Suche

Sicher führen in unsicheren Zeiten – 2.890 EUR Stipendium

Wie kaum eine andere Branche wurde das Gastgewerbe von der Corona-Pandemie betroffen. Zahlreiche Betriebe mussten schließen, viele Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen. Eine Zeit der Unsicherheit, die Unternehmer und Führungskräfte vor immense Herausforderungen stellt.

DHA

Durch den Lockdown wird sich zeigen, ob die im Unternehmen geschaffene Kultur ein tragfähiges Fundament darstellt, auf dem das Team mit voller Kraft den Neustart angeht. Der Umgang miteinander in der Krise selbst wird den künftigen Blick der Mitarbeiter aufs Unternehmen prägen.

Richten sie ein solides Fundament in ihrem Betrieb ein, durch

  • Wertschätzung, 
  • gute, motivierende Arbeitsbedingungen und 
  • individuelle Angebote zur persönlichen sowie fachlichen Entwicklung.
Partner aus dem HORECA Scout
[activecampaign form=36]

Punkten Sie mit diesen wichtigen Instrumenten eines modernen HR-Managements, sowohl in Zeiten des Fachkräftemangels, aber auch in Zeiten nach der Krise. Dazu gibt es drei Bausteine moderner Führung, die Erfolg versprechen und Spaß machen.

1. Sicher führen in unsicheren Zeiten

Gastgeber sein ist ein People Business: Immer das Wohl des Gastes im Auge, löst man kleinere und größere Probleme, zwischenmenschliche Konflikte, kommuniziert auf vielen Ebenen und hat immer ein offenes Ohr für Wünsche und Bedürfnisse. Genauso sollte auch das Mindset der Führungskräfte sein. In der Tat wird Mitarbeiterführung heute von vielen Chefs als Dienstleistung gegenüber den Mitarbeitern verstanden. Doch künftig wird es immer mehr darauf ankommen, das Verhältnis nicht nur unter dem Aspekt einer Dienstleistung, sondern als Beziehung zu sehen, mit einer lebendigen Kommunikation, die in beide Richtungen vertrauensvoll erfolgen kann. Was beliebte Arbeitgeber und Führungskräfte kennzeichnet: Sie setzen auf Transparenz, involvieren ihre Mitarbeiter, geben Feedback, fordern es selbst ein, sind immer ansprechbar. Das Ende hierarchischer Führungskulturen und einer damit verbundenen Top-down-Kommunikation ist da.

Lesen Sie auch
Arbeitszeit, Dienstplan, und SchichtplanungGehalt, Benefits und AltersversorgungPersonalentwicklungRecruiting und Fachkräftemangel
Fachkräftemangel und Fluktuation im Gastgewerbe: Ist betriebliches Gesundheitsmanagement die Lösung?

2. Motivatoren: Individualität statt Gießkanne

Führungskräfte müssen verstehen, wer ihre Mitarbeiter sind. Das klassische Managementmodell, das auf Beförderungen und Gehalt als alleinige Anreize setzt, hat schon lange ausgedient. Eine gute Führungskraft weiß, welche Motivatoren ihre Mitarbeiter antreiben und holt sie hier entsprechend ab. Wer sich nicht auf seine Menschenkenntnis verlassen will, kann dazu auch Coachingtools einsetzen, um auf dieser Grundlage Führungs- und Motivationsmaßnahmen zu entwickeln. Fragen, die sich hier stellen, sind: Was ist es, was meinen Mitarbeiter motiviert, sind es monetäre Anreize, sind es mehr Weiterbildungsangebote, ist es ein Mehr an Austausch, sind es andere Aufgaben?

Themen in diesem Artikel
Personalentwicklung

Je individueller der Mitarbeiter angesprochen wird, desto motivierter wird er sein und es mit einer langen Betriebszugehörigkeit danken. Auch Generationsunterschiede gilt es zu berücksichtigen: Während der Generation X Status und Karriere wichtig sind, ist es für die nachfolgenden Generationen wichtig, den Sinn ihres täglichen Handelns zu erkennen. Laut amerikanischer Studien sind 9 von 10 Arbeitnehmern sogar bereit, auf einen Teil des Gehalts zu verzichten, wenn der Sinn ihrer Arbeit für sie erkennbar ist.

3. Modernes Weiterbildungsmanagement: Lebenslanges Lernen

Wenn künftig Arbeitnehmer häufig ihre Arbeitgeber wechseln und Patchwork-Biografien mit Wechsel in andere Berufe oder Arbeitsformen, zum Beispiel vom Angestelltsein zur Selbständigkeit, zunehmen, dann setzt dieser Wandel der Arbeitswelt eine ständige Weiterentwicklung voraus. Laut Experten verdoppelt sich unser Wissen immer schneller: 1950 waren es noch 50 Jahre, 2010 nur noch vier Jahre und in 2020 sind es nur noch 73 Tage! Eine derartige Wissensexplosion erfordert lebenslanges Lernen. Lernen wird ein integraler Bestandteil der Arbeit – Arbeiten und Lernen verschmelzen miteinander. Der Durst nach Weiterbildung und Weiterentwicklung treibt nicht nur die junge Generation an. Arbeitgeber, die hier entsprechende Angebote zur Entwicklung bereithalten, ihre Mitarbeiter fördern und ihre Talente zur Entfaltung bringen, werden mit der längeren Betriebszugehörigkeit durch ihre Mitarbeiter belohnt.

