Planungsexperte im Interview

Verlängerung der Outdoor-Gastronomie mit KfW-förderfähigen Wärmestrahlern

Die Verlängerung der Outdoor-Saison kann im Jahr der Corona-Pandemie für viele Betriebe eine enorme Unterstützung bedeuten und Umsatzeinbrüche zumindest teilweise abfangen. Die Installation von Heizstrahlern kann hilfreich sein, um das Wohlbefinden der Gäste zu gewährleisten. Christian Luge, Planungsexperte beim Terrassenstrahler-Spezialisten Moonich gibt Auskunft darüber, warum die Installation von Heizstrahlern sinnvoll sein kann, welche Rahmenbedinungen zu beachten sind und was genau KfW-förderfähig ist.

© Moonich

Wann und warum macht die Ausstattung von Gastro-Außenflächen mit Heizstrahlern Sinn?

Im Moment fördern viele Städte und Kommunen die Schaffung von Außenbereichen in der Gastronomie. Um diese Flächen auch im Herbst und Winter nutzen zu können, bedarf es eines schlüssigen und möglichst nachhaltigen Heizkonzepts. Dazu müssen noch nicht einmal – wie im Moment gefordert – die wartungsanfälligen Gas-Heizpilze reaktiviert werden. Mit elektrischen Heizstrahlern ist hier eine viel Umwelt schonendere und für Service und Gäste auch angenehmere Beheizung der Außenflächen möglich.

Was sollte der Gastronom vor der Installation effizienter Heiz-Lösungen für neue Outdoor-Flächen berücksichtigen ?

Bei der Schaffung neuer Außenflächen inkl. Beheizung sind verschiedene Genehmigungen einzuholen. Das Genehmigungsverfahren für neue Außenflächen nach Corona ist dabei von Stadt zu Stadt bzw. von Kommune zu Kommune unterschiedlich geregelt. Ein bundesweit einheitliches Vorgehen gibt es dabei wie so oft leider nicht. In der Regel ist aber grundsätzlich immer ein Antrag bei der Stadt- oder Kommunalverwaltung für die Erweiterung der Fläche sowie zusätzlich für das Aufstellen bzw. die Installation von Heizstrahlern notwendig. Und hier setzen wir dann auch konkret mit unserer Beratung an und unterstützen den Gastwirt bei der Planung für eine Ausstattung seiner Freifläche mit Wärmestrahlern. Zur Dauer des Genehmigungsvorgangs können wir leider keine seriösen Angaben machen. Wobei man durchaus von einem Nord-Süd-Gefälle berichten kann, sprich im Norden dauern die Genehmigungen deutlich länger. Und zudem sind die Anforderungen der verantwortlichen Stellen viel komplizierter geregelt als im Süden der Republik.

Welche öffentliche Unterstützung gibt es denn nun konkret für eine Beheizung Freiflächen?

Mehrere Banken haben uns bestätigt, dass ein nachhaltiges Heizkonzept mit modernen Wärme- bzw. Heizstrahlern KfW-förderungswürdig ist.
Das Ganze muss im Vorfeld durch den Gastronomen natürlich schlüssig geplant und dann bei der Hausbank eingereicht werden. Fester Bestandteil des Heizkonzepts ist neben der Anzahl der Heizstrahler und der Gesamtheizleistung auch immer ein genauer Beheizungs-Plan der jeweiligen Außenfläche. Den erstellen wir gerne in Absprache mit dem Gastronomen. Der Gastronom schickt uns dabei den Grundriss sowie Fotos der zu beheizenden Außenfläche. Wir erstellen dann auf Grundlage der Flächengröße und der Gegebenheiten vor Ort eine Empfehlung für den Beheizungsumfang. Dabei visualisieren wir auch sehr anschaulich über 2D oder 3D die eingeplanten Heizstrahler. Diese Pläne kann der Gastronom dann zusammen mit dem vollständig ausgefüllten KfW-Antrag bei seiner Hausbank einreichen. Die Dauer der Bearbeitung hängt dabei von der Hausbank, deren Auslastung sowie der KfW selbst ab. Von Region zu Region, aber auch von Bank zu Bank herrschen hier leider große Unterschiede.

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