Suche
Anzeige

„Sinn“volle Werbung: Über fünf Sinne zum Gast

Wenn Werbung mehrere Sinne anspricht, beeinflusst das die Wahrnehmungs- und Erinnerungswerte der Marke positiv. Düfte, Geräusche & Co.: Wie Gäste mit sinnlicher Werbung berührt werden können.

geralt | Pixabay

Die meisten Menschen haben das große Glück, über alle fünf Sinne zu verfügen: Sie hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen! Und das sowohl in ihrem normalen Alltag als auch im Kontakt mit Marken und Unternehmen. Doch obwohl der Mensch über fünf Sinne verfügt, sprechen die meisten Gastronomen und Hoteliers – wie viele andere Branchen auch – für das eigene Marketing häufig nur das visuelle Sinnessystem an. Sie nutzen Plakate und Schilder, setzen auf Bilder und Text. 

Um das volle Potenzial der Markenpositionierung zu nutzen, ist es jedoch sinnvoll, an jedem Kontaktpunkt zu überlegen, ob die Zielgruppe vielleicht auch über andere beziehungsweise mehrere Sinne angesprochen werden kann. 

Was zeichnet eine gute Werbung überhaupt aus?

Damit sinnliche Werbung tatsächlich zum Erfolg führt und nicht nur Kosten verursacht, gilt es einige allgemeine Dinge zu beachten. Hier stellen wir die wohl wichtigsten vor. 

Partner aus dem HORECA Scout
  1. Wissen, was kommuniziert werden soll: Auf die Schnelle die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens aufzählen können, ein strategische Werbe-Konzept haben und wissen, für welche Werte das Unternehmen und seine Mitarbeiter einstehen sollen: All das sind wichtige Voraussetzungen, um mit Werbung erfolgreich zu sein. Es ist hilfreich, sich in die Position der Gäste hineinzuversetzen und zu überlegen, wieso diese zum eigenen Unternehmen kommen sollten. 
  2. Die Zielgruppe kennen: Wer soll mit der Werbung angesprochen werden? Soll ein jüngeres Publikum erreicht oder eher wohlhabende Personen adressiert werden? Nur wer weiß, wer die eigene Zielgruppe ist, kann auch die Werbemaßnahmen auf sie abstimmen.
  3. Einheitlich auftreten: Kunden müssen das Unternehmen und dessen Werbung wiedererkennen können. Das gelingt am besten durch eine Corporate Identity, die in allen Bereichen einheitlich eingesetzt wird. Dazu gehören unter anderem wiederkehrende Elemente, festgelegte Farben, ähnliche Sinneseindrücke und ein ansprechendes Logo. 
  4. Ziele festlegen: Sollen neue Kunden in das Restaurant oder Hotel gelockt oder Gäste angesprochen werden, die schon einmal da waren? Unternehmer sollten sich im Vorfeld überlegen, was die Ziele sind, die sie mit ihren Werbekampagnen erreichen möchten. 

Warum sollte Werbung „Sinn“ machen?

Die Gastronomie und das Hotelgewerbe sprechen von allein viele Sinne an. Da sind angenehme Geräusche wie das Anstoßen mit Weingläsern, duftende Speisen, neue Geschmacksnoten, komfortable Einrichtungen. Diese multisensualen Erfahrungen gilt es auch in die Werbung zu transportieren. Aber wie können die Sinne für Werbung überhaupt genutzt werden?

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceFührung, Management und Leadership
Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

•    Sehen: Spannendes Bild- und Videomaterial, einheitliches Design, Logo, etc.
•    Hören: Jingles, Hintergrundmusik, typische Geräusche 
•    Riechen: Aromen, Parfums
•    Fühlen: Give-aways, Werbegeschenke
•    Schmecken: Kostproben, Snacks, Getränke, Süßwaren

Themen in diesem Artikel
MarketingManagementBest-Practise-BeispielMarketingUmsatzsteigerung

Schließlich sprechen die Zahlen für sich. Wird ein Interessent mit nur einem Sinneseindruck von einer Marke angesprochen, liegt die Loyalität Studien zufolge nur bei 30 Prozent. Sind es hingegen vier oder fünf Sinne, steigt die Markenloyalität bereits auf 60 Prozent. Zudem ist die Aufmerksamkeit von analoger Werbung, die die Sinne anspricht, deutlich höher als beispielsweise bei digitaler Werbung wie Newslettern. 

Mit jedem Sinn zum Erfolg: Wie funktioniert die multisensuale Markenführung?

Doch wie gelingt es, mehrere Sinne einer Person durch Marketing anzusprechen? Getreu dem Motto „Show, don’t tell“ sollte der Fokus darauflegen, den Interessierten Alleinstellungsmerkmale (siehe oben) erlebbar zu machen. 

