Insgesamt 20 Forderungen hat der DEHOGA den Parteien in den Bereichen Arbeitsrecht, Verbraucherschutz, Digitalisierung, Steuern, Bürokratieabbau, Energiepolitik, Urheberrecht und Tourismuspolitik präsentiert. Denn in diesen Bereichen drückt der Schuh, sind Lösungen gefragt, die den Unternehmern die Arbeit erleichtern sowie langfristigen und nachhaltigen Erfolg ermöglichen. Und der DEHOGA hat um Antworten gebeten, damit jeder Wähler aus der Branche weiß, welche Partei und welcher Kandidat sich für die Belange von Hotellerie und Gastronomie einsetzen will.
Gefragt wurden zum einen die Parteien. Die Ergebnisse finden Sie in der Synopse auf den folgenden Seiten. Darüber hinaus hatte jeder Kandidat die Möglichkeit, die einzelnen Fragen des DEHOGA individuell zu beantworten, denn nicht immer stimmen deren Meinungen mit den Wahlprogrammen der Parteien überein. Die individuellen Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten – insgesamt haben fast 700 geantwortet – sind auf der Homepage des DEHOGA (www.dehoga.de Wahl 2017) zu finden. Einige Stimmungsbilder sind auf den folgenden Seiten ebenfalls dargestellt.

Steuern und Arbeitszeit
„Erfreulich ist, dass sich CDU/CSU und FDP für die Beibehaltung des ermäßigten Steuersatzes für Beherbergungsleistungen ausgesprochen haben,“ kommentieren DEHOGA Präsident Guido Zöllick und Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges die Befragungsergebnisse. Auch wenn fast alle Parteien Flexibilisierungsbedarf in Sachen Arbeitszeitgesetz sehen, spricht sich lediglich die FDP klar für eine Wochenarbeitszeit nach EU-Recht aus. CDU/CSU sehen diesbezüglich auch Handlungsbedarf, verweisen jedoch auf die Tarifpartner, wobei die CSU explizit praxisgerechte Lösungen gerade für die Gastronomie will.
Etwas komplizierter ist es beim Thema „Gleiche Steuern für Essen“. „Wir empfehlen hier die Lektüre der Parteiantworten“, so die beiden, denn nicht immer bedeutet ein Ja auf diese Antwort auch automatisch einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Speisen. Sowohl zum Thema Arbeitszeit als auch zum Thema Umsatzsteuer wird eine Lektüre der Parteiantworten empfohlen, denn nicht immer bedeutet ein Ja eine Lösung im Sinne der Branche.

Informationsangebot nutzen
„Nutzen Sie das Angebot Ihres DEHOGA und informieren Sie sich, wer sich wie positioniert hat. Es kann uns allen nicht gleichgültig sein, wer nach der Wahl am Steuer sitzt und den Kurs auch für unsere Branche vorgibt,“ sagt Guido Zöllick. Jeder könne mit seiner Stimme dazu beitragen, dass Politiker im Land das Sagen bekommen, die für die Belange des Mittelstandes kämpfen, die sich für den Tourismusstandort Deutschland einsetzen und insbesondere für seine Leistungsträger – die Hoteliers und Gastronomen – ein offenes Ohr haben.

> Hier finden Sie die Ergebnisse des großen Wahlchecks