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Hoher Personalbedarf trifft auf hohe Wechselbereitschaft bei Jobsuchenden

Der Personalbedarf steigt. Deutsche Unternehmen suchen deutlich mehr Mitarbeiter als noch im letzten Jahr und wollen mehr Personal einstellen als 2021. Die Pandemie spielt mittlerweile keine große Rolle mehr bei der Personalplanung. Auf Arbeitnehmerseite denkt jeder zweite Befragte „sehr häufig“ über einen Jobwechsel nach. Doch was bedeutet das für den Arbeitsmarkt?

AndreyPopov, iStockphotoAndreyPopov, iStockphoto
Deutsche Unternehmen wollen 2022 wieder deutlich mehr Mitarbeiter einstellen als noch 2021. Das ergibt eine breit angelegte Befragung der Job-Plattform hokify unter Personalverantwortlichen und Jobsuchenden mit über 1.000 Teilnehmern. Einstellungswillige Unternehmen treffen auf einen sehr wechselwilligen Arbeitnehmermarkt: Über alle Branchen und Altersgruppen hinweg denkt jeder zweite Befragte sehr häufig über einen Jobwechsel nach. Die Anzahl der offenen Stellen bewegt sich dabei wieder auf einen Höchststand zu.

Fachkräftemangel weiterhin größtes Problem im Recruiting

Die Corona Pandemie und die derzeitigen Maßnahmen haben laut der Befragung von hokify (https://hokify.de/) keinen wesentlichen Einfluss mehr auf die Personalplanung im neuen Jahr: 53% der Personalverantwortlichen wollen 2022 mehr Mitarbeiter einstellen als im vergangenen Jahr.
Generell werden die beiden größten Herausforderungen für die Mitarbeitergewinnung im Fachkräftemangel (39%) sowie Arbeitnehmermarkt & War for Talents (30%) gesehen.
„Obwohl die Pandemie keine große Rolle mehr in der Personalplanung spielt, gibt es mit den hohen Infektionszahlen sowie 2G-Kontrollen noch kurzfristige Herausforderungen, besonders in den Branchen Handel, Gastronomie & Beherbergung sowie Pflege & Gesundheit. Wenn die Infektionszahlen im Frühling wieder zurückgehen sollten, rechnen wir mit einem sprunghaften und deutlichen Anstieg des Personalbedarfs. Unternehmen sollten daher jetzt aktiv nach qualifizierten Mitarbeitern suchen, da sich der Fachkräftemangel im Laufe des Jahres weiter verschärfen wird. Deutschlandweit stehen die Zeichen schon jetzt auf Lockerungen,“ zeigt Daniel Laiminger, Geschäftsführer und Arbeitsmarktexperte bei hokify, auf.

Hohe Wechselbereitschaft im Job

Auf Seite der Arbeitnehmer zeigt sich in den letzten Wochen eine sehr hohe Jobwechselbereitschaft: Derzeit haben zwei von drei Befragten den Vorsatz, 2022 einen neuen Job zu finden und sind bereit sich beruflich zu verändern. „Wir beobachten bei hokify den Trend, dass die Wechselbereitschaft im Job wieder steigt.” erklärt Karl Edlbauer, Geschäftsführer und CMO von hokify. “Unabhängig von der Wechselbereitschaft haben qualifizierte Arbeitskräfte jetzt die Möglichkeit, sich passende Stellen auszusuchen, weil sie so gefragt sind. Das wird sich in Zukunft vermutlich auch nicht ändern.“ Eine Analyse des Bewerbungsverhaltens anhand von 300.000 Bewerbungen über die Job-Plattform bestätigt den Trend.

Was für einen Jobwechsel wirklich zählt

Die Faktoren, die am meisten für einen Jobwechsel sprechen, sind laut Umfrage ein höheres Gehalt (25%), ein sicherer Arbeitsplatz/Stelle (22%) und bessere Arbeitsbedingungen (12%). „Am Arbeitnehmermarkt herrscht Aufbruchstimmung. Viele, die wegen der Pandemie in den letzten beiden Jahren nicht bereit waren, den Job zu wechseln, sind jetzt aktiv auf der Suche nach neuen Stellen,“ schließt Edlbauer.
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