Suche
Anzeige

Digitales Potenzial in der Gastronomie nicht ausgeschöpft – neue Erwartungshaltung der Gäste

Bei einem Restaurantbesuch geht es längst nicht mehr allein um das Essen. Von der einfachen Online-Reservierung über die digitale Speisekarte bis hin zur Bezahlung per QR-Code bereichern digitale Anwendungen die Customer Journey. Mit den Möglichkeiten steigt aber auch die Erwartungshaltung der Gäste: Was ist „nice to have“ und welche Digitalisierungsansätze machen ein Lokal zum Lieblingsrestaurant? Antworten darauf fand Gewinnblick mithilfe einer aktuellen, repräsentativen Studie.

Alba Lantigua, UnplashAlba Lantigua, Unplash

Interesse an digitalen Trends ist da

Die Befragung wurde von Gewinnblick in Zusammenarbeit mit YouGov unter 2.000 Teilnehmern ab 18 Jahren in Deutschland durchgeführt. Mit 71 Prozent zeigten sich die meisten durchaus bis sehr an digitalen Trends und Möglichkeiten interessiert. 29 Prozent meinen, dass digital arbeitende Betriebe auch ein besseres Gastronomieerlebnis bieten können. Zwei Drittel der Teilnehmenden können nach eigenen Angaben keinen Unterschied zwischen einem digital und einem analog geführten Gastronomiebetrieb erkennen. Vielen von ihnen könnte es für eine Beurteilung allerdings an entsprechenden Erfahrungen mangeln: Denn laut Digitalisierungsindex 2021/22 haben rund 90 Prozent der Gastronomiebetriebe in Deutschland erst noch vor, in die digitale Transformation zu investieren. Die meisten Restaurantbesucher konnten also viele Digitalisierungsmöglichkeiten noch gar nicht erleben.

Digitales Potenzial in der Gastronomie nicht ausgeschöpft

Vielleicht bemerken einige Gäste nicht, wo Digitalisierung in der Gastronomie beginnt: Tatsächlich ist es für viele mittlerweile selbstverständlich, dass eine Menükarte vor dem Besuch online aufrufbar ist. 68 Prozent der Befragten legen laut der Umfrage Wert darauf. Die Möglichkeit, eine Tischreservierung online durchzuführen, ist für immerhin 56 Prozent bereits eine wichtige Voraussetzung für den Restaurantbesuch. Ob Bestellungen per Zettel oder digital erfasst werden, erscheint den meisten Befragten hingegen irrelevant. Dabei gehört für 55 Prozent zu einem erfolgreichen Gastroerlebnis dazu, dass sie schon beim Bestellvorgang darüber informiert werden, ob ein Gericht noch oder nicht mehr vorhanden ist. Für diesen jederzeit aktuellen Überblick bedarf es aber einer digitalisierten Küche: Hier sind Küchenmonitoring und das Boniergerät miteinander verknüpft. Und auch nach dem Essen werden digitale Prozesse durchaus geschätzt: Für 54 Prozent der Befragten ist es wichtig, dass sie nach dem Essen bargeld- und kontaktlos am Tisch zahlen können. Den Kundenbeleg als digitalen Kassenbon bevorzugen bereits 38 Prozent der Gäste.

Partner aus dem HORECA Scout

Self-Service-Konzepte im Trend

Durch den Fachkräftemangel haben Gastrobetriebe heute oft nicht mehr die Kapazitäten, um dem Andrang der Gäste optimal gerecht zu werden. Self-Service-Konzepte stellen eine zeitgemäße und durchaus akzeptierte Lösung für dieses Problem dar: Digitale Systeme erlauben beispielsweise das selbstständige Bestellen durch den Gast und auch die Bezahlung via QR-Code am Tisch. Laut der Umfrage ist nur wenigen der teilnehmenden Personen die digitale Speisekarte für Self-Ordering am Tisch wichtig. Allerdings ist über die Hälfte der Befragten offen für digitale Self-Service-Konzepte – und das nicht nur in Fast-Food-Betrieben, sondern auch in klassischen Restaurants. Eine bevorzugte Option bleibt für die Mehrheit aber nach wie vor, dass das Servicepersonal das Essen nach der Bestellung an den Tisch bringt.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingSoftware und SystemeKostenmanagement
Kassensystem, Warenwirtschaft, Buchhaltung – welche Tools braucht ein Gastronom wirklich?

Gewinnblick als Digitalisierungspartner

Die Gewinnblick Studie zeigt, dass die Bevölkerung in Deutschland bereits sehr offen ist für die Nutzung digitaler Angebote und Trends. Der ausbaufähige Grad der Durchdringung in der Gastronomie ist allerdings dafür verantwortlich, dass noch nicht jeder Befragte die Vorteile selbst erfahren konnte. Dabei profitieren – wie beim digitalen Bon – die Umwelt, der vom Personalmangel geplagte Unternehmer und der Gast gleichermaßen von der Digitalisierung, die Bequemlichkeit, Servicequalität und Zeitgewinn verspricht. Um all diese Vorteile zu realisieren, empfiehlt Michael Ebner, CEO der Gewinnblick GmbH, interessierten Gastronomen eine umfassende und individuelle Beratung: „Eine Digitalisierungsberatung ist der erste Schritt hin zu einem tragfähigen und wirtschaftlichen digitalen Konzept, dem Digitalisierungsleitfaden, der das Wachstum fördert und wichtige betriebliche Herausforderungen lösen kann.“

Themen in diesem Artikel
DigitalisierungDigitale GästereiseDigitalisierung

Alle Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier

Gastronomieberatung Consult Gastro
Finanzen und Controlling

Kassensystem, Warenwirtschaft, Buchhaltung – welche Tools braucht ein Gastronom wirklich?

