Suche
Anzeige

Immobilienfinanzierung optimieren durch Aktienfondssparplan als Tilgungsersatz

„Zur Optimierung von Immobilienfinanzierungen und um den Gesamtaufwand deutlich zu senken, sollten vielmehr Aktienfondssparpläne eingesetzt werden, die vom Cost-Average-Effekt profitieren und deren Renditen regelmäßig kontrolliert werden“, sagt Rolf Klein, Finanz Analyst und Dipl.-Betriebswirt. Er ist Autor des Buches „Die richtige Baufinanzierung“ und hat eine Alternative in der Immobilienfinanzierung entwickelt.

Rolf KleinRolf Klein

Wie ist die Ausgangssituation?

Trotz der für Käufer weiterhin günstigen Zinssituation kommt der Reduzierung des Gesamtaufwandes von Darlehen zur Immobilienfinanzierungen eine besondere Bedeutung zu. Investoren wollen natürlich so gering wie möglich bei einer Finanzierung durch Zins und Tilgung belastet werden. Durch bestimmte Strukturierungen können sowohl die Dauer als auch die Kosten spürbar reduziert werden.

Wie kann das funktionieren?

„Ganz einfach: mit Hilfe der Finanzmathematik“, sagt Rolf Klein, Finanzanalyst aus Krefeld. Er ist Autor des Buches „Die richtige Baufinanzierung“ und hat eine Alternative in der Immobilienfinanzierung entwickelt. Rolf Klein beschreibt die Basis: „In der Regel wird der Anfangstilgungssatz des üblicherweise eingesetzten Annuitätendarlehens auf drei bis vier Prozent vereinbart, damit das Darlehen entsprechend schnell getilgt wird. Das ist auch richtig so. Idealerweise vereinbart man mit der Bank jedoch eine hybride Tilgung, also eine Kombination aus Annuitätendarlehen und Aktienfondssparplan. Das kann die Kombination aus zwei Prozent Anfangstilgung und der Zahlung von weiteren zwei Prozent in einen Aktienfondssparplan, sodass die gleiche monatliche Belastung gegeben ist.“

Partner aus dem HORECA Scout

Was bedeutet das genau?

Der wesentliche Unterschied zwischen der annuitätischen Tilgung des Darlehens und dem Aktienfondssparplan liegt in der Rendite. Die annuitätische Tilgung ist laut Rolf Klein nichts anderes als ein Sparvorgang. „Die Rendite der annuitätischen Tilgung entspricht dem Zinssatz des Darlehens und der ist historisch niedrig. Die Renditen von Aktienfondssparplänen liegen deutlich höher. Das ist eine Riesenchance für Darlehensnehmer.“ Warum das so ist? Rolf Klein erklärt: „Der Leitindex DAX bei einem 20-jährigen Anlagehorizont erbrachte beispielsweise historisch im Mittel 8,9 Prozent Rendite pro Jahr. Bei einem derzeitigen Darlehenszinsniveau von etwa ein Prozent liegt das Renditeunterschied also bei knapp acht Prozent. Dabei wird angenommen, dass der Aktienfondssparplan zu einem undefinierten Zeitpunkt eine definierte, aber realistische Zielrendite zwischen acht und zwölf Prozent pro Jahr erwirtschaftet, aus der dann wiederum Sondertilgungen im Rahmen des Darlehensvertrags geleistet werden.“

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceSteuernSoftware und Systeme
Kassennachschau: Wenn Rabatte zum Prüfungsrisiko werden

Womit hängt das genau zusammen?

Die Kernfrage dabei lautet laut Rolf Klein: „Bei welcher Rendite werden Fondsanteile verkauft, um damit Sondertilgungen zu leisten? Dafür ist ein professionelles Rendite-Controlling notwendig. Dabei stehen vor allem die Renditen nach Kosten im Fokus. Denn erst daraus lässt sich dann die richtige Strategie für den Einsatz eines Tilgungsersatzprodukts in Form eines Aktienfondssparplans ableiten. Beispielsweise kann der Kunde entscheiden, dass die Anteile bei einer Rendite von zum Beispiel zehn Prozent verkauft werden sollen, um die Sondertilgung zu leisten.“ Der sogenannte Cost-Average-Effekt spielt dabei eine herausragende Rolle. Bei fallenden Kursen an der Börse erhalten die Investoren mehr Fondsanteile, während sie bei steigenden Kursen eine geringere Anzahl an Fondsanteilen kaufen. Über einen längeren Zeitraum betrachtet zahlen die Anleger daher einen Durchschnittspreis für die Anteile. Das laufende Rendite-Controlling führt dazu, dass das Aktienfondsdepot bei einer definierten Rendite verkauft wird und als Sondertilgung in das Darlehen fließt.

Themen in diesem Artikel
ManagementFinanzierungImmobilien

Welche Vorteile bringt das konkret?

Durch die Finanzierungsoptimierung sind auf diese Weise erhebliche Kostenvorteile möglich. Das erfolgt durch die schnellere Tilgung des Darlehens bei gleicher monatlicher Belastung. Je nach Konstellation ist eine Verkürzung der Laufzeit von bis zu fünf Jahren möglich mit bis zu 20 Prozent weniger Gesamtkosten. Das bedeutet also bei einem Darlehensbetrag von 500.000 bis zu 100.000 Euro weniger Gesamtkosten. „Es ist sinnvoll, die Strategie von einem qualifizierten Berater auf betriebswirtschaftlicher und finanzmathematischer Basis kontrollieren und berechnen zu lassen. Das zeigt dann auch, dass nicht der günstigste Zins über die geringsten Gesamtkosten einer Immobilienfinanzierung entscheidet, sondern die Tilgungsrendite. Der Kundenvorteil liegt in der Ausnutzung des Renditeunterschieds zwischen der annuitätischen Tilgung und der Rendite des Aktienfondssparplans. Das Risiko liegt darin, dass die Zielrenditen des Aktienfondsparplans nie erreicht werden. Das war aber historisch nie der Fall“, betont Rolf Klein.

