Suche
Anzeige

Fachkräfte wünschen sich Wertschätzung? So gewinnen und binden Hotels qualifiziertes Personal

Der Fachkräftemangel in Deutschland stellt Hotels vor eine große Herausforderung: Wie können sie potenzielle Bewerber auf sich aufmerksam machen, Arbeitskräfte gewinnen und sie auf lange Sicht binden? Schließlich verursacht nicht nur fehlendes Personal, sondern auch dauerhaft wechselndes Personal sehr viel Arbeit und Kosten. Steve Heinecke, Recruiting-Experte der Hotellerie, erläutert, wie Hotels erfolgreich Fachkräfte gewinnen und langfristig binden können.

Performance Hotel

Über welche Kanäle sind Hotelfachangestellte zu erreichen?

In den letzten Jahren hat sich der Recruiting-Prozess stark verändert und herkömmliche Recruiting-Methoden wie Zeitungsannoncen, Jobportale und Co. haben ihre Wirkung zu großen Teilen verloren. Das ist der voranschreitenden Digitalisierung und dem demografischen Wandel zuzuschreiben – auch der Fachkräftemangel hat seinen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen. Demnach müssen Hotels erkennen, dass sie dieser Problematik mit neuen Lösungsansätzen begegnen und dem Internet bei der Mitarbeitersuche eine tragende Rolle einräumen müssen.

In Bezug darauf empfiehlt es sich, unabhängige und hauseigene Strukturen zu etablieren. So bieten sich insbesondere die sozialen Medien an, um sich als moderner, attraktiver Arbeitgeber zu platzieren und Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen. Als Grundlage hierfür dient ein zeitgemäßes Recruitings-Verständnis, das durch fortschrittliche Marketing-Prozesse und nützliche Tools unterstützt wird. Nur durch derartige Anpassungen kann es Hotels gelingen, dauerhaft qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

Partner aus dem HORECA Scout

Auf welche Art sollten Hotels mit Fachkräften kommunizieren?

Die Grundlage für erfolgreiches Recruiting stellt eine authentische Arbeitgebermarke dar. Sie ist als Sprachrohr eines Hotels zu verstehen, das dessen Werte, Visionen, Emotionen und Perspektiven für potenzielle Mitarbeiter greifbar macht. Damit sich Fachkräfte hiervon angesprochen fühlen, gilt es, die einzelnen Charakteristiken in relevante Inhalte zu verpacken, die das Publikum auf emotionaler Ebene erreichen. Mithilfe von Bildern, Texten und Videos lassen sich jene Merkmale, die das Hotel als attraktiven Arbeitgeber präsentieren, anschaulich darstellen.

Im Idealfall sollten die entsprechenden Inhalte so platziert werden, dass sie von der Zielgruppe problemlos gefunden werden können. Es bietet sich daher an, sie auf einer auf das Employer Branding optimierten Website zusammenzufassen. Einerseits sollte diese Seite die Erwartungshaltung möglicher Bewerber aufgreifen, während sie andererseits aufzeigt, warum das Hotel der für sie beste Arbeitgeber ist. Demnach gilt es, reizvolle Benefits in den Fokus der Kommunikation zu rücken.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceFührung, Management und Leadership
Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

Wie können Hotels ihren Bewerbungsprozess optimieren?

Zwar stellen attraktive Werbeanzeigen und ein gelungenes Employer Branding eine wichtige Grundlage dar, um potenzielle Mitarbeiter auf sie aufmerksam zu machen. Allerdings empfiehlt es sich, auch den Bewerbungsprozess so einfach und unbürokratisch wie möglich zu gestalten, um möglichst viele Menschen zu einer Bewerbung motivieren zu können. Aufwendige Anschreiben, Weiterleitungen auf externe Portale und verpflichtende Registrierungen sollten demnach auf ein Minimum reduziert werden.

Themen in diesem Artikel
PersonalentwicklungOnline-BewertungenPersonalführungSocial Media

Auch diverse Studien untermauern, dass sich die Bewerberanzahl durch den Verzicht auf ein entsprechendes Anschreiben um etwa 50 Prozent steigern lässt. Für Hotels bietet es sich daher an, auf vereinfachte, digitale Prozesse zu setzen – damit minimieren sie nicht nur ihren eigenen Aufwand, sondern signalisieren auch, dass sie als Arbeitgeber modern aufgestellt sind. Ergänzend hierzu sollten die Verantwortlichen während des gesamten Bewerbungsprozesses ehrliches Interesse an möglichen Mitarbeitern zeigen und sich aktiv mit deren Bedürfnissen und Ansprüchen auseinandersetzen.