Der Businessplan steht, die Speisekarte ist fertig – und die Software? Viele Gastronomen unterschätzen, wie entscheidend die richtige digitale Grundausstattung für den Erfolg ihres Betriebs ist. Drei Bereiche sind dabei unverzichtbar, doch welche Tools passen zu welchem Konzept? Und in welcher Reihenfolge sollte investiert werden?

Heimpel GmbH
Finanzen und Controlling

DATEV-Schnittstelle für Kassensysteme: Wenn Kasse und Buchführung digital zusammenarbeiten

Kassendaten gehören zu den sensibelsten Datenquellen im Gastgewerbe: Sie müssen vollständig, nachvollziehbar und im Prüfungsfall schnell verfügbar sein. Gleichzeitig soll der Alltag in Restaurant, Café, Imbiss oder Hotel nicht durch manuelle Exporte, Kassenbuch-Nacharbeiten und Abstimmungen mit der Steuerkanzlei belastet werden. Welche Rolle spielt dabei eine direkte DATEV-Schnittstelle im Kassensystem?

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Kassennachschau: Wenn Rabatte zum Prüfungsrisiko werden

Rabatte, Gratiskaffee oder offene Artikel gehören in vielen Gastronomiebetrieben zum Alltag. Bei einer Kassennachschau können genau diese Eingriffe jedoch zum Problem werden, wenn sie nicht sauber dokumentiert und systematisch im Kassensystem abgebildet sind. Im vierten Teil unserer Serie zur Kassennachschau geht es darum, warum Preisüberschreibungen, schwache Stammdaten und Freitextartikel für Betriebe riskant werden können.

orderbird
Branche und Trends

Vom Like zum Umsatz: Wie Social Media für volle Tische sorgt

Social Media entscheidet immer häufiger mit, wo wir essen gehen. Gäste entscheiden heute oft schon online anhand von Bildern, Videos oder Empfehlungen, ob ein Restaurant oder Café zu ihren Vorlieben passt. Wie Gastronomen den Sprung vom Like zur Reservierung schaffen und warum Bewertungen auf Social Media gerade jetzt wichtiger werden, erklärt Natalie Seifert, Head of Marketing bei orderbird.

1&1 Versatel
Allgemeine Haustechnik

Ausfallsichere Kassensysteme dank SD-WAN: Warum moderne Filialnetze in der Gastronomie immer wichtiger werden

In der modernen Systemgastronomie hängt ein reibungsloser Betrieb immer stärker von einer stabilen und intelligent gesteuerten Netzwerkinfrastruktur ab. Fällt die Internetverbindung aus, sind je nach Kassen- und IT-Architektur nicht nur Bestellprozesse, sondern auch Kartenzahlungen, Reservierungs-Systeme, Cloud-Synchronisationen und die Anbindung an Warenwirtschafts- und Backoffice-Systeme beeinträchtigt. Wie sich Betriebe mit dem Zusammenspiel aus leistungsfähigem Glasfaser-Internet, SD-WAN und Mobilfunk-Backup robuster aufstellen können, erläutert Frank Rosenberger, Vorsitzender der Geschäftsführung von 1&1 Versatel.

Magda Ehlers, Pexels
Allgemeine Haustechnik

Frühling bringt Tauben-Boom: Warum Immobilienbetreiber jetzt handeln sollten

Stadttauben entwickeln sich für Immobilienbetreiber zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko. Der aggressive Kot schädigt Fassaden und Materialien, Balkone werden unbenutzbar, Mieter fordern Mietminderungen. Gleichzeitig fehlt vielen Eigentümern die Orientierung: Welche Abwehrmaßnahmen sind tierschutzkonform, langfristig wirksam und rechtlich zulässig? Experten erklären, warum das Problem im Frühjahr eskaliert – und warum Baumarkt-Lösungen meist scheitern.

Weitere Artikel zum Thema

Gastronomieberatung Consult Gastro
Der Businessplan steht, die Speisekarte ist fertig – und die Software? Viele Gastronomen unterschätzen, wie entscheidend die richtige digitale Grundausstattung für den Erfolg ihres Betriebs ist. Drei Bereiche sind dabei unverzichtbar, doch welche Tools passen[...]
Gastronomieberatung Consult Gastro
Heimpel GmbH
Kassendaten gehören zu den sensibelsten Datenquellen im Gastgewerbe: Sie müssen vollständig, nachvollziehbar und im Prüfungsfall schnell verfügbar sein. Gleichzeitig soll der Alltag in Restaurant, Café, Imbiss oder Hotel nicht durch manuelle Exporte, Kassenbuch-Nacharbeiten und Abstimmungen[...]
Heimpel GmbH
ACCONSIS
Rabatte, Gratiskaffee oder offene Artikel gehören in vielen Gastronomiebetrieben zum Alltag. Bei einer Kassennachschau können genau diese Eingriffe jedoch zum Problem werden, wenn sie nicht sauber dokumentiert und systematisch im Kassensystem abgebildet sind. Im vierten[...]
ACCONSIS
orderbird
Social Media entscheidet immer häufiger mit, wo wir essen gehen. Gäste entscheiden heute oft schon online anhand von Bildern, Videos oder Empfehlungen, ob ein Restaurant oder Café zu ihren Vorlieben passt. Wie Gastronomen den Sprung[...]
orderbird
1&1 Versatel
In der modernen Systemgastronomie hängt ein reibungsloser Betrieb immer stärker von einer stabilen und intelligent gesteuerten Netzwerkinfrastruktur ab. Fällt die Internetverbindung aus, sind je nach Kassen- und IT-Architektur nicht nur Bestellprozesse, sondern auch Kartenzahlungen, Reservierungs-Systeme,[...]
1&1 Versatel
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.