Hospitality Pioneers

Hospitality Pioneers – Innovatoren für den Hospitality Markt

Die Hospitality Pioneers sind ein Expertennetzwerk führender Hospitality Manager aus Hotel, Gastro, Industrie und Handel, die alle ein großes Interesse haben, die Zukunft im Hospitality Markt zu gestalten und Neudenker mit smarten Lösungen zu fördern. Hospitality Pioneers halten laufend Ausschau nach neuen Produkten, Konzepten und Ideen von Startups, Manufakturen und der Industrie.

© Petra Schwarz

15 Studenten suchen Neuheiten für das Gastgewerbe

Laufend erscheinen neue Produkte, von der hippen Limonade über innovative Order-Systeme bis hin zu ausgefeilten Küchenhelfern im Markt. Längst sind es nicht mehr nur die großen Hersteller, die mit Neuheiten punkten, sondern in den letzten Jahren hat sich eine Startup-Szene etabliert, die mit ihren Produkten jüngere, anspruchsvolle Zielgruppen erreicht. Es hat ein Revival von Manufakturprodukten mit dem Credo der Millenials „Nachhaltigkeit vor Masse und Bioqualität vor Preis“ stattgefunden.

15 Studierende der Fakultät für Tourismus der Hochschule München haben sich im Sommersemester 2020 auf die Suche nach Produkten und Ideen mit besonderer Eignung für den Hospitality Markt gemacht, die das Potenzial haben, den Markt zu verändern. Alle 20 Neuheiten werden hier vorgestellt.

Food & Beverage

Planty of Meat

Durch eine lokale Entwicklung und regionale Herstellung bietet Planty of Meat naturgetreue, pflanzenbasierte Fleischalternativen für eine fleischreduzierte Ernährung und zugleich Genuss ohne Verzicht an. Bisher kamen vegane Fleischersatz-Burger aus dem Ausland. In Gilching, im oberbayerischen Landkreis Starnberg, wurde im Jahr 2019 eine Firma gegründet, die naturgetreue, pflanzenbasierte Fleischalternativen aus regionaler Herstellung entwickelt.

Der Planty-Of-Meat Burger ist aufgrund seiner pflanzlichen Proteine saftig im Biss und wirkt dank nährstoffreicher Proteinquellen, Roter Bete und Kokosfett wie Fleisch, erlaubt jedoch einen rein pflanzlichen Genuss. Das Plus an Nachhaltigkeit: Die verwendeten Proteine sind im Anbau besonders ressourcenschonend und nährstoffreich. Die Macher sind sich sicher, dass Ersatzprodukte zunehmend tierische Angebote vom Markt verdrängen werden.

Aktuell erfolgt der Verkauf über insgesamt 87 Standorte, vertreten sind diese in Deutschland und in Österreich.
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Superhalm

Der Superhalm ist ein Trinkhalm, der aus Apfelfasern, Getreide und Stevia hergestellt wird. Somit kann man den Halm nach Gebrauch verzehren und er ist sogar biologisch abbaubar. Er schmeckt süßlich und hat eine knusprige Konsistenz. Im Getränk hält er ca. 60 Minuten, bevor er weich wird.

Das Produkt ist seit 2019 auf dem Markt erhältlich und wird auch in einigen Hotels den Gästen angeboten. Im Dezember gab es den Halm als Silvesteraktion bei Aldi zu kaufen. Das Unternehmen Wisefood GmbH hat seinen Sitz in Garching bei München. Bei der Produktion erhielten die Gründer finanzielle Unterstützung vom Bundesamt für Wirtschaft.

Der Superhalm stellt eine gute Alternative zu Plastikstrohhalmen dar, die ab 2021 verboten sind. Im Vergleich zu anderen plastikfreien Alternativen wie Glashalmen oder Metallhalmen entfällt hier die Reinigung.
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Spoontainable

Spoontainable stellt essbare Löffel aus biogenen Reststoffen her, zum Beispiel Nahrungsfasern der Lebensmittelindustrie. Das Gründungsteam von Spoontainable besteht aus Amelie Vermeer, Julia Piechotta und Anja Wildermuth. Sie haben sich an der Universität Hohenheim kennengelernt und dort ist auch die Idee entstanden. Alle drei sind Eisliebhaberinnen und haben sich mit dem Plastikverbrauch in diesem Bereich auseinandergesetzt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass allein in Deutschland 360 Millionen Plastik-Eislöffel im Jahr weggeworfen werden. Dann kamen sie auf die Idee, wenn man die Waffel mitessen kann, wieso nicht auch den Löffel. In der WG-Küche gingen dann die Experimente los.

