesentlich mehr gönnen könnten. Es gehe daher darum, durch eine professionelle Finanzplanung die ideale Struktur für Vermögensinhaber zu finden, damit diese mit Ruhe und Gelassenheit dem Alter entgegensehen können. Anhand eines Rechenbeispiels lässt sich das Prinzip verdeutlichen. Wer 50.000 Euro jährlich verbrauchen will und seinen Ruhestand auf 25 Jahre taxiert, braucht eine 1,25 Millionen Euro. Lebt er 30 Jahre, sind es bereits 1,5 Millionen Euro, und will er noch etwas für Schenkungen und Erbschaften übriglassen, ist die Summe noch höher. Aber um zu wissen, dass ein Unternehmer 50.000 Euro jährlich benötigt, bedarf es eben einer genauen Kalkulation. 

Welche Folgen ergeben sich aus der Finanzplanung für die Geldanlage?

Der letzte Schritt ist dann dem Finanzplaner zufolge die Geldanlage. Es sei grundsätzlich wichtig, Produkte zu finden, die Risiken begrenzen und zugleich behutsames Wachstum möglich machen – mindestens ein Inflations- und Kostenausgleich bei gleichzeitigem Schutz des Substanzvermögens. Frank Austrup ging dafür ein konkretes Beispiel. „Eine Möglichkeit sind sogenannte Indexpolicen. Damit werden die Renditechancen der Kapitalmärkte mit garantierte Mindestleistung kombiniert. Dabei verwenden die Versicherer die über die Garantien hinaus erwirtschafteten Überschüsse, um den Vertrag an der Entwicklung eines Aktienindex zu beteiligen. Das soll langfristig mehr Rendite als festverzinsliche Anlageformen bringen.“ Helmig & Partner arbeitet in diesem Bereich mit mehreren renommierten Versicherungsgesellschaften zusammen. Frank Austrups abschließender Rat lautet: „Nur durch die kontinuierliche Betreuung lässt sich eine erfolgreiche Ruhestandsversorgung herstellen. Es können immer wieder Ereignisse auftauchen, die eine Umstellung der Vermögensverwaltung erfordern. Dann muss die Strategie natürlich angepasst werden.“

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