Suche

BGN veröffentlicht Brandschutz-Checkliste

Die Statistiken der Schäden an Personen und Betrieben, die durch Brände in den letzten Jahren ausgelöst wurden, sprechen eine eindeutige Sprache. Neben dem menschlichen Leid besitzen Brandereignisse in Betrieben das Potenzial, diese finanziell zu vernichten. Die BGN weist detailliert auf Gefahren hin und hat nun eine Mustercheckliste zur Brandverhütungsschau zusammengestellt.

bgton | iStockphotobgton | iStockphoto

Zahlen und Fakten

Rund 200.000 Brände im Jahr bei denen im Schnitt jeden Tag ein Mensch stirbt und 17 so schwer verletzt werden, dass sie unter dauerhaften Folgen ihrer Brandverletzungen leiden – das ist die traurige Bilanz der vergangenen Jahre. Zu diesem menschlichen Leid kommen die wirtschaftlichen Folgen: Über ein Drittel der Betriebe schafft nach schweren Brandereignissen den Neustart nicht.

Die Arbeitssicherheitsinformation ASI 9.30 der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) „Brandschutz im Kleinbetrieb“ enthält zahlreiche Hinweise und Maßnahmen zum baulichen und organisatorischen Brandschutz sowie Brandbekämpfung. In der Broschüre findet sich auch eine umfassende Prüfliste zur Brandverhütungsschau.

Partner aus dem HORECA Scout

Unterschiedliches Brandverhalten

In der Broschüre werden u. a. die unterschiedlichen brennbaren Stoffe thematisiert, deren Brandverhalten sich ebenfalls stark unterscheiden kann. Das erklärt, warum auch unterschiedliche Löschmittel eingesetzt werden müssen. Nach DIN EN 2 werden brennbare Stoffe in fünf Brandklassen unterteilt:

  • Brandklasse A: Feste Stoffe (Holz, Papier, Kartonage, Kohle, Stroh, Textilien, Autoreifen)
  • Brandklasse B: Flüssige oder flüssig werdende Stoffe (Benzin, Alkohole, Wachse, Teer, Lacke, Harze)
  • Brandklasse C: Gase (Erdgas, Flüssiggas, Wasserstoff, Acethylen)
  • Brandklasse D: Metalle (Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium, Lithium)
  • Brandklasse F: Speiseöle und Speisefette (Öle und Fette, die in Fritteusen, Fettbackgeräten, Woks etc. Verwendung finden)
Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und Urteile
Gekündigt und sofort krank: Warum Arbeitgeber mit Misstrauen allein nicht weiterkommen

Fettbrände

Bei der Auswahl und Beschaffung von Feuerlöschmitteln ist darauf zu achten, dass sie für die entsprechende Brandklasse geeignet und zugelassen sind. Fettbrände in Fritteusen, Fettbackgeräten, Woks und anderen vergleichbaren Kücheneinrichtungen und -geräten werden eigentlich der Brandklasse F zugeordnet. Prinzipiell gehören Fette jedoch der Brandklasse B an. Aber wegen ihrer besonderen Gefahren und Eigenheiten müssen Fettbrände der gesonderten Brandklasse F zugerechnet werden.

Themen in diesem Artikel
ManagementBGNBrandschutzInsolvenz

Wenn Speiseöle oder -fette zu Frittierzwecken in Fritteusen, Fettbackgeräten oder Woks erhitzt werden, müssen also ungeachtet der Grundausstattung mit Feuerlöschern zusätzlich geeignete Feuerlöscher der Brandklasse F vorhanden sein. Fettbrände dürfen auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden, da dadurch eine heftige explosionsartige Reaktion ausgelöst wird.

Textilbrände

Brände durch Selbstentzündung von fett- bzw. ölverschmutzter Textilien sind eher unbekannt, aber nicht selten. Es sind Brandereignisse bekannt, bei denen sich die Wäsche entzündete, nachdem sie in der Waschmaschine gewaschen wurde. Die Broschüre informiert über die Grundregeln für die Vermeidung von Textilbränden durch Selbstentzündung sowie die richtige Handhabung, Prüfung und verschiedenen Arten von Feuerlöschern.

Mustercheckliste

Am Ende der Broschüre befindet sich eine Mustercheckliste für eine Brandverhütungsschau. Sie soll als Hilfsmittel für die Überprüfung des betrieblichen Brandschutzes im Gebäude dienen. Diese Liste ist jedoch nicht abschließend und muss auf die Gegebenheiten des jeweiligen Betriebes angepasst und ergänzt werden. Eine solche Überprüfung sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceVersicherungen und RisikomanagementMobilität und Logistik
Sicherheitstipp Wegeunfälle: BGN unterstützt Betriebe mit konkreten Tools

Die Information ASI 9.30 können Sie in der Medien-App lesen (App herunterladen über Google Play, App Store); Download oder in Form einer DIN-A5-Broschüre anfordern: www.bgn.de

PDF-Download der Broschüre inkl. Muster-Checkliste

Canva
Recht und Compliance

Gekündigt und sofort krank: Warum Arbeitgeber mit Misstrauen allein nicht weiterkommen

Ein Mitarbeiter kündigt und wird prompt krank – die Krankschreibung endet passgenau vor dem Resturlaub. Viele Arbeitgeber kennen dieses Muster und sind versucht, die Lohnfortzahlung zu streichen. Doch Vorsicht: Ein aktuelles Urteil zeigt, wie schnell der Verdacht allein zur teuren Falle wird. Wann reicht ein auffälliges Timing aus, um die Krankschreibung anzuzweifeln? Und was müssen Gastgeber konkret in der Hand haben, bevor sie handeln?