Bisher gibt es 3 Sorten: Der erste essbare Löffel war der Spoonie choc aus Fasern der Kakaoschale. Er passt perfekt zu Eis, Dessert oder Kaffee und schmilzt nicht bei warmen Temperaturen. Außerdem soll er wie ein leckerer knuspriger Kakao-Keks schmecken. Des Weiteren gibt es den Spoonie classic. Hier bilden Haferfasern die Basis. Diese sind Reststoffe der Getreideverarbeitung und fallen jährlich tonnenweise an. Dieser Löffel passt perfekt zu Eis und Desserts, ist aber auch für herzhafte Dips geeignet. Die dritte Sorte ist der Spoonie classic L., die neue und größere Sorte des essbaren Löffels. Alle drei Varianten sind knusprig, vegan und glutenfrei und 60 Minuten stabil in Getränk oder Dessert. Die Produkte werden in Deutschland hergestellt, zur Sicherung der nachhaltigen Wertschöpfungskette gleichen die Gründerinnen alle CO2-Emissionen durch ein Wasserschutzprojekt in Indien aus.
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Nightbird

Florian Müller-Stauch hat 2016 mit seiner Geschäftspartnerin und Freundin Imke Schlechter Nightbird auf den Markt gebracht. Imke ist für Sales und Marketing zuständig, während Florian der Stratege, Produktentwickler und Finanzprofi ist. Nightbird ist eine handgemachte Spirituose, abgefüllt in einem hochwertigen Apothekerflaschengewand. Er ist ein handgefertigter kalt gebrauter Espressolikör mit einem Hauch von Orange und Vanille. Er kann eiskalt als Shot oder in verschiedenen Cocktails genossen werden. Nightbird ist weniger süß als andere Kaffee-Spirituosen und es werden ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe verwendet. Produziert wird der Likör in kleinen Chargen in Holzminden. Die Gründer Imke und Florian sind wahre Kaffee-Liebhaber. Auf die Idee mit den Flaschen kamen sie, da sie ein Familienunternehmen haben, dass Glasflaschen hauptsächlich für die Pharmaindustrie herstellt. Mit ihrem Produkt und ihrer Marke wollen sie eine ikonische Likörmarke schaffen, die das klassische Segment der Kaffee-Liköre revolutioniert. Außerdem sprechen sie mit ihrer Marke vor allem die jüngere Generation an. Nightbird steht für den Start in die Partynacht, gute Musik und tanzen bis zur Afterhour. Das verdeutlichen sie auch mit ihrem Slogan „die Nacht gehört dir“.

Aktuell ist das Produkt online über Amazon, Foodist, Delinero erhältlich und stationär bei vereinzelten Hit und Metromärkten.
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Pläin

Pläin ist eine pflanzliche Milchalternative, welche die Eigenschaften der Kuhmilch ohne ethische und ökologische Bedenken vereint. Sie wird aus rein pflanzlichen Bio-Rohstoffen gewonnen und schafft das typische Milch-Geschmacks-Erlebnis. Durch die helle Farbe, Cremigkeit, leichtem Geschmack und die Aufschäumbarkeit für Kaffeespezialitäten ist sie ideal als Alternative geeignet. Das Team hinter Pläin besteht aus Julia, Jonathan und Mischa. Julia ist Lebensmitteltechnologin und hat bereits jahrelange Erfahrung in Lebensmittelproduktion, Qualitätssicherung und Marketing. Jonathan ist ebenfalls Lebensmitteltechnologe und hat bereits mehrere pflanzenbasierte Lebensmittel erfolgreich entwickelt. Mischa ist Umwelttechnologe und Wirtschaftsingenieur. Er sammelte Berufserfahrung in Logistik, Produktion, Einkauf, Business Development und Projektmanagement. Auf die Idee kamen sie, als einer der Gründer (Mischa) 2014 mit seinem Fahrrad von Shop zu Shop fuhr um eine geeignete Milchalternative für seine vegane Ernährung zu finden. Da er keine passende fand, kam er auf die Idee, selbst eine Milch zu entwickeln. 2017 fand sich das Team zusammen, so wie es heute besteht.