Zur Webseite des Unternehmers

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Kassennachschau: Wenn Rabatte zum Prüfungsrisiko werden

Rabatte, Gratispositionen und Preisüberschreibungen gehören zum Tagesgeschäft – doch für Prüfer sind sie häufig Anlass für vertiefte Nachfragen. Wann wird Kulanz zur Prüfungsfalle, und wie lässt sich Flexibilität so gestalten, dass sie auch in der Kassennachschau standhält?

orderbird
Branche und Trends

Vom Like zum Umsatz: Wie Social Media für volle Tische sorgt

Social Media entscheidet immer häufiger mit, wo wir essen gehen. Gäste entscheiden heute oft schon online anhand von Bildern, Videos oder Empfehlungen, ob ein Restaurant oder Café zu ihren Vorlieben passt. Wie Gastronomen den Sprung vom Like zur Reservierung schaffen und warum Bewertungen auf Social Media gerade jetzt wichtiger werden, erklärt Natalie Seifert, Head of Marketing bei orderbird.

1&1 Versatel
Allgemeine Haustechnik

Ausfallsichere Kassensysteme dank SD-WAN: Warum moderne Filialnetze in der Gastronomie immer wichtiger werden

In der modernen Systemgastronomie hängt ein reibungsloser Betrieb immer stärker von einer stabilen und intelligent gesteuerten Netzwerkinfrastruktur ab. Fällt die Internetverbindung aus, sind je nach Kassen- und IT-Architektur nicht nur Bestellprozesse, sondern auch Kartenzahlungen, Reservierungs-Systeme, Cloud-Synchronisationen und die Anbindung an Warenwirtschafts- und Backoffice-Systeme beeinträchtigt. Wie sich Betriebe mit dem Zusammenspiel aus leistungsfähigem Glasfaser-Internet, SD-WAN und Mobilfunk-Backup robuster aufstellen können, erläutert Frank Rosenberger, Vorsitzender der Geschäftsführung von 1&1 Versatel.

Magda Ehlers, Pexels
Allgemeine Haustechnik

Frühling bringt Tauben-Boom: Warum Immobilienbetreiber jetzt handeln sollten

Stadttauben entwickeln sich für Immobilienbetreiber zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko. Der aggressive Kot schädigt Fassaden und Materialien, Balkone werden unbenutzbar, Mieter fordern Mietminderungen. Gleichzeitig fehlt vielen Eigentümern die Orientierung: Welche Abwehrmaßnahmen sind tierschutzkonform, langfristig wirksam und rechtlich zulässig? Experten erklären, warum das Problem im Frühjahr eskaliert – und warum Baumarkt-Lösungen meist scheitern.

DBL
Recruiting und Fachkräftemangel

Flexibilität durch Mietservice: Poolkleidung für wechselnde Teams

Saisonkräfte, kurzfristige Aushilfen, wechselnde Teams – in der Gastronomie ist Flexibilität bei der Personalplanung entscheidend. Doch wie stellt man sicher, dass alle Mitarbeitenden professionell ausgestattet sind, ohne ständig neue Berufskleidung beschaffen zu müssen? Poolkleidung im Mietservice bietet eine praktische Lösung für diese Herausforderung.

Weitere Artikel zum Thema

orderbird
Social Media entscheidet immer häufiger mit, wo wir essen gehen. Gäste entscheiden heute oft schon online anhand von Bildern, Videos oder Empfehlungen, ob ein Restaurant oder Café zu ihren Vorlieben passt. Wie Gastronomen den Sprung[...]
orderbird
Magda Ehlers, Pexels
Stadttauben entwickeln sich für Immobilienbetreiber zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko. Der aggressive Kot schädigt Fassaden und Materialien, Balkone werden unbenutzbar, Mieter fordern Mietminderungen. Gleichzeitig fehlt vielen Eigentümern die Orientierung: Welche Abwehrmaßnahmen sind tierschutzkonform, langfristig wirksam und[...]
Magda Ehlers, Pexels
Emma Dau, Unsplash
Schichtdienst, hohe Fluktuation, knappe Personaldecke – die Hotellerie steht unter Druck. Sandra Himmeldirk, Head of People & Culture bei den 25hours Hotels, erklärt im Gespräch mit dem IST-Studieninstitut, was modernes Personalmanagement in der Branche heute[...]
Emma Dau, Unsplash
DBL
Saisonkräfte, kurzfristige Aushilfen, wechselnde Teams – in der Gastronomie ist Flexibilität bei der Personalplanung entscheidend. Doch wie stellt man sicher, dass alle Mitarbeitenden professionell ausgestattet sind, ohne ständig neue Berufskleidung beschaffen zu müssen? Poolkleidung im[...]
DBL
Krombacher
Frisch gezapftes Bier – und das ganz ohne Alkohol? Krombacher macht's möglich und bringt den vollen Pilsgeschmack jetzt auch als Fassbier in die Gastronomie. Ein neuer Genussmoment, der nicht nur zur Mittagspause überzeugt, sondern überall[...]
Krombacher
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.