Suche

20 Jahre HOGAST: Die Mitglieder im Mittelpunkt

Mit einem großen Symposium in Augsburg feierten Mitglieder und Lieferanten der HOGAST Jubiläum: Seit 20 Jahren ist die Einkaufsgemeinschaft für Hotellerie und Gastronomie als Tochter der österreichischen Muttergesellschaft in Deutschland aktiv und hat sich in dieser Zeit zu einer der führenden Einkaufsgesellschaften entwickelt.

HOGAST-Geschäftsführer Lothar Lenke (links) und sein Nachfolger Andreas Klein freuten sich über das große Interesse am ersten HOGAST-Symposium in Deutschland.HOGAST, BleierHOGAST, Bleier

Hochkarätige Referenten zeigten bei dem Symposium vor über 200 Mitgliedern und Partnern, wie jeder das eigene Unternehmen auf die Erfolgsspur bringen kann. Auf Werte und persönliche Idealvorstellungen muss nicht verzichtet werden – echter Mehrwert für die engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer.

Stärke der Gemeinschaft entdecken

„Wunder muss man selber machen“, sagte beispielsweise Unternehmerin Sina Trinkwalder. Die 41-jährige Power-Unternehmerin beschrieb ihrem Werdegang von der erfolgreichen und viel beschäftigten Werbe-Expertin zur Sozialunternehmerin, die inzwischen sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt stand dabei der Bruch in ihrem Leben, weil ihre bisherige Aufgabe sie nicht mehr erfüllte. „Man muss das machen, was großen Spaß macht. Dann ist der Erfolg nicht zu verhindern“, sagte sie. Dazu brauche man weder ein abgeschlossenes Studium oder eine hochdekorierte Ausbildung. Wichtiger sei eine Portion Mut und ein gutes Bauchgefühl. Sie ergänzte: „Du musst die Menschen lieben“. Dass sie das tut, beweist Sina Trinkwalder jeden Tag in ihrem Unternehmen Manomama, in dem sie Menschen beschäftigt, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nur wenig Chancen haben.

Partner aus dem HORECA Scout

Mit dieser Strategie hat sich nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen in der Textilbranche aufgebaut, sondern auch für sich eine Aufgabe geschaffen, die ihr die Sinnhaftigkeit ihres Tuns zurückgebracht hat. „Wichtig ist, dass du etwas tust, das relevant ist für die Gesellschaft“, gab sie als Idee aus. Sie hat ihren Sinn darin gefunden, Menschen mit Handicap zu beschäftigen und dabei die Stärke der Gemeinschaft wieder zu entdecken.

Geschichten erzählen als Marketing-Strategie

„Geschichten erzählen“ ist eine der Erfolgsformeln von Johannes Gutmann, der als Bio-Pionier aus den 1980er Jahren mit seinem Unternehmen Sonnentor inzwischen zu einem der großen Produzenten von Bio-Kräutern und -Tees aufgestiegen ist. „Wer den Mund nicht aufmacht, muss den Geldbeutel aufmachen“, hat Gutmann als junger Mann gelernt. Seit Jahrzehnten verkauft er für Bauern aus dem österreichischen Waldviertel deren Kräuter – und erzählt dabei deren Geschichte als einzigartiges Marketing für sein Unternehmen.

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und UrteileSteuernSoftware und SystemeMarketing
Mehr Prüfungen, mehr Überblick: Warum 2026 zur Chance für Gastronomie und Hotellerie wird

Berufung statt Burn out

In die Welt des Sports und die mit großem Erfolg verbundenen Probleme entführte der erfolgreiche Skispringer Sven Hannawald die Teilnehmer des Symposiums im Gespräch mit Moderatorin Miriam Pappelau. Mucksmäuschenstill war es im Saal des Gut Schwabhof, als der sympathische Erzgebirgler von seinen Erfolgen und dem plötzlichen Burn out-Absturz berichtete. „Ruhm und Bekanntheit tun gut“, berichtete er. Erfolg sei ihm immer wichtig gewesen, doch er habe sich selbst zu sehr unter Druck gesetzt. „Ehrgeiz und Perfektionismus sind eine gefährliche Mischung.“

Themen in diesem Artikel
Management

Immer wieder wollte er sich verbessern, immer weiter steigern. Daran sei er schließlich zerbrochen, habe das aber nicht gemerkt. Denn „Burn out ist ein schleichender Prozess“. Erst als sein Körper völlig streikte, sei er in eine Klinik gegangen. „Ein Nicht-Betroffener kann diesen Zustand nicht nachvollziehen“, berichtete er. Heute hat er im Rennsport und als Kommentator bei Eurosport eine neue Aufgabe gefunden, wähle diese aber mit Bedacht aus und gehe diese aber in seinem eigenen Tempo an.