Zielgruppe sind vor allem Menschen, die bewusst mit ihrer Gesundheit umgehen und die auf Kuhmilch aufgrund ethischer und ökologischer Gründen verzichten. Pläin besteht aus folgenden Bio-Zutaten: Wasser, Kokosmilch, Reis, Reisprotein, Sonnenblumenöl und Sonnenblumenlecithin.

Aktuell wird die Milch nur in Glasflaschen angeboten und regional in Freising produziert. Die Finanzierung fand zunächst 2019 über startnext.com mit einem ersten Fundingsziel von 7000 Euro statt und einem zweiten Fundingziel von 20.000 Euro, welche beide erreicht wurden. Im Rahmen der Crowdfunding Kampagne wurden Ende März Milch und Werbeartikel ausgeliefert. Die Milch ist seit kurzem auch bei Käfer online erhältlich sowie in vereinzelten Filialen des VollCorner Bio Ladens. Eine 0,5 l Flasche wird aktuell für 4,95 Euro angeboten.
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Einrichtung und Ausstattung

Recup GmbH

Die Recup GmbH ist ein deutschlandweites Pfandsystem für Coffee-to-go Mehrwegbecher. Die Recup Becher werden mit passenden Mehrwegdeckeln in drei verschiedenen Größen zur Verfügung gestellt (0,2l, 0,3l, 0,4l). Die Becher bestehen aus 100 Prozent recyclebarem Kunststoff. Die teilnehmenden Partner haben lediglich eine Systemgebühr abhängig von der Vertragslaufzeit zu bezahlen. Sie können diese Becher anschließend mit einer Gebühr von einem Euro pro Cup von der Recup GmbH leihen.

Da die Partner die Becher an ihre Kunden für einen Euro Pfandgebühr weiterverkaufen können, stellt dies einen durchlaufenden Posten für die teilnehmenden Unternehmen dar. Recup nimmt alle geliehenen intakten Becher zurück, erstattet den hinterlegten Pfandbetrag und kümmert sich um die Rückführung ins System oder das fachgerechte Recycling. Ab einer Menge von 100 Bechern übernehmen sie zusätzlich die Versandkosten und die Abholung.
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Tutaka GmbH

Bei der Tutaka GmbH handelt es sich um ein Startup aus Hamburg, welches 2018 von Alexandra Hergert und Franziska Altenrath gegründet wurde. Die Tutaka GmbH bietet einen virtuellen Marktplatz, auf dem zahlreiche, auf Nachhaltigkeit geprüfte Produkte und Dienstleistungen direkt angefragt werden können.

Zu den Kunden zählen beispielsweise Gastgeber aus der Hotellerie, die sich von schädlichen Produkten abwenden und ihren Gästen wirklich gute Erfahrungen bieten möchten. Tutaka unterstützt Hotels, Restaurants, Bars, Festival- und Eventbetreiber bei ihren Nachhaltigkeitsbemühungen.

Zu den angebotenen Produkten zählen unter anderem Hotelslipper aus Palmblatt, essbare Löffel, Schürzen aus recyeltem PET oder Strohalme aus Stroh.
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KAFFEEFORM

Kaffeeform ist ein Start-Up-Unternehmen, das 2015 in Berlin gegründet wurde und bereits 50 Cafés deutschlandweit besitzt. Der Gründer und Produktdesigner Julian Lechner hat sich vorgenommen, das Konsumverhalten der Menschen neu zu gestalten, indem er vor allem Nachhaltigkeit in den Alltag der Konsumenten integriert. Die Idee ist die Förderung der Wiederverwendung von Produkten und Rohstoffen – „Lieber Mehrweg statt Einweg“. Das fünfköpfige Team setzt auf Kaffeetassen verschiedenster Formen (u.a. Cappuccino-, Espresso-, Milchkaffeetassen), die aus gebrauchtem Kaffeesatz hergestellt werden. Die sonst verschwendete Ressource wird also von lokalen Cafés in ganz Berlin eingesammelt und verarbeitet. Zudem setzt das Unternehmen auf die faire Produktion ihrer Tassen, weshalb der Transport des Kaffeesatzes durch ein Fahrradkurier-Kollektiv erfolgt, Druck und Versand über soziale Werkstätten geht.
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RefresherBoxx

