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Was die Gen Z und Millennials in der Hospitality-Branche voraussetzen

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist für Jobsuchende so günstig wie schon lange nicht mehr, doch die Anforderungen der Arbeitssuchenden haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Vor allem Generation Z und Millennials erwarten gewisse Standards, um Beruf und Privatleben zu vereinbaren. Welche das sind und auf was Gastronom:innen noch achten müssen, um die jüngeren Mitarbeiter:innen zu überzeugen, erläutert Michael Scheiblich, Leiter Customer Success DACH von Planday.

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Freizeit statt Karriere: Arbeitswelt im Wandel

Die Hospitality-Branche sieht sich momentan mit einer großen Herausforderung konfrontiert: Sie muss den neuen Ansprüchen des modernen Wandels auf dem Arbeitsmarkt gerecht werden. Standen bei Arbeitnehmer:innen über 40 eher noch Karriere und monetäre Anreize im Vordergrund, arbeitet die Generation Y und Z heute hingegen vorrangig, um zu leben und nicht umgekehrt. Themen wie Selbstverwirklichung und ausreichend Raum für Freizeit spielen eine immer größere Rolle. Flexible Arbeitszeiten, alternative Anstellungsmodelle und geringe Überstunden rücken mehr in den Fokus. Voraussetzungen, die in der Gastronomie mitunter schwer zu erfüllen sind. Das starke Bedürfnis nach attraktiven Arbeitsbedingungen könnte es der Branche in Zukunft noch schwieriger machen, Personal zu finden. Hier müssen Betriebe offen sein für neue Arbeitskonzepte und auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter:innen eingehen – auch wenn das für die Arbeitgeber:innen manchmal Kompromisse bedeuten kann.

Bloß nicht analog: Die Gewohnheiten der Digital Natives

Millennials und vor allem die noch jüngere Gen Z ist es mittlerweile gewohnt, ihren kompletten (Arbeits-)Alltag digital zu organisieren. Egal ob via Smartphone, oder am Laptop, ein Großteil der Kommunikation im Leben der Digital Natives lässt sich heutzutage elektronisch abbilden. Handgeschriebene Listen, analoge Terminkalender oder haptische Ordner führen bei den jungen Arbeitnehmer:innen hingegen höchstens zu einem nostalgischen Schmunzeln. Eine attraktive Arbeitsumgebung sieht definitiv anders aus. Daher ist es für Unternehmer:innen essentiell, ihre Standards an die gewünschten Modernisierungsanforderungen anzupassen. Vor allem im Bereich des Personalmanagements können Gastronomiebetriebe mit übersichtlichen Tools und intuitiven Applikationen bei den jungen Generationen punkten. Neue Technologien und digitales Know-how entscheiden in der aktuellen Arbeitswelt mit über die Wettbewerbsfähigkeit beim Kampf um neues Personal.

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Kultur, Verantwortung und Diversität: Werte im Fokus

Neben digitalen und vertraglichen Aspekten spielen für die Generationen Y und Z bei der Wahl der Arbeitgeber:innen auch drei weitere Faktoren eine große Rolle: Unternehmenskultur, Unternehmensverantwortung und Diversität. Passen Kultur und Wertekanon des Betriebes nicht zu denen der potenziellen Arbeitnehmer:innen, so warten Gastronom:innen vergebens auf eine Bewerbung. Qualifizierte Talente erwarten eine aufgeschlossene und wertschätzende Unternehmenskultur, flache Hierarchien und einen transparenten Austausch mit den Vorgesetzten. Das gilt für Azubis ebenso wie für Fachkräfte. Hier müssen Entscheider:innen klare Wertvorstellungen und eine verantwortungsbewusste Haltung glaubhaft nach außen kommunizieren.

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Die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in den letzten Jahren haben eines gezeigt: Gen Z und Millennials werden nicht nur unsere Gesellschaft verändern, sondern langfristig auch die Hospitality-Branche. Eine Generation, die es gewohnt ist, immer und überall erreichbar zu sein, erwartet eine transparente und digitale Kommunikation innerhalb des Betriebes. Alternative Arbeitsmodelle und weltoffene Unternehmenskulturen sind keine sehnlichsten Wünsche mehr, sondern werden längst vorausgesetzt. Dass neue Entwicklungen zu neuen Bedürfnissen und Angeboten führen, ist in der Gastronomie kein Novum. Wichtig ist nur, zukünftige Trends und Anforderungen im Auge zu behalten, um rechtzeitig reagieren zu können und auch für neue Generationen attraktiv zu bleiben.

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