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Herausforderungen und Chancen im Tourismussektor: Was kleinere Anbieter für diesen Sommer erwarten

Anbieter von Urlaubsquartieren trotzen der Pandemie und blicken zuversichtlich auf das Sommergeschäft, denn die Sehnsucht nach Urlaub ist groß und die Inzidenzen sinken. SumUp, ein weltweit führender Finanztechnologie-Anbieter im Bereich digitaler Zahlungen, hat ausgewählte Händler aus dem Bereich Hotellerie/Tourismus befragt, zu welchen Veränderungen und Entwicklungen die Corona-Pandemie in der Branche geführt hat.

Barish Baur | iStockphotoBarish Baur | iStockphoto

Lokaler Tourismus boomt auch 2021

Seit Jahren zunehmend, ist in diesem Jahr eine Entwicklung besonders spürbar: Urlaub in Deutschland bzw. lokales Reisen ist gefragter denn je. So beobachtet SumUp einen positiven Buchungstrend bereits seit den ersten Öffnungen im Mai. Die Transaktionen im Bereich Hotels & Unterkünfte stiegen im wöchentlichen Vergleich kontinuierlich an (Woche 21: +36 %; Woche 23 bereits +52 %).

Dabei nehmen viele Urlaubsinteressierte auch Gemeinden oder Regionen als Alternative in den Blick, die etwas abseits der beliebten Touristen-Hotspots liegen. Diese können häufig ebenfalls mit attraktiven Ferienmöglichkeiten und mehr Ruhe punkten. Gerade für Hundebesitzer oder Eltern mit Kindern bietet sich so die Chance auf abwechslungsreiche Ferien. Nicht für alle geeignet, aber dennoch häufig genutzt: Alternative Reisezeiträume. Wer bei der Urlaubsplanung keine fest definierten Ferientermine berücksichtigen muss, agiert flexibler und weicht gern auf nicht so gefragte Zeiten aus.

Flexible Stornierungsbedingungen für mehr Kundenzufriedenheit

Da viele Menschen den Urlaub aktuell nicht lang im Voraus planen, sind Stornierungs- bzw. Rücktrittsbedingungen buchungsentscheidend. Viele Anbieter brauchen dieser Tage verständlicherweise Planungssicherheit, weshalb die Stornierungsbedingungen oftmals stark limitiert wurden. Wie der Anklamer Hof im Mecklenburgischen Anklam aber haben sich dennoch viele, vor allem auch kleinere Quartiersanbieter, auf die aktuelle Situation eingestellt und kommen dem Wunsch vieler Urlauber nach mehr Flexibilität nach: „Wir bieten verkürzte Storno-Fristen und haben einen COVID-Zusatz aufgenommen, der eine kostenfreie Stornierung oder Umbuchung ermöglicht, wenn die Reise aufgrund von pandemiebedingten Beschränkungen oder Reiseverboten nicht angetreten werden kann. Damit können wir die Unsicherheit der Touristen etwas abfedern“, erklärt Marian Zöllner vom Anklamer Hof.

Autarkes Camping neuer Trend

Wer bei Camping nur ans Zelten denkt, irrt. Camping ist kein ganz neuer Trend, aber wird durch die mittlerweile finanzierbaren Wohnwagen oder -mobile eine immer beliebtere Urlaubsmöglichkeit – noch einmal verstärkt durch Corona und „Social Distancing Deluxe“. Vor allem autarkes Campen, das heißt Camping mit Wohnwagen, der integrierte sanitäre Anlagen, Strom und andere Ressourcen bietet, ist immer mehr gefragt. Deutlich stärkeren Zulauf verzeichnen auch die Betreiber von Camp Site Himmelreich am Schwielowsee in Brandenburg und bemerken zugleich einen Wandel: „Während früher unsere Gäste eher kurzfristig oder spontan bei Anreise gebucht haben, sind wir nun schon Monate im Voraus ausgebucht”, so William Groß vom Campingplatz Himmelreich.

Bargeldlose Zahlungen boomen

Auf die geltenden Hygienebedingungen haben sich viele Anbieter eingestellt – auch wenn es um das Bezahlen geht. Auch bei der Bezahlung der Unterkunft sind bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten beliebter denn je. Dies zeigt sich auch deutlich auf dem Campingplatz Himmelreich in der Nähe von Berlin: „Die Kartenzahlung hat sich aufgrund der Pandemie merklich verstärkt. Die Gäste wollen jetzt immer öfter mit Karte zahlen. Viele hatten auch schon danach gefragt, bevor wir Kartenzahlungen eingeführt haben, und die Option gern wahrgenommen, als es dann endlich auch bei uns möglich war“, so Groß. Da Kartenzahlungen über ein externes Gerät erfolgen, gelten sie als hygienischer, denn Abstandsregeln können so besser eingehalten werden. Nach jedem Gebrauch werden sie desinfiziert.

„Viele Anbieter bemerken eine große Unsicherheit der Gäste. Die dauernden Öffnungen und Schließungen, vor allem aber auch die unterschiedlichen Regelungen, die jedes Bundesland hat, haben dazu beigetragen, dass die Menschen nach wie vor verunsichert sind. Daher freut sich die Branche zum Beginn der Hauptsaison umso mehr, dass die Urlauber nun doch kommen und der Tourismus sowie viele Regionen einen kräftigen Schub bekommen“, so Vera Pershina, Country Lead DACH bei SumUp.

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