Über Steve Heinecke:

Alexander Laubner und Steve Heinecke sind die Gründer von Performance Hotel. Mit ihrer Agentur unterstützen sie Hotels, Apartmentanlagen und Urlaubsresorts bei der Gewinnung von Gästen und Mitarbeitern. Ihre Strategie beruht auf einem direkten Marketing, das ohne externe Anbieter wie Booking.com auskommt. Es ist notwendig, dass Hotels gezielt, wie auch bei den eigenen Gästen, auf potenzielle Bewerber zugehen, um sie als Arbeitgeber zu überzeugen. Hierfür positionieren sie ihre Kunden als authentischen und attraktiven Arbeitgeber in ihrer Region. Weitere Informationen unter: https://performancehotel.com/

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus? Steuerberater Christopher Arendt erklärt, wo die typischen Schwachstellen sitzen und warum wachsende Betriebe ihre Kontrollen jetzt mitwachsen lassen müssen.

Robert Bye, Unsplash
Außengastronomie

Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben. Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Städte Außengastronomie bepreisen.

wattline GmbH
Allgemeine Haustechnik

Öffnungszeiten, Auslastung, Standort: Welche Faktoren den Energieverbrauch im Gastgewerbe bestimmen

Strom, Gas, Heizung – Energiekosten gehören zu den größten Ausgabenposten in Hotels und Restaurants. Doch die Höhe der Rechnung ist alles andere als Zufall: Öffnungszeiten, Gästeaufkommen und die Lage des Betriebs spielen eine ebenso große Rolle wie die technische Ausstattung. Wer weiß, an welchen Stellschrauben sich tatsächlich drehen lässt, kann Kosten senken – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Doch welche Faktoren wiegen am schwersten, und wo verbergen sich die größten Einsparpotenziale?

Canva
Digitalisierung

KI-Inhalte kennzeichnen: Was Gastronomen und Hoteliers ab August wissen müssen

Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung liegt – und warum Betriebe, die das ignorieren, Abmahnungen und empfindliche Bußgelder riskieren.

Lightspeed, L Seden
Branche und Trends

„Green Gap“ – Lightspeed-Umfrage zeigt Nachhaltigkeits-Paradox in der Gastronomie

Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal fünf Prozent Aufschlag. Für Gastronomiebetriebe wird die grüne Transformation damit zur ökonomischen Gratwanderung.

Gastfreund GmbH
Branche und Trends

Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern schlicht den Anschluss. Ein aktueller Branchenreport der Gastfreund GmbH zeigt, wo der größte Hebel liegt – und warum die eigentliche Herausforderung nicht Technologie, sondern Integration ist.

Weitere Artikel zum Thema

Anastasia Ilina-Makarova, Pexels
Fünf Sterne oder ein TikTok-Video? Eine repräsentative Studie zeigt: Wie Menschen Hotelbewertungen nutzen und verfassen, hängt stark vom Alter ab. Während Babyboomer systematisch mehrere Plattformen vergleichen, entscheidet die Gen Z spontan und emotional – und[...]
Anastasia Ilina-Makarova, Pexels
Gemini
Seit dem 26. April 2026 zeigt Google Maps bei deutschen Unternehmensprofilen an, wie viele Google-Bewertungen wegen Diffamierungsbeschwerden in den vergangenen zwölf Monaten gelöscht wurden – nicht in exakten Zahlen, sondern in Spannen. Für Hotels, Restaurants[...]
Gemini
Firmbee, Unsplash
Ein aktuelles Urteil des OLG Frankfurt sorgt für Klarheit – und Handlungsbedarf. Negative Google-Bewertungen können für Hotels und Restaurants existenzbedrohend sein. Kein Wunder also, dass viele Betriebe Agenturen beauftragen, die versprechen, unliebsame Bewertungen bei Google[...]
Firmbee, Unsplash
Canva
Hoteliers, die ihre Social-Media-Arbeit strategisch aufstellen und messbare Erfolge erzielen, können sich ab sofort für den Social Media Award 2026 bewerben. Der von der HSMA Deutschland e.V. und Online Birds ausgerichtete Wettbewerb zeichnet Hotels aus,[...]
Canva
hystreet.com GmbH
Wo sich früher alles um den Handel drehte, verändert sich das urbane Gefüge: Restaurants, Food-Hallen und hybride Konzepte werden zu Frequenzbringern in deutschen Innenstädten. Sie verwandeln Passanten in Verweiler, schaffen Begegnungsräume und machen aus City-Besuchern[...]
hystreet.com GmbH
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.