Steuerberatungsgesellschaft Schnitzler & Partner
Finanzen und Controlling

Kauf einer Unternehmensimmobilie: Neue Chancen bei der Kaufpreisaufteilung

Die aktuelle Rechtsprechung erweitert den Spielraum bei der Bewertung von Grund und Boden und kann – richtig genutzt – zu höheren Abschreibungsvolumen führen. Eine professionelle Beratung zur Kaufpreisaufteilung kann bei größeren Immobilienerwerben erhebliche Steuervorteile erschließen. Zugleich sollte der Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum erwartbaren Effekt stehen.

Vernetzte Fallen wie die von Rentokil monitoren etwaige Schadnageraktivitäten rund um die Uhr. © Rentokil Initial
Recht und Compliance

Rodentizid-Verbot: Warum Gastronomiebetriebe ihre Schädlingsprävention jetzt umstellen müssen

Die Schädlingsbekämpfung steht vor einem Paradigmenwechsel: Ab Mitte 2026 dürfen Giftköder gegen Nagetiere nur noch bei akutem Befall eingesetzt werden. Die bisher übliche vorbeugende Dauerbeköderung wird verboten. Für Hotels und Gastronomiebetriebe bedeutet das: Wer seine Präventionskonzepte nicht rechtzeitig anpasst, riskiert rechtliche Konsequenzen und gefährdet Hygienezertifikate.

Kemal Üres
Führung, Management und Leadership

Neue Folge „Kemal Rettet“: Wenn Leidenschaft nicht mehr reicht

70 Stunden in der Woche – für vier Euro netto. Kann ein Café überleben, wenn die Inhaberin alles gibt, aber die Zahlen gegen sie arbeiten? Kemal Üres zeigt in Braunschweig, wo selbst bei zufriedenen Gästen die Gefahr lauert – und warum Herzblut allein keine Miete zahlt.

NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

KI-gestützte Personalverwaltung: Wie Sprachsteuerung den HR-Alltag in der Gastronomie revolutioniert

Die Nesto Software GmbH präsentiert auf der INTERNORGA 2026 eine KI-gestützte Automatisierungslösung, die Personalverantwortlichen in Gastronomie und Hotellerie zeitaufwändige Routinearbeiten abnimmt. Das System NORA beantwortet HR-Anfragen per Spracheingabe und automatisiert wiederkehrende Verwaltungsprozesse. Was bedeutet das für Betriebe, die täglich mit Schichtplänen, Saisonverträgen und Compliance-Vorgaben jonglieren?

Weitere Artikel zum Thema

Dennis112, Pixabay
Wegeunfälle kosten Zeit und Geld – doch viele Betriebe glauben, sie könnten daran nichts ändern. Ein Irrtum: Mit den richtigen Werkzeugen lassen sich Mobilitätsrisiken systematisch senken. Die BGN zeigt, wie das funktioniert.[...]
Dennis112, Pixabay
Kemal Üres
70 Stunden in der Woche – für vier Euro netto. Kann ein Café überleben, wenn die Inhaberin alles gibt, aber die Zahlen gegen sie arbeiten? Kemal Üres zeigt in Braunschweig, wo selbst bei zufriedenen Gästen[...]
Kemal Üres
NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
Die Nesto Software GmbH präsentiert auf der INTERNORGA 2026 eine KI-gestützte Automatisierungslösung, die Personalverantwortlichen in Gastronomie und Hotellerie zeitaufwändige Routinearbeiten abnimmt. Das System NORA beantwortet HR-Anfragen per Spracheingabe und automatisiert wiederkehrende Verwaltungsprozesse. Was bedeutet das[...]
NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
Ideal Work
Hotels und Wellnessbetriebe sind Hochleistungsumgebungen. Wand und Boden stehen täglich unter extremer Beanspruchung – und müssen zugleich höchsten gestalterischen Ansprüchen genügen. Nur wenigen Hoteliers und Co ist bewusst, warum Oberflächen heute zu strategischen Entscheidungen in[...]
Ideal Work
DIRS21; FWStudio, Pexels
Der Wernauer Technologieanbieter DIRS21 hat auf der ITB Berlin zwei neue Module vorgestellt, die Hotels helfen sollen, sämtliche Flächen und Services digital buchbar zu machen. Mit DIRS21 Mice und DIRS21 Plus werden Tagungsräume und Zusatzleistungen[...]
DIRS21; FWStudio, Pexels
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.