Geld & Finanzen

Aktien und Immobilien: Die richtige Mischung macht reich

Bei der Altersvorsorge können Hoteliers und Gastronomen viele Fehler machen. Sie sollten frühzeitig mit dem Vermögensaufbau anfangen, wissen, wieviel Geld sie eigentlich benötigen – und die richtigen Formen der Kapitalanlage finden.

Mit Immobilien und Aktien die Rente sichern.
© MichaelGaida | Pixabay.de

Die Altersvorsorge ist für Unternehmer immer ein wichtiges Thema – dementsprechend auch für Hoteliers und Gastronomen. Sie können nicht zwingend davon ausgehen, dass sie ihre Firma verkaufen können oder durch einen Nachfolger aus der Familie im Ruhestand adäquat finanziell versorgt werden. Und das über die Jahre und Jahrzehnte hinweg. Schließlich steht Hoteliers und Gastronomen keine gesetzliche Rente zur Verfügung. Daher brauchen sie tragfähige Konzepte, um auch im Alter finanziell unabhängig zu bleiben und den gewohnten Lebensstandard zu wahren.

„Dabei kommt es nicht nur auf die richtige Form der Kapitalanlage an, sondern auch auf eine sorgfältige Planung. Denn um die beste Vermögensverwaltungsstrategie zu finden, muss erst einmal ermittelt werden, wieviel Geld eigentlich zur Verfügung stehen soll, welche Vermögenswerte es tatsächlich gibt und was mit dem Vermögen passieren soll – kann es aufgebraucht werden oder soll es noch in die kommende Generation übertragen werden?“, stellt der Düsseldorfer Vermögensverwalter Marco Bätzel (WBS Hünicke) heraus. „Wer sich zuerst um die Kapitalanlage kümmert, aber vergisst, die wesentlichen Fragen zu beantworten, kann Fehler begehen. Fehler, die sich später kaum noch korrigieren lassen.“

Dazu zählt Marco Bätzel zum Beispiel eine Fehlkalkulation bei der benötigten Vermögenshöhe. „Brauche ich monatlich 2000, 4000 oder 6000 Euro, um meinen gewünschten Lebensstandard zu erhalten? Das ist eine entscheidende Frage. Und daran schließt sich die Frage nach der Herkunft des Vermögens an. Bezieht mein Ehepartner eine gesetzliche Rente, habe ich in ein Versicherungsprodukt investiert oder muss ich die gesamte Summe selbst aus meinem Vermögen aufbringen?“ Durch diese offene Diskussion und Analyse entsteht ein konkretes Bild der Bedürfnisse und Ansprüche – und der Notwendigkeiten in der Kapitalanlage. Der Vermögensverwalter rechnet vor: „Wer monatlich 4000 Euro benötigt und keine weiteren Einkünfte hat, muss für einen 20-jährigen Entnahmehorizont knapp eine Million Euro Vermögen besitzen. Lebt er 25 Jahre, sind es schon mehr als 1,2 Millionen Euro. Und dann ist alles verbraucht.“

Für Marco Bätzel ist daher wichtig, dass Hoteliers und Gastronomen im Rahmen der Altersvorsorge ein Modell finden, mit dem sie Ausschüttungen und Weiteranlage kombinieren können. So werde das Vermögen beim Eintritt in den Ruhestand rentierlich verwaltet bei gleichzeitigen Entnahmen. Das verlängere die „Lebensdauer“ des Vermögens beziehungsweise mache eine Übertragung an die kommende Generation möglich, weil eben nicht alles verbraucht worden sei. Ein Weg für ihn: ein vermögensverwaltender Fonds, am besten ein Mischfonds, wie beispielsweise WBS Hünicke ihn mit dem „Strategie Welt Select“ anbietet.

„Ein Mischfonds hat den Vorteil, dass renditestarke Wertpapiere wie Aktien mit Instrumenten kombiniert werden, die dem Vermögensschutz dienen. So sind zwar keine enormen Gewinnsprünge möglich, aber Mischfonds generieren dadurch auf Dauer eine stabile Rendite, auch wenn hin und wieder Schwächephasen auftauchen. Denn diese werden immer wieder ausgeglichen“, betont Marco Bätzel. Und später könne kontinuierlich Vermögen entnommen werden, während das Vermögen im Fonds weiter Gewinne abwirft.

Das Schöne an einem vermögensverwaltenden Fonds: „Hoteliers und Gastronomen können Vermögen nach und nach aufbauen und beispielsweise monatlich Geld einzahlen oder hin und wieder eine größere Summe. Durch den Zinseszinseffekt kommt auf diese Weise eine stolze Summe zusammen. Entscheidend ist der zeitliche Horizont: Wer früher spart, hat mehr davon“, sagt der Vermögensverwalter.

Markus Brochenberger, Vorstandsvorsitzender des deutschlandweit agierenden Finanzdienstleistungsunternehmens compexx Finanz AG, betont, dass neben dem Aufbau liquiden Vermögens auch die Immobilie im Fokus stehen sollte. „Es ist auch für Gutverdiener schwierig, sich die gesamte Altersversorgung zu ‚ersparen‘. Mit einer fremdgenutzten Immobilie generieren sie ein passives Einkommen, das je nach Höhe einen ordentlichen Teil des benötigten Ruhestandseinkommens ersetzen kann.“

Wer heute in Eigentumswohnungen oder ein Mehrfamilienhaus investiere, könne sich aufgrund der niedrigen Zinsen mit nur sehr wenig Eigenkapital nach 20 bis 25 Jahren über eine komplett schuldenfreie Renditeimmobilie freuen – die Finanzierung erfolgt aus den Mieteinnahmen. Und bei einem durchschnittlichen Mehrfamilienhaus liege die jährliche Rendite zwischen vier und fünf Prozent. So kommen bei einem typischen Sechsfamilienhaus schnell jährliche Einkünfte von 30.000 Euro zusammen. „Diese Strategie führt zu einem laufenden Einkommen, für das nicht viel investiert wurde“, sagt Markus Brochenberger. Die compexx-Berater begleiten ihre Kunden bei Immobilieninvestments und der Finanzierung und können auf zahlreiche Objekte zugreifen.

Sein Rat: Immobilienkauf ohne Emotionen. „Gerade an den sogenannten B-Standorten wie Halle, Leipzig, Hannover oder auch Augsburg sind noch gute Erträge bei vergleichsweise niedrigen Kaufpreisen drin. Das sind dann keine Prestigeobjekte, aber sie erfüllen ihren Zweck: nämlich die Altersvorsorge abzusichern.“

Bisher keine Kommentare zu “Aktien und Immobilien: Die richtige Mischung macht reich”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Artikel zum Thema

Pauschalreiserichtlinie

Versicherungslösung EasyCert zur Umsetzung des neuen Reiserechts für Hotels

© denzel | Pixabay

Mit Inkrafttreten der novellierten EU-Pauschalreiserichtlinie am 1. Juli 2018 werden mehr Hotelarrangements als bisher den strengen Regelungen des neuen Reiserechts, z.B. hinsichtlich vorvertraglicher Informationspflichten, Haftungsansprüchen und der Kundengeldabsicherung unterliegen. Insbesondere die gesetzlich vorgeschriebene Absicherung von vor Abreise entgegengenommener (An-) Zahlungen der Gäste wird die Hotels vor große Herausforderungen stellen, da bisherige Versicherungsangebote nicht auf die besonderen Anforderungen eines Hotelbetriebes zugeschnitten sind.