Infektionsschutz

Luftfiltration als Teil der Hygienestrategie: Darauf ist bei Luftreinigungsgeräten achten

Die Raumluft kann mit mikroskopisch kleinen Partikeln, wie Staub, Bakterien, Viren, Schimmelpilze, Gasen und VOCs verschmutzt werden. Da wir bis zu 90 % unserer Zeit in Innenräumen verbringen, ist es wichtig, dass die Raumluft kontinuierlich gereinigt wird und Luftschadstoffe entfernt werden. Dies gilt besonders für sensible Bereiche, wie zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeheime oder Arztpraxen. Ist kein fest installiertes Lüftungssystem vorhanden, bieten mobile Luftreiniger eine praktische Lösung. Sie filtern mehr als 99,95 % (Europäischer HEPA-13-Standard) der Schadstoffe aus der Luft.

© Rentokil

Richtlinien für bessere Luftqualität

Im März 2020 startete das US-amerikanische International WELL Buildings Institute eine Task Force zum Thema COVID-19 und anderen Atemwegsinfektionen. Über 540 globale Vordenker und Behörden aus den Bereichen öffentliche Gesundheit, Medizin, Design, Immobilien, Regierung und Wissenschaft haben sich zusammengesetzt. Herausgekommen sind acht neue Richtlinien mit bewährten Strategien zum Gebäudemanagement. Das Strategiedokument zeigt den Weg in eine sicherere Zukunft. Die erste Richtlinie zielt auf eine bessere Allgemeinhygiene, die zweite auf die Verbesserung der Luftqualität ab. Ein Teil der neuen Strategie zur Verbesserung der Luftqualität ist die Luftfiltration. Es wird empfohlen, ausreichend Luftfilter zu installieren und ein Wartungsprotokoll für die eingesetzten Filter zu entwickeln und umzusetzen. Das beinhaltet, dass die eingesetzten Filter sorgfältig überwacht und regelmäßig ordnungsgemäß – abhängig vom Grad der Luftverschmutzung in der Umgebung – ausgewechselt werden.

Mobile Luftreiniger für die Räumlichkeiten

Um sicherzugehen, dass Sie die beste Lufthygienelösung sowie den besten Schutz für Ihre Anforderungen erhalten, sollten Sie verschiedene Punkte beachten.

1. Hocheffiziente Filter

Bei vollem Potenzial können hocheffiziente Partikelfilter mehr als 99,95 % der Partikel entfernen, die 0,3 Mikrometer oder größer sind. Das sind zum Beispiel Staub, Bakterien, Viren und Schimmelpilze. In bestimmten Gebäuden gibt es oft keine Möglichkeit, permanent frische Luft hereinzulassen. In einem geschlossenen Raum ohne jegliche Belüftung baut sich die Verschmutzung auf und nimmt zu, wenn sich Menschen bewegen und Hautschuppen, Staub und Schmutz anfallen. Filter mit medizinischer Qualität – wie HEPA 13 – bieten eine physikalische Falle und verhindern, dass sich schädliche Partikel in der Luft ansammeln. Zudem verringern sie die Wahrscheinlichkeit, dass diese sich auf Oberflächen absetzen.

2. Wartung

Luftreiniger müssen in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Der Filter muss ausgetauscht und entsorgt werden. Laut dem International WELL Buildings Institute ist die Wartung von Filtern entscheidend, damit eine ordnungsgemäße Luftreinigung gewährleistet werden kann.

3. Effiziente Geräte für saubere Luft

Die „Clean Air Delivery Rate“, kurz CADR, gibt Aufschluss darüber, wie effektiv ein Gerät Schadstoffe filtert, d.h., wie schnell es die Luft in einem Raum reinigt. Je höher der Wert, desto intensiver und schneller wird die Luft gefiltert. Eine Einheit mit einer CADR von 600 m3 / h reinigt die Luft schneller als eine mit einer CADR von 400 m3 / h. Die Effizienz eines Geräts hängt von der Größe des Raumes ab, in dem es aufgestellt ist. Die optimale Zahl von Geräten für die individuellen Anforderungen eines Raumes lässt sich problemlos in einem Beratungsgespräch mit einem Hygienedienstleister ermitteln. Unabhängig davon, ob in einem Gebäude ein festes HLKK-System (Heizung, Lüftung, Klima, Kältexxx) vorhanden ist oder nicht, können zusätzlich mobile Luftreiniger in stark frequentierten Arbeitsbereichen aufgestellt werden, um die Luft effektiv und effizient zu reinigen. Zu den Hotspots gehören offene Bereiche, Empfangsbereiche und Besprechungsräume, in denen sich viele Personen lange Zeit aufhalten. Luftreiniger filtern im Gegensatz zu HLKK-Systemen die direkte Umgebungsluft, die durch Staubpartikel, Husten, Niesen und Atemtröpfchen von Menschen in einem bestimmten Bereich belastet wird – auch die von außen hereinkommende Luft. HLKK-Systeme ohne Nachrüstung mit HEPA-Filter können die Umgebungsluft nicht effektiv aufnehmen und filtern. Am effektivsten für eine gute Lufthygiene wirkt daher eine Kombination aus beiden Reinigungssystemen.

4. Echtzeitanzeige für Raumluftqualität (IAQ)

Echtzeitanzeigen für die Raumluftqualität (IAQ) bieten zusätzliche Sicherheit. In einer 2020 durchgeführten Umfrage von Rentokil Initial gaben 41 % der Befragten an, dass sie beruhigter wären, wenn sie Informationen über die Luftqualität in ihrem Arbeitsumfeld hätten. Mit Echtzeit-IAQ-Anzeigen macht ein Unternehmen deutlich, dass ihm die Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden seiner Mitarbeiter wichtig ist. Eine Echtzeitanzeige für Luftqualität erhöht zudem das Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Geräts.

Ein Kommentar zu “Luftfiltration als Teil der Hygienestrategie: Darauf ist bei Luftreinigungsgeräten achten”

  1. Alle reden vom Filtern, und dann. Warum machen die Hersteller nicht deutlich, dass es mitunter gefährlich ist mit diesen Filtern umzugehen. Denn Viren, Bakterien und Keime leben im Filter weiter, können sich unter Umständen sogar vermehren. Die DIN 6022 schreibt aus diesem Grund ganz klar vor: HEPA Filter müssen mindestens halbjährlich von Fachpersonal im Vollschutz gewechselt werden. Anschließend ist der Filter als Sondermüll zu entsorgen. Wer will das bezahlen? Außerdem bildet der Filter einen enormen Druckverlust – die Folge: Der Lüfter muss mehr leisten, wird lauter und verbraucht mehr Strom.
    Es gibt bessere und effizientere Methoden, die die Viren direkt abtöten. Im Flüsterbetrieb und mit 10 – 20 Watt Stromverbrauch.

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