Anzeige
Anzeige

So geht’s: Stundung der Sozialversicherungsbeiträge

Von den Möglichkeiten der erleichterten Stundung der Sozialversicherungsbeiträge hatten im ersten Lockdown und teilweise auch in den Monaten danach viele gastgewerbliche Betriebe Gebrauch gemacht. Der DEHOGA hat sich mit Beschluss des aktuellen November-Lockdowns dafür stark gemacht, dass auch jetzt wieder Erleichterungen greifen. Diese Bemühungen waren zumindest teilweise erfolgreich.
Pexels

BGN-Beitrag

Dank der BGN-Geschäftsführung und der DEHOGA Vertreter in der Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaft BGN haben BGN und ASD*BGN Unternehmern betroffener Branchen die Stundung von Beginn der Coronakrise an und durchgängig so leicht wie möglich gemacht. Auch für die aktuelle Beitragsrate vom 15. November 2020 gilt wieder:

Die zinslose Stundung kann im Service-Center der BGN formlos beantragt werden.

Telefon: 0621 4456-1581 oder per Mail an beitrag@bgn.de

Gesamtsozialversicherungsbeitrag

Leider wesentlich komplizierter ist die Situation bezüglich des Gesamtsozialversicherungsbeitrags (Einzugsstellen Krankenkassen und Knappschaft Bahn-See – Minijobzentrale). Hier waren die Möglichkeiten für die erleichterte Stundung bis zum 30. September 2020 befristet.

Mit Unterstützung der BDA konnten jetzt der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Bundesagentur für Arbeit dafür gewonnen werden, sich gegenüber der Politik dafür auszusprechen, dass zumindest für vom zweiten Lockdown betroffene Unternehmen auch bezüglich der November-Sozialversicherungsbeiträge die erleichterten Stundungsregelungen gelten.

Das hier verlinkte Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes stellt  die modifizierten Voraussetzungen für das vereinfachte Stundungsverfahren für den Monat November dar. Voraussetzung ist demnach insbesondere, dass vorrangig die bereit gestellten Wirtschaftshilfen einschließlich Kurzarbeitergeld genutzt werden. Für die Antragstellung ist das hier verlinkte Muster-Formular des GKV-Spitzenverbandes zu verwenden.

Achtung, wichtige Hintergrundinformation:

Nach dem GKV-Rundschreiben und dem Formular des GKV-Spitzenverbandes sind entsprechende Anträge vor dem Stundungsantrag zu stellen. Der Antragsteller versichert im GKV-Formular, dies getan zu haben. Ob dies noch vor dem Fälligkeitstermin der Sozialversicherungsbeiträge für November möglich sein wird, ist offen. Erst recht gilt diese Unsicherheit bzgl. der „Novemberhilfe plus“ für größere Unternehmen, bei der die Rahmenbedingungen noch offen sind und die Notifikation durch die EU-Kommission aussteht. Mittlerweile können die Betriebe die „Novemberhilfe“ beantragen, hier erfahren Sie alls zur Antragsstellung. Auch das Kurzarbeitergeld für November kann zwar jetzt angezeigt, jedoch erst im Dezember beantragt werden.

Der DEHOGA hatte sich bemüht, noch eine entsprechende Modifikation des GKV-Formulars zu erreichen, wozu allerdings Sozialversicherungsträger und die Politik aufgrund der schwierigen Abstimmungsprozesse nicht bereit sind. In Absprache mit dem GKV-Spitzenverband empfiehlt der Verband, auf dem Muster-Formular des GKV-Spitzenverbandes entsprechende handschriftliche Ergänzungen vorzunehmen, die die tatsächliche Situation korrekt und prägnant beschreiben. Über die Kommentare in der hier verlinkten Datei gibt es Vorschläge zu Vorformulierungen. Verändern Sie bitte nicht den gedruckten Text im Formular, sondern ergänzen Sie ihn nur handschriftlich.

Jeweils aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Webseite des GKV-Spitzenverbands.

Weitere Artikel zum Thema

Der Mindestlohn soll in zwei Stufen erhöht werden.Bru-nO | Pixabay.de
Die Mindestlohnkommission hat ihren Beschluss über die Zukunft des Mindestlohns verkündet: Demnach soll der Mindestlohn zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro und in einem zweiten Schritt zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro steigen.[...]
Gastro-MIS
Der zweite Lockdown ist da und die Gastronomie muss wieder schließen. Die einzige Chance, sich als Gastronom aktiv gegen die Krise zu stemmen und weiterzumachen, ist jetzt Bestell- und Lieferservice anzubieten - schnell und unbürokratisch.[...]
Layer-Chemie
Das Coronavirus hat Hotellerie und Gastgewerbe über ein Jahr lang ausgebremst. Jetzt erscheint so langsam Licht am Ende des Tunnels. Doch welche Veränderungen in Sachen Hygiene hat die Pandemie mit sich gebracht? Und worauf sollten[...]
menuvice
Durch die strengen Auflagen zur Wiedereröffnung von Restaurants und Hotels nach der Coronakrise treten bisher unbekannte Probleme auf. So sind insbesondere Gebrauchsgegenstände, die oft die Hände wechseln, wie etwa die klassische Speisekarte, zum Mittelpunkt des[...]
katemangostar | Freepiks
Während die von der Corona-Epidemie verursachten Umstände anfangs nur als temporär eingestuft wurden, zeigen sich jetzt die langfristigen Folgen der Covid-19 Krise. Besonders betroffen ist die Stadthotellerie. Eine Studie von MRP hotels erforscht mögliche Zukunftsszenarien.[...]
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.