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Gastronomie in 2021 – welche Entwicklungen können wir erwarten?

Die Pandemie hat die Relevanz von digitalen Angeboten noch einmal mehr unterstrichen. Restaurants, die digital gut ausgerüstet waren, konnten auf die Herausforderungen schneller reagieren. In der Zeit des Lockdowns können Restaurants dank bestehender digitaler Infrastrukturen für ihr Überleben entscheidende Umsätze generieren.

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Lieferservice und Take-away wird weiterhin verstärkt

Es können kurzfristig Abhol- oder Lieferservices aufgestellt werden. Dadurch, dass Lebensmittel, Personal und Geräte weiterhin sinnvoll eingesetzt werden, hat der Kunde die Möglichkeit, auch jetzt sein Lieblingsgericht vom Stammrestaurant zu genießen.
Somit sind diese Services ein Muss für jedes Restaurant. Da die Gesellschaft auch nach der Impfung weiter mit dem Virus leben muss, sollten sich die Gastronomen für jede noch so ungewöhnliche Situation wappnen und sich so breit wie möglich aufstellen. „Innovation kann klein anfangen, man muss kein erfahrener Informatiker sein, um für das Unternehmen und die Kunden einen Mehrwert zu schaffen. Beginnen Sie mit einer Problemdefinition und suchen Sie nach der einfachsten technischen Lösung, die es vielleicht schon auf dem Markt gibt. Man muss sie nur anwenden,“ sagt auch die VP Engineering Olena Bachynska.

Digitalisierung: Das Allheilmittel

Vor allem die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, diese Transformation des Marktes zu meistern und gleichzeitig Innovationen für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln. Davon profitiert auch die Lebensmittelindustrie, die durch die Digitalisierung umgewälzt worden ist – von den Herstellungsprozessen bis zum Vertrieb, von datengesteuerten Marketing, der disruptiven Rolle der sozialen Medien bis hin zu den Fronten der Personalisierung. Auch in der Gastronomiebranche ist dieser Wandel schon längst angekommen. Dank automatisierter Prozesse können sich Restaurants umstellen, um ihren Betrieb reibungslos zu führen, ihre Qualität zu erhöhen und ihren Gästen eine komfortable Erfahrung zu bieten. Reservierungsportale haben einen Aufschwung erlebt und sind gefragter denn je. Der Online Auftritt mit der eigenen Webseite wird längst nicht mehr ausreichen. Man muss die Türen da öffnen, wo potenzielle Gäste sich herumtreiben: Facebook, Instagram, Google, Apple, digitale Restaurantführer, digitale Medien, etc.

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Multi-Channel Marketing

Multichannel-Marketing oder -Retail beschreibt einen strategischen Ansatz, um potenzielle Konsumenten auf mehreren verschiedenen Kanälen erreichen zu können – und erreicht den Kunden direkt dort, wo er sich digital aufhält: auf Webportalen, Social-Media-Kanälen wie Instagram, Facebook und Pinterest oder auch auf der Online-Suchmaschine Google. Über Tischreservierungs-Anwendungen können Gäste ihre Tische im Restaurant auch über die Social-Media-Kanäle und nicht nur mehr über die eigene Webseite oder App reservieren.

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Zugleich ist es existenziell zu verstehen, was die Gäste wollen. Diese wollen nämlich Bequemlichkeit, Effizienz und ausgezeichnete Umsetzung. Menschen greifen immer mehr nach digitalen Lösungen, um ihr Essen zu bestellen, zu bewerten und zu teilen. Wer auf Instagram nach dem Hashtag #foodporn sucht, findet 285 Millionen Beiträge. Genauso zahlreich sind Plattformen wie TripAdvisor, auf denen Erfahrungen mit anderen geteilt werden und die Menschen sich zunutze machen, um zum Beispiel das passende Restaurant zu wählen: Laut einer Studie suchen rund 42 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche online nach einem Restaurant, einem Imbiss oder einem Café und 73,3 Prozent vertrauen bei der Auswahl der Meinung anderer Nutzer (Yext). Und eine Tischreservierung ist im Nu von unterwegs erledigt. Kunden erwarten die gleiche Bequemlichkeit des digitalen Wandels, den sie auch sonst in allen Bereichen ihres Lebens gewohnt sind.

Restaurants können mit dem Multichannel-Ansatz maßgeblich ihre Online-Präsenz ausbauen und Bestandskunden, aber auch potenzielle neue Kundengruppen, ansprechen.

Themen in diesem Artikel
ManagementCoronaPrognose

Pre-Order und Cashless Payment über eine App mit POS Anbindung

Das wird die Zukunft in der Gastronomie. Ähnlich wie Uber wird man in Zukunft ins Restaurant gehen, übers Handy bestellen und nach dem Essen einfach über die hinterlegte Kreditkarte bezahlen. Kein Cash ist mehr notwendig und auch kein Warten auf die Rechnung. Das wird unser „dining out experience“ revolutionieren.

In Zeiten des Lockdowns haben Vorbestellung und Online-Zahlungsmethoden den Kunden die Bequemlichkeit, aber auch die Sicherheit gegeben, trotz der herrschenden Ungewissheit risikofrei und unkompliziert Essen zu holen. Tischreservierungsplattformen haben nach der Wiedereröffnung der Gastronomie enorm an Wichtigkeit gewonnen: Um die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, nutzen Kunden und Restaurants vermehrt diese Apps und erhalten somit Überblick über die Kapazität im Restaurant. Bereits am Tag der Wiedereröffnung am 15. Mai erhielt Quandoo 1/3 der Buchungen vom 13. März, dem letzten Freitag vor der Schließung durch Corona, als die Restaurants noch recht voll waren.
Restaurants haben sich den Herausforderungen und der Notwendigkeit schnell angepasst, um einen möglichst kontaktlosen Service zu ermöglichen. Zum Beispiel sind viele auf digitale Speisekarten und QR Codes umgestiegen, um es sich zu ersparen, ihre Speisekarten nach jeder Benutzung desinfizieren zu müssen.

Mittagsgeschäft vs. Abendgeschäft

Abendessen gehen ist und bleibt ein Social Event, bei dem man zusammenkommt, Freunde und Familie trifft, sich austauscht und eine gute Zeit verbringt. Ganz im Gegenteil dazu dient ein Mittagessen im Restaurant in den meisten Fällen als Mittel zum Zweck. Auch nach Corona werden immer noch viele Menschen aus dem Homeoffice arbeiten, insofern wird das Mittagsgeschäft generell abschwächen und das Abendgeschäft florieren.

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Über den Autor:

Omid Girakhou ist Country Manager für die DACH Region der Quandoo GmbH. Er ist Spezialist in der Umsetzung von operativen Plänen und der Implementierung von Markenstrategien.

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