Die Einkaufsgemeinschaft HOGAST blickt in eine vielversprechende Zukunft

Beim anschließenden Galaabend im Kurhaus in Göggingen zeigte der neue Geschäftsführer Andreas Klein die Perspektiven für die Zukunft der HOGAST auf. Aus kleinen Anfängen vor 20 Jahren sei inzwischen eine der führenden Einkaufsgemeinschaften für Hotellerie und Gastronomie in Deutschland mit 900 Mitgliedern und einem Umsatz von über 160 Millionen Euro geworden. Diese biete für die Mitglieder neben dem finanziellen Vorteil beim Einkauf ein umfangreiches Dienstleistungs- und Beratungsportfolio sowie ein kollegiales Netzwerk als Basis für deren Erfolg. Darauf gelte es jetzt aufzubauen und durch einen weiteren Ausbau des Dienstleistungsangebotes die Position der HOGAST weiter zu stärken. Dabei werden aber, wie Klein betonte, die Mitglieder und deren Erfolg immer im Mittelpunkt stehen.

StockSnap, Pixabay
Branche und Trends

Hunger auf Stammgäste: Wie digitale Kundenbindung die Gastronomie verändert

Steigende Kosten, knappes Personal, verschärfter Wettbewerb – und trotzdem sollen die Tische voll und die Gäste treu bleiben? Ein neuer Branchenreport zeigt: Wer seine Gäste digital bindet, gewinnt nicht nur mehr Umsatz, sondern echte Verbundenheit. Doch Vorsicht: Pauschale Angebote reichen längst nicht mehr. Was Gäste heute wirklich erwarten und warum das Smartphone den Stempelpass ablöst.

NakNakNak, Pixabay
Branche und Trends

Branchenverbände gegen Tierhaltungskennzeichnung: Wenn Bürokratie Tierwohl verhindert

Die Bundesregierung plant, die Tierhaltungskennzeichnung auf Restaurants, Kantinen und verarbeitete Lebensmittel auszuweiten. Acht Branchenverbände von der Systemgastronomie bis zum Bäckerhandwerk laufen dagegen Sturm. Ihr Argument: Die Reform belastet Betriebe mit Millionenkosten und bürokratischem Aufwand – ohne dass mehr Tierwohl entsteht. Im Gegenteil: Sie könnte sogar dazu führen, dass Gastronomen auf schlechtere Haltungsformen umsteigen.

ZfP Reichenau; Meiko
Allgemeine Haustechnik

Modernes Spül- und Restesystem für einen Betrieb im Wandel

Im Zentrum für Psychiatrie Reichenau werden täglich 800 Mahlzeiten für Patienten und Mitarbeitende zubereitet. Als die alte Spülanlage den Geist aufgab, entschied sich die Klinik nicht einfach für Ersatz – sondern für einen grundsätzlichen Neuanfang. Warum ein funktionierender Spülraum in einer psychiatrischen Einrichtung zum Schlüsselfaktor wird und wie moderne Technik den Arbeitsalltag eines ganzen Teams verändert hat.

Weitere Artikel zum Thema

Poster POS, Unsplash
Arbeitsschutz, Kassennachschau, Online-Bewertungen: Was wie drei getrennte Baustellen wirkt, folgt 2026 einem gemeinsamen Prinzip. Betriebe müssen jederzeit belegen können, was sie wissen, was sie tun und wer wofür verantwortlich ist. Digitale Dokumentation wird damit vom[...]
Poster POS, Unsplash
Läkkerai
Fachkräftemangel, ungelernte Aushilfen, mehrsprachige Teams – und mittendrin ein Küchenchef, der alle Rezepte im Kopf trägt. Was passiert, wenn er kündigt? Eine wachsende Zahl an Profi-Küchen setzt deshalb auf digitales Küchenmanagement. Ein Blick auf einen[...]
Läkkerai
StockSnap, Pixabay
Steigende Kosten, knappes Personal, verschärfter Wettbewerb – und trotzdem sollen die Tische voll und die Gäste treu bleiben? Ein neuer Branchenreport zeigt: Wer seine Gäste digital bindet, gewinnt nicht nur mehr Umsatz, sondern echte Verbundenheit.[...]
StockSnap, Pixabay
NakNakNak, Pixabay
Die Bundesregierung plant, die Tierhaltungskennzeichnung auf Restaurants, Kantinen und verarbeitete Lebensmittel auszuweiten. Acht Branchenverbände von der Systemgastronomie bis zum Bäckerhandwerk laufen dagegen Sturm. Ihr Argument: Die Reform belastet Betriebe mit Millionenkosten und bürokratischem Aufwand –[...]
NakNakNak, Pixabay
RATIONAL
Gastronomie- und Hotelküchen kämpfen mit massivem Personalmangel, explodierenden Energiekosten und steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen – während Gäste gleichzeitig höchste Qualität erwarten. Wie gehen Profis weltweit damit um? Und welche Strategien versprechen wirklich Entlastung? Eine internationale Studie mit[...]
RATIONAL
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.