Gastro Gründerpreis

Zweite Chance für Lebensmittel

Im Restaurant Restlos Glücklich in Berlin-Neukölln kommt all das auf den Tisch, was woanders nicht mehr verkauft werden kann. Beim Gastro-Gründerpreis 2017 wurde das Konzept des Vereins für Wertschätzung von Lebensmitteln mit dem Social Award ausgezeichnet.

Beim Gastro-Gründerpreis 2017 wurde das Konzept des Vereins für Wertschätzung von Lebensmitteln mit dem Social Award ausgezeichnet.
© Restlos Glücklich

Das Neuköllner Non-Profit-Restaurant Restlos Glücklich gibt Lebensmitteln eine zweite Chance – und setzt damit ein Zeichen in der Gastronomie. Die anspruchsvollen Menüs bestehen zu 95 Prozent aus aussortierten Lebensmitteln – krummen Möhren, Bananen mit braunen Stellen, Resten aus Fehlplanungen bei Großbestellungen oder Produkten kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Die Gäste merken aber: Trotz Schönheitsmankos schmecken nicht-genormtes Gemüse, Obst & Co. köstlich. Es kommt nur auf die Kreativität bei der Zubereitung an.

Das Restaurant, finanziert über Crowdfunding, ist seit fast zwei Jahren geöffnet und meistens ausgebucht. Zwei Köche, die Vereinsführung und der Restaurantleiter sind fest angestellt, das restliche Team arbeitet größtenteils ehrenamtlich. Dafür fließen alle Einnahmen zurück in ein Bildungsprogramm mit kostenlosen Workshops und Kochkursen für Kinder und Jugendliche. „Mit unserem Projekt möchten wir die Menschen zum Umdenken bringen“, sagt Gründungsmitglied Anette Keuchel. „Wir müssen Lebensmittel wieder mehr wertschätzen und verantwortungsvoller mit ihnen umgehen. Das Wegwerfen von komplett intakten Lebensmitteln darf keine Option bleiben.“ 

Bisher keine Kommentare zu “Zweite Chance für Lebensmittel”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Artikel zum Thema

Social Media im Fokus

Der richtige Umgang mit Bloggern und Influencern

© Life-Of-Pix | Pixabay

Im Januar kochte die Geschichte hoch: Der Chef eines irischen Luxushotels ging mit der allzu dreisten Anfrage einer englischen Bloggerin nach einer kostenlosen Luxus-Übernachtung an die Öffentlichkeit, die er ähnlich dreist ablehnte. Was folgte, war ein medialer Shitstorm sowohl gegen das Hotel als auch gegen die Bloggerin. Was aber auch an die Öffentlichkeit kam: Immer mehr Hotels und Restaurants werden mit derartigen Anfragen konfrontiert: Eine Geburtstagsfeier für zehn Personen wird genauso angefragt wie ein Wellness-Wochenende – inklusive Massage, versteht sich.