Suche
Anzeige

Fünf Irrtümer über Olivenöl

In deutschen Supermärkten findet man derzeit kaum ein klassisches Speiseöl. Olivenöl ist hingegen vorhanden. Um Herstellung und ernährungsphysiologische Eigenschaften ranken sich jedoch eine Reihe von Überzeugungen. Falsche wie Richtige. Man könne es nicht erhitzen, es sei weniger fett als andere Pflanzenöle… Wie kann man die Wahrheit von der Dichtung trennen? Fünf gängige Mythen und was es damit auf sich hat.

France OliveFrance Olive

Mythos Nr. 1

Olivenöl darf auf keinen Fall erhitzt werden: Falsch!

Olivenöl kann durchaus zum Kochen und sogar zum Frittieren verwendet werden. Sein Rauchpunkt ist mit 210 °C einer der höchsten unter den pflanzlichen Ölen. Das Erhitzen von Olivenöl ist demnach nicht gesundheitsschädlich. Durch den Temperaturanstieg verliert das Olivenöl jedoch einige seiner geschmacklichen Qualitäten, es verliert seine Aromen. Es ist daher ratsam, Olivenöle mit geschützter Ursprungsbezeichnung für kalte Speisen, kurze Garzeiten, Lebensmittel, die Aromen aufnehmen (z. B. Bratkartoffeln), zu verwenden oder sie am Ende des Garvorgangs hinzuzufügen, um alle Aromen zu nutzen. Zum Kochen verwendet man am besten ein „alltägliches“ natives Olivenöl.

Partner aus dem HORECA Scout

Mythos Nr. 2

Der Zusatz „nativ“ bedeutet, dass das Öl ohne Chemikalien extrahiert wurde und alle Eigenschaften des Rohprodukts erhalten geblieben sind: Wahr!

Der Begriff „natives Öl“ bezieht sich auf das Extraktionsverfahren. Dabei kann man Öle aus diversen Rohprodukten wie beispielsweise Oliven, Walnüsse oder Haselnüsse extrahieren. Bei nativen Ölen werden nur mechanische (Pressung) oder physikalische (Zentrifugieren) Methoden angewandt, damit alle geschmacklichen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften erhalten bleiben. Wenn der Begriff nicht auf dem Etikett zu finden ist, bedeutet dies, dass das Öl raffiniert wurde. Dies ist sehr häufig bei Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Erdnussöl der Fall. Das am weitesten verbreitete native Öl ist Olivenöl (nativ oder extra nativ).

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceSteuernSoftware und Systeme
Kassennachschau: Wenn Rabatte zum Prüfungsrisiko werden

Mythos Nr. 3

Olivenöl ist weniger fett als andere Öle: Falsch!

Alle pflanzlichen Öle bestehen zu 99,9 % aus Lipiden, also Fetten. Sie sind alle gleich fett und haben denselben Kaloriengehalt, (ca. 900 kcal / 100 ml). Andererseits unterscheiden sie sich in der Zusammensetzung von Fettsäuren (gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren) und kleineren Verbindungen (Phenole, Vitamine, Omega-Fettsäuren etc.) Je nach Rohstoff, aus dem das Öl gewonnen wird, variiert diese Zusammensetzung. 100 Gramm Olivenöl setzen sich aus 75 Gramm einfach ungesättigten Fettsäuren, 15 Gramm gesättigten Fettsäuren, 9 Gramm mehrfach ungesättigten Fettsäuren und einem Gramm kleineren Verbindungen zusammen. Unter den kleineren Verbindungen enthält Olivenöl vor allem Vitamin E, Vitamin K und Polyphenole.

Themen in diesem Artikel
FoodOlivenöl

Mythos Nr. 4

Olivenöl kann unterschiedlich schmecken: Wahr!

Olivenöl ist eines der wenigen Pflanzenöle, die nicht raffiniert werden. Durch die „native“ Gewinnungsmethode ist es nahezu ein reiner Fruchtsaft. Einerseits ist die Sorte Oliven entscheidend oder die Zusammensetzung aus den verschiedenen Sorten, woraus es gewonnen wird. Andererseits haben auch die Region und die dortige Bodenbeschaffenheit, das Klima, das Know-how und weitere Faktoren Einfluss auf die Geschmacksrichtung. Ähnlich wie beim Wein schmecken Olivenöle daher unterschiedlich. Insbesondere Olivenöle mit geschützter Ursprungsbezeichnung haben einen originellen und einzigartigen Geschmack.

Lesen Sie auch
Software und SystemeBranche und TrendsMarketing
Vom Like zum Umsatz: Wie Social Media für volle Tische sorgt

Mythos Nr. 5

Durch Raffination erhält man hochwertigeres Öl: Falsch!

Raffination ist ein physikalisches oder chemisches Verfahren, das dem Öl Geschmack, Farbe und Geruch nimmt und nur einen Teil der Nährstoffe bewahrt. Wenn ein Öl nativ ist, das heißt nicht raffiniert wurde, enthält es die Geschmacks- und Nährwerte der Frucht oder Pflanze, aus der es gewonnen wurde. Es handelt sich also nicht um eine Frage der Qualität, sondern vielmehr der Natürlichkeit und des Geschmacks. Olivenöle mit geschützter Ursprungsbezeichnung sind immer nativ oder extra nativ.

