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Negative SEO – Was steckt dahinter und wie können sich Unternehmen schützen?

Die Sichtbarkeit der eigenen Seite sinkt oder die Website ist plötzlich für Suchanfragen aus dem Erwachsenenbereich zu finden – was ist passiert? In einigen Fällen kommt es dazu, dass die eigene Seite durch sogenanntes Negative SEO nicht mehr so erfolgreich ist wie zuvor. Wie kommt es dazu und wie kann Negative SEO verhindert werden?

Dilen_ua, iStockphoto

Wie der Name bereits sagt, versteht man unter Suchmaschinenoptimierung das Optimieren der Suchmaschinenergebnisse für die eigene Website. In der Regel liegt eine positive Ausrichtung der Platzierung in der eigenen Hand. In manchen Fällen können Unternehmen allerdings Opfer von Negative SEO werden. Hierbei geht es nicht darum, die eigene Website besser zu ranken, sondern andere schlechter. „Selbst wenn es nicht häufig vorkommt, sollten Unternehmen darauf vorbereitet sein, um im Zweifelsfall schnell zu reagieren“, weiß Andreas Karasek, Geschäftsführer der Agentur SEM Berater.

Auf das Umfeld achten

Insbesondere jüngere Websites können durch Negative SEO geschädigt werden. Das liegt daran, dass sie meist weniger eingehende Links haben und ihr Trustfaktor damit geringer ist als bei älteren, bereits stark verlinkten Seiten. Auch Online-Shops sind häufiger betroffen als Informationswebsites und generell herrscht in stärker umkämpften Bereichen ein größeres Gefahrenpotenzial für Negative SEO. Obwohl die Indizierungsgeschwindigkeit in den letzten Jahren bereits enorm zugenommen hat, benötigen SEO-Maßnahmen eine gewisse Zeit, bis sie greifen. Gleiches gilt auch für Negative SEO. Daher lässt sich die schädigende Suchmaschinenoptimierung häufig erst spät erkennen. Durch regelmäßiges Reporting lassen sich allerdings rechtzeitig mögliche Gefahren erkennen. „Wer zum Beispiel sieht, dass die eigene Website eine große Menge an Backlinks von ausländischen Seiten, Linkfarmen, Links aus Blognetzwerken oder einfach Spam-Seiten, die auf irgendeine Weise merkwürdig erscheinen, verzeichnet hat, sollte aufmerksam werden. Wahrscheinlich ist er dann Opfer des sogenannten Spamming geworden“, so Karasek. Da diese Form der negativen SEO halbwegs einfach zu bewerkstelligen ist, kommt sie auch am häufigsten vor. Dazu zählt das sogenannte „Bad Neighbourhood“, das Setzen von Links aus „schlechter Gesellschaft“ bezeichnet, also beispielsweise Glücksspielportale oder Seiten aus dem Erwachsenenbereich.

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Digitale Rufschädigung

Eine weitere Möglichkeit von Negative SEO besteht im Duplicate Content Spam oder auch Content Scraping. Dabei geht es darum, die immer gleichen Inhalte einer Website zu kopieren und extrem zu verbreiten, was wiederum von den Suchmaschinen als negativ angesehen wird und damit eine Abstrafung nach sich zieht. Analog bereits seit Jahrhunderten gang und gäbe, kann durch Rufschädigung auch digital ein enormer Schaden für Unternehmen provoziert werden. Dabei lässt sich beispielsweise durch Google Bombing die Autocomplete-Funktion manipulieren. So werden Interessierten bei Suchanfragen zum Unternehmensnamen Kombinationen mit negativen Begriffen wie „Betrug“ oder „Gefährlich“ vorgeschlagen. Aber auch negative Produktbewertungen auf Portalen gelten als rufschädigend. Doch Konkurrenten zu sabotieren, um mit dem eigenen Unternehmen besser dazustehen, sollte generell keine Option sein. Das schließt auch den Bereich der Suchmaschinenoptimierung ein. Andreas Karasek erklärt: „Kommt heraus, dass es sich um einen gezielten Angriff auf die Mitbewerber gehandelt hat, hat das gegebenenfalls nicht nur ein Abstrafen der Suchmaschinenanbieter zur Folge, sondern wirft auch ein negatives Image auf das Unternehmen, das nur schwerlich wieder loszuwerden ist. Ganz davon abgesehen, dass es theoretisch strafbar ist, bewusst schädliche Suchmaschinenoptimierung zu betreiben.“

Weitere Informationen unter www.sem-berater.de

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