Dieses Start-Up wurde Anfang 2018 in Aachen gegründet. Das Team besteht aus drei Gründern und weiteren drei Mitarbeitern, die aus den Wissensbereichen Wissenschaft, Technik und Wirtschaft kommen. Ihre Vision ist es, die Verschwendung von Ressourcen zu stoppen und zu einer verbesserten Lebensqualität der Menschen weltweit beizutragen, indem sie den Prozess des Waschens revolutionieren. Mit vorhandenen Partnern in Aachen und weiteren Teile Deutschlands oder der Welt (u.a. Würth, TechFounders und Aachener Entrepreneurship Team e.V.) haben sie eine große globale Reichweite. Ihr Produkt „RefresherBoxx“ erfährt gerade in der heutigen Krisenzeit eine hohe Nachfrage. Mit einer intelligenten Kombination bewährter physikalischer Methoden entfernt die RefresherBoxx Viren, Feinstaub, Allergene, Bakterien, Hausstaubmilben und chemische Reinigungsmittel aus Kleidung in kürzester Zeit. Damit ist sie neben der Hotellerie auch in kritischen Infrastrukturen wie Krankenhäusern von großem Vorteil. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit wird hierbei berücksichtigt, da der gesamte Prozess ressourcenschonend ist und dazu beiträgt, die Lebensdauer von Kleidung zu verlängern.
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Kaya & Kato

Kaya & Kato ist ein deutsches Start-Up, welches 2015 in Köln gegründet wurde. Die Gründer haben sich die Frage gestellt, warum Workwear immer gleich aussieht und wie man die Standards bei der Produktion verbessern kann. Um die Arbeitskleidung zu verbessern, haben sie neue Materialien und Schnitte ausprobiert und nur Zulieferer ausgewählt, welche in ihr nachhaltiges und Fair Trade Konzept passen. Wichtig ist, dass ein transparenter Einblick in die Lieferketten gewährt wird. Ebenso wichtig ist den Gründern von Kaya & Kato, dass sie ihre Partner und Zulieferer persönlich kennen, um eine langfristige Zusammenarbeit sicherzustellen. Der Anbau der Rohstoffe, Verarbeitung und Arbeitsbedingungen spielen auch eine zentrale Rolle. Mittlerweile arbeiten sie mit Partnern in Uganda, Tschechien, Kirgistan, Portugal und Deutschland zusammen.

Ihre Kleidung besteht aus 100 Prozent biologischer angebauter Baumwolle aus Uganda. Ihr Sortiment umfasst derzeit Schürzen, Kochjacken, Servicebekleidung und ergänzende Textilprodukte.
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Haus- und Küchentechnik

Solos Mirrors

Solos Mirrors ermöglicht ein benutzerdefiniertes Workout in Echtzeit. Mittels hochwertiger Sensoren und Technologie gibt das Gerät Übungen vor und korrigiert falsche Ausführungen. Die Sensoren registrieren hierbei auch kleinste Fehler und sind genauer als das menschliche Auge. In einer Datenbank befinden sich über 150 Videoanleitungen für unterschiedliche Übungen. Es werden sowohl Kraft- als auch Cardiotrainings angeboten. Solos Mirrors ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene Sportler geeignet. Zusätzlich bietet das Gerät die Möglichkeit, in Gruppen zu trainieren.