Mehr Infomationen und Rezeptideen unter lookingfortheperfectfood.eu/de

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Kassennachschau: Wenn Rabatte zum Prüfungsrisiko werden

Rabatte, Gratiskaffee oder offene Artikel gehören in vielen Gastronomiebetrieben zum Alltag. Bei einer Kassennachschau können genau diese Eingriffe jedoch zum Problem werden, wenn sie nicht sauber dokumentiert und systematisch im Kassensystem abgebildet sind. Im vierten Teil unserer Serie zur Kassennachschau geht es darum, warum Preisüberschreibungen, schwache Stammdaten und Freitextartikel für Betriebe riskant werden können.

orderbird
Branche und Trends

Vom Like zum Umsatz: Wie Social Media für volle Tische sorgt

Social Media entscheidet immer häufiger mit, wo wir essen gehen. Gäste entscheiden heute oft schon online anhand von Bildern, Videos oder Empfehlungen, ob ein Restaurant oder Café zu ihren Vorlieben passt. Wie Gastronomen den Sprung vom Like zur Reservierung schaffen und warum Bewertungen auf Social Media gerade jetzt wichtiger werden, erklärt Natalie Seifert, Head of Marketing bei orderbird.

1&1 Versatel
Allgemeine Haustechnik

Ausfallsichere Kassensysteme dank SD-WAN: Warum moderne Filialnetze in der Gastronomie immer wichtiger werden

In der modernen Systemgastronomie hängt ein reibungsloser Betrieb immer stärker von einer stabilen und intelligent gesteuerten Netzwerkinfrastruktur ab. Fällt die Internetverbindung aus, sind je nach Kassen- und IT-Architektur nicht nur Bestellprozesse, sondern auch Kartenzahlungen, Reservierungs-Systeme, Cloud-Synchronisationen und die Anbindung an Warenwirtschafts- und Backoffice-Systeme beeinträchtigt. Wie sich Betriebe mit dem Zusammenspiel aus leistungsfähigem Glasfaser-Internet, SD-WAN und Mobilfunk-Backup robuster aufstellen können, erläutert Frank Rosenberger, Vorsitzender der Geschäftsführung von 1&1 Versatel.

Magda Ehlers, Pexels
Allgemeine Haustechnik

Frühling bringt Tauben-Boom: Warum Immobilienbetreiber jetzt handeln sollten

Stadttauben entwickeln sich für Immobilienbetreiber zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko. Der aggressive Kot schädigt Fassaden und Materialien, Balkone werden unbenutzbar, Mieter fordern Mietminderungen. Gleichzeitig fehlt vielen Eigentümern die Orientierung: Welche Abwehrmaßnahmen sind tierschutzkonform, langfristig wirksam und rechtlich zulässig? Experten erklären, warum das Problem im Frühjahr eskaliert – und warum Baumarkt-Lösungen meist scheitern.

DBL
Recruiting und Fachkräftemangel

Flexibilität durch Mietservice: Poolkleidung für wechselnde Teams

Saisonkräfte, kurzfristige Aushilfen, wechselnde Teams – in der Gastronomie ist Flexibilität bei der Personalplanung entscheidend. Doch wie stellt man sicher, dass alle Mitarbeitenden professionell ausgestattet sind, ohne ständig neue Berufskleidung beschaffen zu müssen? Poolkleidung im Mietservice bietet eine praktische Lösung für diese Herausforderung.

Weitere Artikel zum Thema

MILRAM
Quark entwickelt sich zur Schlüsselzutat für moderne Gastronomiebetriebe. Mit drei neuen würzigen Spezialitäten bringt MILRAM nun Produkte in die Großküche, die im Einzelhandel bereits seit Jahren überzeugen. Die Gebindegrößen und Produkteigenschaften sind speziell auf die[...]
MILRAM
Schulstad Bakery Solutions / Lantmännen Unibake,
Knusprig, kompakt und mit fünf verschiedenen Füllungen: Schulstad Bakery Solutions bringt dänisches Blätterteiggebäck im Miniformat auf den Markt. Die neuen Mini Danish Delights verbinden traditionelle Backkunst mit zeitgemäßem Geschmack – und könnten Frühstücksbuffets und Kaffeepausen[...]
Schulstad Bakery Solutions / Lantmännen Unibake,
LebensWert Gastgeber GmbH
Der nachhaltige Caterer LebensWert Gastgeber setzt in seinen Küchen auf eine Speiseplanung, die sich konsequent an den Jahreszeiten orientiert. Dieses Prinzip prägt Einkauf, Menügestaltung und Kommunikation mit Gästen und wirkt sich messbar auf Frische, Geschmack[...]
LebensWert Gastgeber GmbH
Arla® Pro
Feta-Alternativen und Hirtenkäse haben in den letzten Jahren auf den Speisekarten der Gastronomie deutlich an Fahrt aufgenommen – von der Bowlbar über die Systemgastronomie bis zur Schulkantine. Der Erfolg steht und fällt dabei weniger mit[...]
Arla® Pro
Barilla
Glatte Nudel, perfekte Sauce – klingt logisch, ist aber falsch. Denn erst die raue Oberfläche bronzegezogener Pasta sorgt dafür, dass Saucen wirklich haften statt am Teller zu landen. Ein Herstellungsverfahren aus Süditalien macht den Unterschied[...]
Barilla
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.