Lesen Sie auch
Arbeitszeit, Dienstplan, und SchichtplanungFührung, Management und LeadershipPersonalentwicklung
Verantwortung im Servicebetrieb: Führung, die Teams handlungsfähig hält

Ein vielseitiges Trainingsprogramm mit individuellen und zugleich effizienten Lösungen ist nicht so aufwändig zu implementieren, wie es scheint. Neue Technologien, Webinare sowie Blended- und E-Learning-Konzepte machen flexibles, berufsbegleitendes Lernen heute leichter als je zuvor. Wichtig sind Angebote, die sich an die jeweiligen Lebenssituationen der Mitarbeiter anpassen. Es braucht mehr, als ein Standard-Weiterbildungsprogramm für Jedermann – den größten Erfolgt haben Weiterbildungsangebote dann, wenn der Mitarbeiter das Lerntempo bestimmen, den Ort und die Zeit für Weiterbildung auswählen und das Gelernte direkt ‚on the job‘ umsetzen kann.

Lernen von anderen, Wissen greifbar machen – dies sieht die Deutsche Hotelakademie als Experte fürs Online-Lernen als ihre Aufgabe. Seit 10 Jahren ist die DHA als Spezialist für Blended Learning und digitale Wissensvermittlung bekannt und setzt im Rahmen ihrer Weiterbildungsangebote konsequent auf den Mix verschiedener Lernmedien aus Webinaren, Web-Based-Trainings, Studienbriefen und Praxis-Workshops. Wichtig ist, Mitarbeitern auch in unsicheren Zeiten Halt und Perspektiven zu geben, um gemeinsam nach vorn‘ zu schauen.

[activecampaign form=36]

Fazit:

Nur auf der Basis einer starken, wertschätzenden und fördernden Unternehmenskultur wird das Gastgewerbe den Neuanfang gut bewältigen und seine Zukunft nachhaltig sichern können.

Autorin: Sarah Wankelmann, Deutsche Hotelakademie

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch angreifbar. In unserer 10-teiligen Beitragsserie zeigen wir die 10 größten Fehler bei der Kassennachschau.

Stella He, Unsplash
Gastro, Recht und Gewerbe

Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Die Küche zählt zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen im Gastgewerbe – doch die Anforderungen an Arbeitsschutz und Unfallprävention waren bislang über zahlreiche Dokumente verstreut. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe ändert das jetzt mit einer zentralen Anlaufstelle. Was Betriebe dort finden – und warum sich ein Lesezeichen lohnt.

Gastronovi
Finanzen und Controlling

Gastronomen verschenken bis zu 70.000 Euro jährlich

Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian Jaentsch von Gastronovi hat die am häufigsten übersehenen Funktionen analysiert und gibt praxisnahe Tipps, wie Gastronomen ihre bestehende Infrastruktur besser ausschöpfen können.

Günther Dillingen, Pexels
Kostenmanagement

Parkraum als Umsatzbremse: Warum ungenutzte Stellplätze Betriebe direkt Geld kosten

Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während Dauerparker und Fremde Flächen blockieren, stehen Stellplätze außerhalb der Stoßzeiten leer. Wie lässt sich Parkraum so steuern, dass er die eigene Wertschöpfung unterstützt statt zu bremsen?

Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Branche und Trends

Erfolgreicher Einsatz gegen Lebensmittel-Abfälle

Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen versorgt 23 Seniorenresidenzen sowie Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Bis 2030 soll die Reduktion auf 50 Prozent gesteigert werden.

Weitere Artikel zum Thema

Patrick Steeger
Während die Fluktuationsrate im Gastgewerbe bei 68 Prozent verharrt und der Krankenstand historische Höchstwerte erreicht, kämpfen Hotels und Restaurants mit strukturellen Personalproblemen. Kann systematisches Gesundheitsmanagement hier mehr sein als nur eine Symptombekämpfung? Ein Blick auf[...]
Patrick Steeger
Isabelle Weyand
Im Gastgewerbe, wo sich Qualität im Takt von Schichten, Auslastung und kurzfristigen Ausfällen verändert, ist eine effektive Führung entscheidend. Um unter diesen Bedingungen erfolgreich zu sein, benötigen Führungskräfte Verfahren, die Entscheidungen beschleunigen und die Folgen[...]
Isabelle Weyand
Hamburg Messe und Congress GmbH, Internorga 2025, Deep Dive Area
Messestände anschauen kann jeder. Aber echtes Praxiswissen mitnehmen? Die HospitalityPioneers zeigen auf der Internorga 2026, wie das geht – in ingesamt 60 kompakten Deep Dives. e2n ist mit sechs Vorträgen zu Personalmanagement, Teamführung und nachhaltiger[...]
Hamburg Messe und Congress GmbH, Internorga 2025, Deep Dive Area
PelfWave
Personalausfall im Restaurant löst eine Kettenreaktion aus: Mehr Schichten für andere, höhere Belastung, neue Ausfälle. 44 Prozent Fluktuation und 40 Prozent unbesetzte Stellen zeigen – wer qualifiziertes Personal hält, verschafft sich einen echten Wettbewerbsvorteil. Doch[...]
PelfWave
Patrick Peters
Die Einführung von Künstlicher Intelligenz wird in vielen Hotel- und Gastronomiebetrieben zunächst als technisches Projekt behandelt. KI kann aber nicht einfach „eingeschaltet“ werden, sondern ihre Einführung erfordert grundlegende organisatorische und kulturelle Veränderungen in Betrieben. Ob[...]
Patrick Peters
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.