Statistik

Sicherheitsstudie: Wie sicher ist die Gastronomie- und Hotellerie-Branche

Die aktuelle Situation des Lockdowns, anhaltende und verschärfte Corona-Maßnahmen, all das macht der Gastronomie- und Hotellerie-Branche deutschlandweit zu schaffen. Gewisse Aspekte spielen auch in diesem Rahmen eine Rolle: Kriminalitätsraten, Diebstahldelikte, Einbrüche. Leerstehende und dauerhaft geschlossene Räumlichkeiten sind aktuell oft im Fokus von Einbrechern. Inwiefern haben sich die Delikthäufigkeit und -art in den vergangenen Jahren entwickelt? Welche Schadensummen sind dadurch entstanden und wie stark sind Unternehmer betroffen? Eine Studie deckt auf!

© AndreyPopov | iStockphoto

Sicherheit ist ein komplexes und abstraktes Wort – doch dahinter stecken Emotionen, Ängste und Fakten. Genau dies behandelt die Webstudie von Protection One zum Thema „Wie sicher ist Deutschland?“ anhand von Umfrageergebnissen und den Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2019.  Eine Auswertung aller Diebstahl- und Raubdelikte sowie entstandener Schadensummen zeigen: Auch die Gastronomie-Branche ist von einer beachtlichen Delikt-Anzahl betroffen.

Diebstahl in der Gastro-Branche

Wie die PKS in den letzten Jahren zeigt, gibt es manche Bereiche, in denen die Anzahl von Einbrüchen, Diebstahldelikten oder Raubüberfällen zurückgehen. Dennoch sind die bestehenden Zahlen weiterhin hoch: Diebstahl bleibt deutschlandweit das am meisten erfasste Delikt und macht alleine im Jahr 2019 mehr als 34 Prozent aller erfassten Straftaten aus. Für Gaststätten und Hotels wurden im Jahr 2019 mehr als 39.000 Delikte erfasst.

Raub in der Gastronomie und Hotellerie

Bei den erfassten Raubdelikten zeichnet sich eine deutlich dominierende Raub-Art ab: der Raub auf Straßen und Wegen. Straßenraub wird in 2019 rund 14.500 Mal erfasst.
Des Weiteren sind Raubüberfälle oder räuberische Erpressung auf Zahlstellen – Banken und Poststellen ausgenommen – sowie Geschäfte am zweitmeisten betroffen, jedoch zeichnet sich auch hier ein leichter Rückgang ab.

Sicherheit für Unternehmen – Schadensummen

Für Gastronomen und Hotelbetreiber sind neben den Fallzahlen auch die entstandenen Schadensummen von großer Bedeutung. Zerstörtes Inventar, Vandalismus und entwendete Wertgegenstände haben neben dem zerstörten Sicherheitsgefühl oder Image großen Einfluss auf die Existenz der Gaststätten und Hotels. Dabei sind die Schadensummen durch Diebstahl für die Gastronomie- und Hotelbranche im Jahresvergleich angestiegen: Im Jahr 2019 sind ganze 37 Millionen Euro Schaden durch Diebstahl entstanden, das sind rund 1 Million Euro mehr als im Vorjahr – und das trotz gesunkener Delikt-Anzahl von mehr als 9 Prozent.

Die Gesamtschadensumme für Raub hat sich im Jahresvergleich ebenfalls stark erhöht: Von 36,5 Millionen Euro im Vorjahr stieg die Summe im Jahr 2019 auf 43 Millionen Euro Schaden an.

Rechtzeitig absichern – Darauf setzen Unternehmer

Die Studie zeigt im Rahmen der Umfrage an Unternehmer, dass ganze 34 Prozent bereits von Einbrüchen betroffen sind. Lediglich 19 Prozent der befragten Unternehmer geben allerdings an, hier nachrüsten zu wollen.
Dabei setzen bereits viele befragte Unternehmer auf mechanische Sicherheitstechnik wie Tür- und Fenstersicherungen: 53 Prozent nutzen bereits mechanischen Einbruchschutz, 49 Prozent nutzen interne Alarmanlagen ohne Aufschaltung auf Leitstellen. Immerhin 33 Prozent setzen eine 24-Stunden-Live-Fernüberwachung ein, die eine vollumfängliche Sicherheitslösung – insbesondere in aktuell fast menschenleeren Innenstädten – bietet.

Alle Informationen, Statistiken und Hintergründe zur Webstudie „Wie sicher ist Deutschland?“ erhalten Sie hier.

Bisher keine Kommentare zu “Sicherheitsstudie: Wie sicher ist die Gastronomie- und Hotellerie-Branche”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Artikel zum Thema

Kassensysteme

Gastronomie digital denken: wie aus der Krise eine Chance wird

© DNY59 | iStockphoto

Mit den hinzukommenden neuen Anforderungen der Kassensicherungsverordnung die bereits seit dem 1. Januar 2020 gelten, sehen sich viele Restaurantbetreiber neben ihren Sorgen und Einbußen durch die Pandemie mit einem Berg an bürokratischen Aufwand konfrontiert, von dem sie nicht wissen, wie sie ihn bezwingen sollen. Stefan Kutz von orderbird studiert die aktuelle Situation und erklärt, dass die (digitale) Lösung gar nicht so fern liegt.

Interview

Nach Apples Vorstoß: Quo vadis Hotelzimmerschlüssel?

© mikkelwilliam | iStockphoto

Mit dem Vorstoß von Apple, bald einen digitalen Zimmerschlüssel in der Apple Wallet nutzen zu können, kündigt der erste Tech-Gigant den bei Gästen „ungeliebten“ Hotel-Apps den Kampf – und vielleicht sogar deren Ende – an. Moritz von Petersdorff-Campen, Mitgründer und Geschäftsführer von SuitePad, Anbieter des gleichnamigen In-Room Tablets in der Hotellerie und zugleich Experte für digitale Gästekommunikation, analysiert die Situation und wagt einen Blick in die Zukunft.