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Gastronomen gegen kostenloses Trinkwasser

Im Rahmen der Einführung einer neuen Trinkwasser-Richtlinie plant die EU, die kostenlose Abgabe von Trinkwasser an die Gäste in den Restaurants vorzuschreiben. Das stößt bei der deutschen Gastronomie auf Widerstand, wie eine Blitzumfrage von Gastgewerbe-Magazin zeigt. Auch beim DEHOGA Bundesverband stößt das Vorhaben auf Unverständnis.

Trinkwasser Richtlinie der EU in Arbeit.StockSnap | PixabayStockSnap | Pixabay

Mit der neuen Richtlinie sollen sowohl die Wasserqualität verbessert als auch durch mehr Vertrauen in Trinkwasser Plastikmüll vermieden werden. Teil der Planungen ist eine Vorschrift, dass Restaurants und Kantinen Leitungswasser kostenlos anbieten müssen, was in einigen Ländern bereits gesetzlich vorgeschrieben ist. Allerdings: Sanktionen bei Nicht-Einhaltung sind nicht geplant.

Nicht einverstanden mit diesen Planungen sind allerdings die deutschen Gastronomen. In einer Blitzumfrage des Gastgewerbe-Magazins, an der sich fast 500 Gastronomen beteiligten, sprachen sich 82 Prozent gegen eine solche Regelung aus. Die Zeche, so die Meinung, zahle am Ende der Gastronom, der für saubere Gläser, freundliche Bedienung und einen beheizten Raum sorgen müsse. Elf Prozent bezeichneten die kostenlose Abgabe von Trinkwasser als „gute Idee“, weitere sieben Prozent bieten ihren Gästen diesen Service bereits an.

Beim DEHOGA Bundesverband reagierte man mit Unverständnis auf diesen Vorstoß. Weiterhin sollte, so die Meinung des Verbandes, der Gastwirt selbst über sein gastgewerbliches Angebot entscheiden. „Die Preisgestaltung ist in unserem Land ein hohes unternehmerisches Gut. Das muss auch so bleiben.“ Folglich sollte auch der Unternehmer in der konkreten Situation entscheiden, ob und zu welchen Konditionen er seinen Gästen Trinkwasser anbietet.

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