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EM 2024 – Praxistipps für Gastronomen und kleine Händler

Ausgelassene Stimmung, begeisterte Fans und zufriedene Händler, das prägte die Fußballweltmeisterschaft, die 2006 in Deutschland stattfand. Ob die diesjährige Europameisterschaft ähnlich gut verläuft, wird sich bald zeigen. Was jetzt schon klar ist: Flexible Zahlungsmöglichkeiten sind ein Must-Have für mehr Umsatz während der anstehenden Fußball-EM, Vorausplanung und zusätzliche Angebote für ausländische Kunden werden den entscheidenden Vorteil bringen.

SumUpSumUp

Aktuelle Schätzungen der Bundesregierung besagen, dass in den Stadien bis zu 2,7 Millionen Fans und in den zehn Austragungsorten Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart bis zu zwölf Millionen Fans erwartet werden. Gewerbetreibende sollten spätestens jetzt Vorbereitungen treffen, um auf die Fanmassen aus dem In- und Ausland gut vorbereitet zu sein. Damit lokale Geschäfte von der Fußballbegeisterung profitieren können, hat das Finanztechnologie-Unternehmen SumUp vier Tipps zusammengestellt. Woran sollten Einzelhändler und Gastronomen denken, wenn sie die EM optimal für sich nutzen wollen?

1. Tipp: Personal aufstocken und attraktive Jobbedingungen schaffen

Die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten ist bereits jetzt hoch und wird vermutlich in den nächsten Wochen noch einmal deutlich zulegen. Es ist zu erwarten, dass viele Fans, auch wenn sie kein Ticket für die Spiele bekommen haben, in die Austragungsorte in ganz Deutschland strömen und somit auch abseits der Stadien für einen höheren Umsatz sorgen werden. Um die damit verbundene erhöhte Nachfrage zu bewältigen, wird mehr Personal benötigt. Besonderen Wert sollten Händler bei der Rekrutierung auf Fremdsprachen legen. Zwei- oder mehrsprachige Mitarbeiter sind besonders unterstützend. Alternativ sollte auch hier an digitale Tools gedacht werden, um Kommunikationsprobleme zu vermeiden. Um die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern, sollten neben attraktiven Verdienstmöglichkeiten auch flexible Arbeitsbedingungen und -zeiten angeboten werden. Ein weiterer Pluspunkt sind temporäre Unterbringungsmöglichkeiten. Da Wohnraum knapp und die Mieten hoch sind, sollten Arbeitgeber diesen Aspekt in den Blick nehmen und proaktiv für sich nutzen, um sich von anderen Arbeitgebern abzuheben.

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2. Tipp: Neue Kunden – Positive Wahrnehmung steigern

Nicht jeder Gast, der für die EM nach Deutschland reist, wird wiederkommen. Daher sollten Unternehmen ihr Sortiment und Marketingaktionen auf verschiedene Gästegruppen abstimmen: Die Basis ist ein zur EM passendes Sortiment und darauf zugeschnittene Angebote. Das Zauberwort lautet hierbei: zielgruppengerechte Dienstleistungen anbieten. Ob maßgeschneiderte Stadtführungen zu den sportlichen Hotspots der Stadt, Preisnachlässe bei benachbarten Restaurants oder Willkommensgeschenke, die Palette an Möglichkeiten ist groß. In ähnlicher Weise können Restaurants maßgeschneiderte Menüs anbieten, die von den vielen Ländern, die an der EM teilnehmen, inspiriert sind. 

Ziel sollte es sein, dass auch Tagestouristen von einem außergewöhnlichen Shoppingerlebnis profitieren und im besten Fall eine positive Bewertung abgeben. Durch einen dezenten Hinweis auf z.B. einer Serviette, der Rechnung oder aber durch ein kleines Dankeschön-Kärtchen können sie zu einem positiven Beitrag auf bekannten Onlineportalen animiert werden. Generell ist es ratsam, eine aktive Social Media Präsenz zu pflegen und visuell ansprechende Präsentationen der Speisen oder aktuellen Produkte auf den jeweiligen Plattformen zu teilen. Positive Bewertungen steigern die Attraktivität und können die Beziehung zu anderen Gästen langfristig festigen. 

