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Digitale Küche führt zu mehr Effizienz und motiviertem Personal im Gastronomiealltag

Sven Wilkens ist seit 2022 Geschäftsführer des Restaurants „Enchilada“ in Aalen und immer an der neuesten Technologie interessiert, die den Alltag seines Personals erleichtert und die Zufriedenheit der Gäste steigert. Welche Vorteile die Digitalisierung im Daily Business bringen kann, erzählt er im Interview.

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Die ersten Schritte der digitalen Transformation

Das „Enchilada“ in Aalen gibt es schon seit über 20 Jahren. Inzwischen bietet das Restaurant mehr als 500 Plätze und beschäftigt 47 Angestellte. Seit 2020 setzt sich die Geschäftsführung aktiv mit dem Thema Digitalisierung auseinander. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit von Gewinnblick mit anderen Partnern der „Enchilada“-Gruppe, war schnell klar, wer der Digitalisierungspartner werden soll. „Das Wichtigste für uns ist der Service. Gewinnblick ist sieben Tage die Woche an 365 Tagen im Jahr über die Notfallhotline erreichbar. Ein kurzer Telefonanruf genügt und in kürzester Zeit werden die Probleme gelöst“, berichtet Wilkens. Der erste Schritt war der Umstieg auf das digitale Küchenmonitoring, also die papierlose Küche. „Früher musste die Bonrolle alle zwei Tage gewechselt werden, heute ist es definitiv umweltfreundlicher“, so Wilkens. Dem neuen Küchenmonitoring gegenüber waren die Mitarbeitenden zunächst skeptisch eingestellt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist das System nun nicht mehr wegzudenken. 2022 gab es die nächste digitale Umstellung, jeder Servicemitarbeitende hat sein eigenes EC-Gerät bekommen. Der Geschäftsführer zu den Vorteilen: „Die Laufwege sind definitiv kürzer geworden. Durch die unkomplizierte Abrechnung mit dem Gast, können Tische schneller neu vergeben werden.“

Wie verändert sich das Daily Business durch die Digitalisierung?

Die digitale Küche hat die Prozesse in der Küche eindeutig vereinfacht. Die Koordination übernimmt eine Person, die am großen Bildschirm eine Übersicht über alle Bestellungen hat. Dadurch müssen Gäste einer kleineren Bestellung nicht darauf warten, bis die vorher abgegebene größere Bestellung bearbeitet wird. Das Servicepersonal muss nicht in die Küche gehen, um den Bestellzettel abzulegen, sondern kann sich nach dem Absetzen der digitalen Bestellung direkt um den nächsten Tisch kümmern und hat generell mehr Zeit für die Gäste. „Wenn ein Glas runterfällt, kann die Bedienung noch im gleichen Moment das Getränk nachbestellen, ohne erst in die Küche oder an die Bar zu gehen“, veranschaulicht Wilkens. Am Abend ist die Abrechnung viel schneller fertig, da das Bonier-Handheld als mobile Kasse alles automatisch erfasst und keine Bons gezählt werden müssen. Zur papierfreien Zukunft gehört auch der Wegfall der Stundenzettel. Mittlerweile wird die Zeiterfassung per iPad getrackt. Auch das Telefon muss durch die Modernisierung nicht ständig betreut werden. Die Webseite des „Enchilada“ Aalen ermöglicht es Kunden, online ihre ToGo-/Abholbestellungen aufzugeben. Alle Details erscheinen dann automatisch auf dem Bildschirm in der Küche und werden strukturiert abgearbeitet. Dem Geschäftsführer ist aufgefallen: „Die Motivation der Mitarbeitenden ist durch die Digitalisierung und Optimierung der Prozesse deutlich gestiegen.“

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Was ist für die Zukunft geplant?

Der nächste Schritt wird die Einführung des neuen Orderman 9 im Winter 2022 sein. Die neue Generation der bewährten Handhelds bietet vor allem mehr Möglichkeiten und eine verbesserte Performance dank neuer Technologie bei bewährter Robustheit und dank der auf den Gastronomiealltag ausgelegten Funktionen. Zum Thema Selbstbedienung hat der Geschäftsführer eine klare Meinung: „Wenn es mit dem Fachkräftemangel so weiter geht, ist es schön, die Möglichkeit zu Self-Service und Self-Ordering zu haben. Allerdings genießen die Gäste eine einzigartige Atmosphäre, wenn sie von der Bedienung bewirtet werden, das fühlt sich dann ein bisschen an wie Urlaub.“

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