Stellen wir uns einmal vor, ein Restaurant mit Cocktail-Bar möchte die neue Happy Hour bewerben. Dafür könnte einfach ein Schild mit „Happy Hour – 2 Drinks for 1 – 18 bis 19 Uhr“ beschriftet und damit die visuelle Sinneswahrnehmung angesprochen werden. Oder es werden Flyer verteilt, die dank einer besonderen Beschichtung an das Gefühl von angefrorenem Glas erinnern, zudem dank Duftlack nach Kokos und Ananas riechen sowie schöne Bilder von Cocktails zeigen. 

Lesen Sie auch
AußengastronomieGastro, Recht und Gewerbe
Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

So werden Erinnerungen geweckt und Verlangen ausgelöst. Vielleicht erinnert sich die Person, die den Flyer sieht, an ihren Urlaub, als sie mit Cocktail in der Hand am Strand lag und möchte dieses Urlaubsgefühl wieder spüren – in dem beworbenen Restaurant. 

Auch viele klassische Werbeartikel, wie sie beispielsweise bei Anbietern wie brandible.de zu finden sind, verfügen über die Gabe, alle Sinne anzusprechen. Das reicht von den Süßigkeiten, die gut schmecken, deren Packung raschelt und auf denen ein Logo zu sehen ist, bis zum gebrandeten Hotel-Kit mit Shampoo und Creme für den nächsten Urlaub. 

Fazit: Mehrere Sinne ansprechen und im Gedächtnis bleiben

Werbetreibende sollten sich der Wirkung der verschiedenen Sinne, die mit Werbung angesprochen werden können, bewusst sein. Während der Geruch beispielsweise Erinnerungen schafft, trägt das Gehör zur Stimmung bei. Und kein Sinn wird so direkt empfunden wie das Tasten. Daher lohnt es sich, sich zu überlegen, wie die Sinne der eigenen Kundschaft angesprochen werden kann. 

Autor: Danilo Schmidt

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus? Steuerberater Christopher Arendt erklärt, wo die typischen Schwachstellen sitzen und warum wachsende Betriebe ihre Kontrollen jetzt mitwachsen lassen müssen.

Robert Bye, Unsplash
Außengastronomie

Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben. Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Städte Außengastronomie bepreisen.

wattline GmbH
Allgemeine Haustechnik

Energieverbrauch im Gastgewerbe: Wo die größten Kostentreiber liegen

Strom, Gas, Heizung – Energiekosten gehören zu den größten Ausgabenposten in Hotels und Restaurants. Doch die Höhe der Rechnung ist alles andere als Zufall: Öffnungszeiten, Gästeaufkommen und die Lage des Betriebs spielen eine ebenso große Rolle wie die technische Ausstattung. Wer weiß, an welchen Stellschrauben sich tatsächlich drehen lässt, kann Kosten senken – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Doch welche Faktoren wiegen am schwersten, und wo verbergen sich die größten Einsparpotenziale?

Canva
Digitalisierung

KI-Inhalte kennzeichnen: Was ab 2. August 2026 gilt

Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung liegt – und warum Betriebe, die das ignorieren, Abmahnungen und empfindliche Bußgelder riskieren.

Lightspeed, L Seden
Branche und Trends

Nachhaltigkeit in der Gastronomie stößt an die Preisgrenze

Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal fünf Prozent Aufschlag. Für Gastronomiebetriebe wird die grüne Transformation damit zur ökonomischen Gratwanderung.

Gastfreund GmbH
Branche und Trends

Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern schlicht den Anschluss. Ein aktueller Branchenreport der Gastfreund GmbH zeigt, wo der größte Hebel liegt – und warum die eigentliche Herausforderung nicht Technologie, sondern Integration ist.

Weitere Artikel zum Thema

ACCONSIS
50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus?[...]
ACCONSIS
Lightspeed, L Seden
Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal[...]
Lightspeed, L Seden
Gastfreund GmbH
Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern[...]
Gastfreund GmbH
Jakub Żerdzicki, Unsplash
Rekordübernachtungen und steigende Insolvenzen – die deutsche Hotellerie navigiert 2025 durch widersprüchliche Signale. Während die Auslastung anzieht, brechen die Zimmerpreise ein. Was bedeutet diese Schere zwischen operativem Erfolg und schwindendem Ertrag für Betriebe, die bereits[...]
Jakub Żerdzicki, Unsplash
Daniel, Unsplash
Das Gastgewerbe ist im April der stärkste Wachstumstreiber im deutschen Mittelstand. Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex zeigt aber auch, warum die Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind.[...]
Daniel, Unsplash
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.