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3. Tipp: Bezahlen – Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten schaffen

In vielen europäischen Ländern ist es üblich, überall bargeldlos zu zahlen. Die digitale Geldbörse (dazu gehören z.B. Apple Pay oder Google Pay) oder eine virtuelle Kreditkarte ist außerhalb Deutschlands weit verbreitet. Wer daher nur Bargeld oder eine klassische EC-Karte annimmt, dem drohen finanzielle Einbußen. Denn viele internationale Gäste sind darauf nicht eingestellt. Eine der ersten Fragen, die sich Händler daher stellen sollten, gilt der Palette der Zahlungsmöglichkeiten, die sie aktuell anbieten. Können Sie eine Vielzahl an Zahlungsmöglichkeiten abdecken? Wer sich Umsatz nicht entgehen lassen möchte, sollte die noch verbleibende Zeit nutzen und sich noch breiter aufstellen. Besser aufgestellt ist derjenige, der eine Vielzahl von Zahlungsmitteln akzeptieren kann: vom Bargeld über die traditionelle Kreditkarte bis hin zu mobilen Zahlungslösungen. Die Investition in moderne POS-Systeme, die mit den neuesten Zahlungstechnologien kompatibel sind, lohnt sich – auch zukünftig. Ergänzend zu einem reibungslosen Zahlungserlebnis, bieten viele Systeme die Möglichkeit der Datenanalyse. So kann zum Beispiel ein Restaurant in der Nähe des Olympiastadions in Berlin oder der Fanmeile diese Informationen nutzen, um seine Speisekarte auf die Vorlieben internationaler Gäste abzustimmen und so ein perfektes Erlebnis bieten.

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4. Tipp: Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen

Bei Großveranstaltungen wie der EM und mit der anzunehmenden Steigerung der Transaktionen erhöhen sich auch die Risiken von Betrug und Cyberangriffen. So wurden zum Beispiel nach Angaben des Sicherheitssoftwareunternehmens Stormshield am Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London 2012 mehr als 212 Millionen Cyberangriffe gemeldet, und die Bedrohungslage hat sich seitdem weiter verschärft: 500 Millionen in Rio im Jahr 2016 und 2020 4,4 Milliarden in Tokio. Auch für die EM 2024 erwarten die Experten des Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) einen deutlichen Anstieg des Bedrohungsniveaus. Vor diesem Hintergrund sollten Gewerbetreibende vorab in Sicherheitslösungen wie Datenverschlüsselung, Daten-Tokenisierung, robuste Authentifizierung und Echtzeit-Betrugserkennung investieren, um ihr Unternehmen und die Kunden vor betrügerischen Transaktionen zu schützen. Cyber-Sicherheitsbedrohungen sind ebenfalls von entscheidender Bedeutung, da Cyber-Diebe häufig Schwachstellen bei Großveranstaltungen nutzen, um raffinierte Angriffe zu starten, die darauf abzielen, Zahlungssysteme zu kompromittieren und persönliche Daten zu stehlen. Unternehmen können diesem Problem vorbeugen, indem sie umfassende Cybersicherheitsrichtlinien einführen, wie z. B. Netzwerkschutz, Schulungen für das Risikobewusstsein der Mitarbeiter und einen wachsamen Blick auf verdächtige Aktivitäten.

Die Fußball-EM 2024 steht vor der Tür und noch ist Zeit, um an den wichtigen Stellschrauben zu drehen. Die Herausforderungen sollten viele Gewerbetreibende als Chance sehen. Denn wer im Voraus gut plant, in innovative technologische Lösungen investiert und flexible Geschäftsprozesse implementiert, erlebt ein neues Sommermärchen.

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