Über eine Online-Plattform werden Trainingspläne erstellt, Fortschritte aufgezeichnet und man kann sich Trainern austauschen.
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Alfred

„Alfred der Sous Chef“ ist ein Serviceroboter, der eigenständig Bowls zubereiten kann. Hierzu zählen Eiscreme, Dips und andere Cremes, aber auch Salate. Bei gemischten Salaten kann das gewünschte Zutatenverhältnis eingestellt werden. Alfred verwaltet die Zutaten und informiert den Nutzer, wenn Bestände knapp werden. Durch eine integrierte Kamera erkennt er die Behälter und die Nahrungsmittel.  Außerdem erkennt Alfred Menschen und hält Sicherheitsabstand. Er braucht etwa 8 Sekunden für eine Portion und die Fehlerrate beim Servieren liegt bei 10 Prozent. Die Bedienung ist benutzerfreundlich. Nach dem Auspacken wird der Roboter direkt eingesteckt, über Bluetooth mit dem Handy verbunden und schon kann der Serviervorgang beginnen. Auch die Säuberung erfolgt unkompliziert in der Spülmaschine.
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Jeeves

Jeeves ist ein Serviceroboter, welcher speziell auf die Bedürfnisse der Hotellerie angepasst wurde. Er ist Roomservice, Roomshopping, Minibar, Infotainer und Teammate und schafft überraschende Erlebnisse im Aufenthalt der Hotelgäste. Sein Einsatz steigert damit das Serviceportfolio und -niveau eines Hauses. Dabei soll der Roboter nicht etwa Personal ersetzen, sondern es vielmehr unterstützen und von Routineaufgaben entlasten. Ein mobiler Roboter kann zum Beispiel die zeitaufwändigen Zustell- oder Bringdienste des Roomservice übernehmen, Aufzug fahren kann er noch dazu.  Befüllt werden kann Jeeves ganz individuell, die Verkaufsdaten werden automatisch übermittelt. Bereits in mehreren Hotels ist Jeeves der Münchner Firma Robotise im Einsatz, in Zukunft soll man auch anderenorts wie u.a. bei Messen, Kantinen, Bürogebäuden, Flughäfen, Krankenhäusern oder Autohäusern auf Jeeves stoßen.
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Aguardio

Mit dem Aguardio Duschsensor können Hotels Wasser und Heizkosten beim Duschen der Gäste sparen. Der Sensor wird an der Decke über der Dusche angebracht und erkennt, wenn die Dusche betreten wird und das Wasser läuft. Auf dem dazugehörigen Display, welches auf Augenhöhe angebracht wird, erscheint die Wasserlaufzeit sowie verschiedene Bilder und Texte, um den Gast dahingehend zu sensibilisieren. Durch die Messung von Temperatur und Feuchtigkeit ist es für Hoteliers einfacher zu erkennen, ob ein Badezimmer optimiert werden muss. Neben dem Duschsensor bietet Aguardio auch einen Handwaschsensor an – das Prinzip ist ähnlich. „Aguardio HandWash“ sammelt Daten darüber, wie das Waschbecken verwendet wird. Diese Informationen ermöglichen es zu verstehen, wie effizient und effektiv die Gäste ihre Hände waschen. Diese Daten fördern und ermutigen den Einzelnen, seine Händewaschhygiene zu verbessern. Mit einfachen und klaren Botschaften auf einem Display wird er dazu gebracht, die bestmöglichen Handwaschhygienegewohnheiten zu formen.
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Snapfix

Snapfix ist eine App zur Organisation sämtlicher Aufgaben rund um Instandhaltung und Haustechnik. Snapfix vereint die Funktionen Foto, Verlinkung und Nachrichten und hat das Ziel, die Kommunikation und Organisation zu erleichtern. So kann die App auch im Team genutzt werden. Gleichzeitig kann bei Auslagerung der Aufgaben auch die beauftragte Firma in das Team integriert werden und informiert werden, welche Aufgabe an welchem Ort erledigt werden muss. Der jeweilige Fortschritt wird durch die Farben rot, gelb und grün angezeigt und bietet dadurch eine übersichtliche Gestaltung der Tagesplanung in der Hospitality Branche. Die App ist über jedes mobile Betriebssystem nutzbar.
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Abrechnungs- und Kommunikationssystem / Digitales

Hotelhead

Das HR-Tech-Startup „Hotelhead“, 2017 gegründet, ist ein Job-Suche und Recruiting Portal speziell für Fach- und Führungskräfte in der Hotellerie. Die App funktioniert nach dem Tinder-Prinzip „Like. Match. Job.“, wodurch sie die erste HR-Matching-Plattform im Hospitality Markt ist. Bewerber und Unternehmen erstellen Profile nach fest definierten Parametern, anhand derer der Matching-Prozess die passenden Bewerber für die passenden Stellen vorschlägt und umgekehrt. Bewerbung und Kommunikation finden komplett über die App statt, sodass die Bewerbung per Post oder Email nicht mehr notwendig ist und man schon mit wenigen Klicks zum Wunschkandidaten beziehungsweise -unternehmen gelangt. Somit wird der Bewerbungsprozess sowohl für den Bewerber selbst als auch für das Unternehmen stark vereinfacht, was vor allem vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Branche von Vorteil ist.
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Almo

