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Deutschland als bevorzugtes Reiseziel nach der Krise?

Sowohl das Reiseportal Holiday Check, als auch das Reisenetzwerk Inside Flyer und das ARD Morgenmagazin präsentierten jetzt die recht unterschiedlichen Ergebnisse ihrer jeweiligen Umfragen zum Reiseverhalten nach Corona. Bei deutschen Umfrageteilnehmern zeichnet sich demnach sowohl ein Trend zu Urlauben im eigenen Land ab, als auch die Überlegung den Sommerurlaub grundsätzlich zu stornieren. Mit welchen konkreten Umfrageergebnissen werden Hoteliers jetzt konfrontiert und wie können sie die Chancen für zahlreiche Neubuchungen nach der Krise erhöhen?

averie woodard | Unsplash

Keine Frage: Die Corona-Krise hat das Land verändert. Die Angst vor Ansteckung und finanziell ungewisser Zukunft sitzt tief und beeinflusst auch das künftige Reiseverhalten der Deutschen. Das Online-Reiseportal Holiday Check wollte es genau wissen und befragte Urlauber zu deren Wünschen, Sorgen und Planungen von Reisen nach der Krise. Erfreuliches Ergebnis: 30 Prozent der Befragten wollen ihren Urlaub in Deutschland und nicht im Ausland verbringen. 40 Prozent gaben hingegen an, die bestehenden Urlaubsbuchungen – teilweise auch ins Ausland – beizubehalten. Lediglich ein knappes Viertel der Umfrage-Teilnehmer gab an, 2020 generell auf Urlaub zu verzichten. Was Reisen ins Ausland ins Ausland betrifft, zeichnet sich laut der Umfrage von Holiday Check also in jedem Fall eine deutliche Zurückhaltung bei den befragten Urlaubern ab. 

Auch Stornierungen und Verschiebungen

Anders hingegen fielen die Ergebnisse des Morgenmagazins der ARD aus: Hier kam man zu dem Ergebnis, dass 35 Prozent der Urlauber ihren geplanten Urlaub entweder verschieben oder sogar stornieren wollen. 14 Prozent der Befragten hatten sogar bereits zum Zeitpunkt der Umfrage vom letzten Freitag ihren Urlaub storniert und 21 Prozent haben geplante Buchungen bereits verschoben. 28 Prozent gaben hingegen an, zum aktuellen Zeitpunkt noch an ihren ursprünglichen Planungen festzuhalten. Ein weiterer Anteil von 31 Prozent gab indes an, keinerlei Reiseplanungen gehabt zu haben. Vor allem ältere Menschen und Geringverdiener zählten zu letzterer Gruppe. Lediglich sechs Prozent der Befragten enthielten sich einer konkreten Angabe, bzw. äußerten Unentschlossenheit oder gaben an, Reisen eher spontan und kurzfristig zu planen.

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Nach Corona: Großer Ansturm nach der Flaute? 

Eine weitere – allerdings internationale – Umfrage in neun Ländern, darunter auch Nordamerika und Skandinavien, widmete sich ebenfalls dem künftigen Reiseverhalten nach Corona. Das Reisenetzwerk Inside Flyer befragte sowohl Geschäfts- als auch Freizeitreisende zu ihrem bisherigen – krisenbedingten – und auch künftigen Reiseverhalten. Auch hier zeichnete sich ein durchaus positiver Trend ab: 60 Prozent der rund 27.000 Teilnehmer gaben demnach großen Reise-Nachholbedarf an. Sie würden sofort buchen, sobald dies wieder möglich sei. Grund hierfür sei nicht zuletzt der immense Nachholbedarf durch Corona bedingte, zwangsläufige Stornierungen in den letzten Wochen.

Transparenz und faire Preise: Darauf achten Urlauber jetzt besonders

Auf die Frage, inwieweit die Reisenden bereit wären, die angeschlagene Tourismusbranche in eigener Initiative zu unterstützen, erhielt Inside Flyer ebenfalls eher erfreuliche Antworten: So würden 59 Prozent der Teilnehmer aktuell bereits Reisen für Herbst und Winter 2020 buchen. Entscheidend für diese Buchungen sei jedoch, dass sowohl Airlines als auch Hotels Kostenrückerstattungen garantieren. Zu diesem Ergebnis kam unabhängig davon, auch die zuvor genannte Holiday Check Umfrage: Ein wichtiges Kriterium um nach der Krise wieder vertrauensvoll buchen zu können, seien demnach auch für die dort Befragten, vor allem flexible Stornierungsbedingungen. Letztere seien für fast 60 Prozent der Umfrageteilnehmer ausschlaggebend und trügen wesentlich zu wünschenswerter Transparenz in Bezug auf Buchungen bei. Dabei sollte das erforderliche Prozedere für Stornierungen möglichst unkompliziert und leicht verständlich sein.

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