Das Münchener Startup AlterMobili wurde 2019 gegründet und hat das Produkt ALMO, eine Parkplatz-App entwickelt, um die Parkplatzsuche zu erleichtern und Staus zu vermeiden. ALMO schafft einen „unfair Advantage“, da dem User schon 60 Sekunden vorher gesagt wird, wann der nächste Parkplatz frei wird. Mithilfe eines Bluetooth-gesteuerten Chips und der Navigations-App kann ALMO den Nutzer über freie Parkplätze informieren. Weiterhin schützt die Bezahlerinnerung vor Überzahlen oder Strafzetteln beim Parken. Durch die Vermeidung von unnötigem Parkplatzsuchen kann der Fahrer den Co2-Ausstoß seines PKWs reduzieren. Ziel von AlterMobili ist es, den Suchverkehr um 30 Prozent zu verringern und Autofahrten in Gebiete mit niedriger Wahrscheinlichkeit Parkplätze zu finden, um 50 Prozent zu reduzieren.
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Choco

Das Berliner Startup wurde 2018 gegründet und unterstützt mit seinem Produkt „Choco“ die Digitalisierung des Bestellprozesses. Choco ist ein Dienst für die Bestellung von Lebensmittel in der Gastronomie mit zusätzlicher Chat-Funktion. Die App dient als direktes Kommunkationstool zwischen Lieferanten und Gastronomen, wodurch der Bestellprozess vereinfacht und gebündelt wird. Da alle Bestellungen, also auch bei verschiedenen Lieferanten, in der App vorgenommen werden, wird beiden Seiten ein einheitlicher Überblick über die Bestellungen ermöglicht. Zusätzlich werden wöchentliche und monatliche Berichte über die verschiedenen Einkäufe automatisch in der App erstellt. Für Gastronomen ist vor allem von Vorteil, dass Bestellungen noch bis 20 Uhr abends mit Lieferung am nächsten Tag möglich sind.
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Menume

Menume ist ein Restaurant-Guide für neu eröffnete Restaurants. In der App werden pro Stadt 15 kürzlich eröffnete Restaurants angezeigt, welche in einem bestimmten Rhythmus wechseln. Die Auswahl wird durch sogenannte, mit Menume kooperierende, Foodie Angels (Blogger, Influencer etc.) durchgeführt, welche die Restaurants kostenlos testen und dafür in den sozialen Medien bewerben. Dies hilft den Restaurants, einerseits durch die Werbung, andererseits durch die App schnell an Reichweite zu gewinnen. Des Weiteren bietet Menume allen teilnehmenden Restaurants Zugang zur Menume-Academy, einem Online-Schulungsportal für das Personal an. Mit dem Menume-Pass für 10 Euro monatlich erhält man zudem auf jeden Besuch 20 Prozent Rabatt. Zunächst ist der Launch in Prag und Amsterdam geplant, für die Zukunft ist jedoch auch die Ausweitung auf weitere Restaurants in Europa geplant.
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Fineway

Das Münchner Startup wurde 2016 von Markus Bohl und Markus Feigelbinder gegründet. Die Hauptinvestoren waren Bayer Kapital, Axel Springer und Mairdumont Ventures. Fineway ist das erste Unternehmen weltweit, dass künstliche Intelligenz für die Planung individueller Reisen entwickelt und einsetzt, um einen in Echtzeit, personalisierten Urlaub zusammenzustellen. Ziel des Unternehmens ist es, Reisende davon zu befreien, unnötig Zeit und Geld für die Buchung einer Reise zu verschwenden. Es wird online oder via Sprachassistent ein Fragebogen zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe eines komplexen Trip Matching Alghoritmus, wird anschließend die perfekt zugeschnittene Reise zusammengestellt. Fineway verspricht außerdem Bestpreisgarantie.
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